Skip to content


Die Sonne ist auch müde

Ich will nicht nerven, aber einige Dinge muss ich doch immer wieder wiederholen.

Es ist großartig morgens noch Zeit zu haben, um im Bett mit den Kindern zu kuscheln. Natürlich ist das am Wochenende besonders gut möglich. Ganz wunderbare Gespräche können sich dabei ergeben. Wie jetzt am Samstag.

Nora: “Ist es schon hell.”

Ich: “Nein, aber es wird langsam hell.”

Nora: “Ja, die Sonne will morgens auch nicht aufstehen. Deshalb dauert es immer so lange, bis es hell wird.”

flattr this!

Posted in analog und digital.

Tagged with , , .


Zahnrad oder Maschinenführer

Überfallartig – wie jedes Jahr – wurden die Sommerferien beendet. Konsequenz: Das neue Schuljahr ist gestartet. Ich gebe zu, dass ich mir eine kleine Auszeit gegönnt habe. Das hat auch richtig gut getan. Der Urlaub war herausragend – darüber wird zu einem späteren Zeitpunkt noch zu berichten sein.

Gehen deine Kinder zur Schule, gehst du auch zur Schule. Wir als Eltern sind irgendwie mittendrin. So ist das eben. Vor einigen Jahren, als die Schulzeiten für unsere Kinder noch in weiter Ferne lagen, habe ich mir das so, meine ich mich zu erinnern, nicht vorgestellt. Klar, wir nehmen Anteil an den Dingen, die gerade wichtig für unsere Kinder sind. Und wir können ruhig zugeben, dass wir die Themen manchmal auch erst so aufladen, dass sie zu Themen für unsere Kinder werden – in diese Falle tappt sicher jedes Elternteil einmal.

Jetzt ist also wieder der Alltag da. Noch ist die Zeit der Umstellung nicht abgeschlossen. Gerade weil Marc auch auf die weiterführende Schule gewechselt ist. Neue Wege, neue Gepflogenheiten, neue Klassenzusammensetzungen, neue Regeln, neue Freiheiten. Da wird schonmal entschieden, etwas länger am Schulgelände zu bleiben. Weil man eben Lust hat, mit einem Freund den Snack Point zu besuchen. Die, die zu Hause warten, warten. Es muss sich also einiges einspielen.

In der Grundschule geht es für Tom erstmal einfach so weiter. Das hat etwas von Kontnuität. Das ist auch gut. Beim Kindergarten ist es selbstverständlich ähnlich.

Und dann sind da wir Eltern. Der Elternabendmarathon findet gerade sein Ende, die erste Runde. Aber auch die anderen Themen binden einen wieder intensiv ins Schulleben ein. Die Arbeit im Förderverein ist da einer meiner Hauptpunkte. Mit den ganzen Aktivitäten rückt man nah an die Kinder ran – und an die Dinge, die wichtig für sie sind. Das ist gut und wichtig. Doch dann kommt die Eigendynamik. Die führt einen auch mal auf Abwege, Umwege und schiefe Wege. Hier gilt es aufzupassen, sonst wird man selbst Teil des Getriebes.

20140922-073509.jpg

flattr this!

Posted in analog und digital.

Tagged with , , , , .


Klare Ansagen

Manchmal müssen es eben klare Ansagen sein. Hintergründe für diese Maßnahme sind mir bislang nicht bekannt. Ich habe da aber so Ahnungen.

image

flattr this!

Posted in analog und digital.


Männergespräche

Im Zeichen der Männer. Der vergangene Freitag stand eindeutig im Zeichen der Männer.

Zum einen war ich bei einem Männerabend, an dem es um unsere Rolle als Mann ging. Ich will gar nicht zu viele Details erwähnen. Ich sage es mal vorsichtig. Es gab einige wertvolle Gedanken, die sich alle Männer machen sollten. Die Forderungen: Männer, pflegt eure Männerfreundschaften. Männer, entdeckt eure Emotionen wieder und scheut euch nicht, diesen auch Ausdruck zu verleihen. Männer, steht zu eurem Mannsein. Männer, achtet auf euch, vor allem auf eure Gesundheit. Männer, denkt über eure Beziehungen zu euren Vätern nach. Männer, übernehmt Verantwortung – in der Familie und der Gesellschaft.

Es gibt viele Gelegenheiten für Männer ins Gespräch zu kommen.

Es gibt viele Gelegenheiten für Männer, ins Gespräch zu kommen.

Männerbeziehungen gibt es nicht nur unter Freunden. Es gibt sie selbstverständlich auch in der Familie. Auch zwischen Papa und Sohn, selbst wenn der Sohn erst noch auf dem Weg ist, ein Mann zu werden.

So ergab es sich, dass am Freitag der Zeitpunkt für ein Männergespräch gekommen war.

Der Freitag war ein dicht gepackter Tag. Für alle. Vor allem für Marc.

Hinter ihm und seinen Kollegen und Kolleginnen lagen zweieinhalb Tage Jugendherberge. Schlafmangel inklusive. Ungünstige Voraussetzungen, um bei einem Grundschul-Fußballturnier zu bestehen. Die Stimmung unter den Kickern war mäßig. Die Leistung gar nicht so schlecht. Aber wenn die Laune schlecht ist, dann findet sich immer etwas, um unzufrieden mit sich und den anderen zu sein. Und so kam es dann auch. Spätestens nach dem Viertelfinal-Aus war die Stimmung am Tiefpunkt. Tränen und Wut. Auch Marc war niedergeschlagen und wollte nur noch weg.

Nach kurzen Diskussionen und Absprache mit dem Trainer- und Betreuungsteam sind wir tatsächlich nach Hause gefahren. Die Laune war noch nicht deutlich besser. Doch noch unterwegs, schlug Marc vor, noch eine Runde durch unser Dorf zu machen, er auf dem Waveboard, ich zu Fuß.

Dieser Rundgang hatte reinigende Wirkung. Marc erzählte von der Schulfreizeit, in aller Ausführlichkeit. Und ganz entspannt. Diese exklusive Zeit war ganz wichtig für ihn – und selbstverständlich auch für mich. Mir wurde vor Augen geführt, welch große Bedeutung ich für Marc habe. Er braucht einfach mal die Zeit für ein Männergespräch. Er fordert das ein und bestimmt den Verlauf. Allzuoft denken wir Eltern, das nur wir Zeitpunkte und Gesprächsinhalte bestimmen dürften, weil wir den Takt vorgeben. Das allein ist es jedoch nicht. Unsere Kinder wollen mit ihren Sorgen, Ängsten, Gefühlen, Meinungen und vielem anderen ernst genommen werden. Hier sind wir gefordert, zu Männergesprächen, aber nicht nur. Das alles muss passieren, um eine ordentliche Beziehung zu unseren Kindern zu bekommen. Das gibt ihnen Sicherheit – und uns Eltern auch.

flattr this!

Posted in männer und väter.

Tagged with , , , , , .


Ruhe und Natur – zwei Schritte vor

Es gibt etwas aufzuarbeiten. Jetzt hat uns zwar die Normalität schon eine Woche wieder, aber ein Rückblick auf die Osterferien ist sicher noch erlaubt.

Ich habe schon häufiger darüber geschrieben, dass an den Kindern immer wieder schubhafte Entwicklungen zu beobachten sind. Klar, es geht immer irgendwie vorwärts. Und ganz oft sind es Details, an denen die Entwicklung der Kinder festzumachen ist. Manchmal sind es aber auch mehr Dinge, die uns Eltern von heute auf morgen auffallen – und uns in Erstaunen versetzen.

Zweifelsohne ist es häufig dann, wenn wir auch wirklich einmal längere Zeit am Stück die Gelegenheit haben, unsere Kinder zu erleben. Aber eben auch gemeinsam mit den Kindern etwas zu erleben. Und das ist eben oft im Urlaub der Fall.

Wir haben in der Woche vor Ostern ein paar Tage im Kleinwalsertal verbracht. Dabei standen vor allem auch eigene Kindheitserinnerungen im Vordergrund. Meine Frau war als Kind oft im Winter dort, ich im Sommer. In diesem Jahr war es aus Jahreszeitensicht eine Mischung – also Frühjahr. Mit einem bisschen Schnee und einer Menge Sonne.

Der Blick von unserer Ferienwohnung aus war fast derselbe Blick, den ich auch Kind schon so beeindruckend gefunden habe. Er war es auch, der damals meine Leidenschaft für die Berge entzündet hat – aber eigentlich soll es ja gar nicht um meine Empfindungen als Kind gehen.

“Papa, es ist so ruhig hier. Das ist schön!”, sagte Marc einmal morgens. Wir wohnen ja nicht gerade in einer Großstadt, aber es ist schon sehr erstaunlich, dass Kinder sehr wohl Unterschiede dieser Art wahrnehmen. Und es wohl auch genießen können, dass es um sie herum einmal richtig ruhig ist. Auch die Natur haben die Drei sehr intensiv wahrgenommen. Auch hier hat Marc einige Male betont, wie toll es ist, dass es diese Berge und Bergbäche gibt. Und dass die Landschaft überhaupt ganz toll ist. Aber auch die beiden Kleineren waren sehr wohl in der Lage ihre Begeisterung auszudrücken.

Wandern mit Kindern ist ja nicht immer ganz unproblematisch. Doch unsere Touren, zwischen 6 und 10 Kilometer lang, kamen sehr gut an. Selbst Nora hat bis auf ganz kurze Hänger alle Aufgaben mit Bravour gemeistert. Beim Laufen gibt es viel Zeit zum Reden. Und vor allem hier zeigte sich, dass die Kinder mal wieder einen Schub gemacht haben. Es ist die Art und Weise, wie sie auf die Welt schauen, die immer wieder beeindruckend ist und uns zeigt, dass die Kinder eine neue Entwicklungsdimension erreicht haben. Nicht nur einmal bin ich nach einem Dialog staunend und nachdenklich weiter gezogen und musste erstmal realisieren, was da gerade abgelaufen war.

Es sind also zwei Aspekte, auf die das Festmachen der Schritte zurückzuführen sind. Zum einen profitieren die Kinder von der Zeit mit uns – das bringt sie weiter. Zum anderen brauchen wir auch die Zeit, um diese Entwicklungsschritte feststellen zu können. Das geht leider im Alltag viel zu oft verloren. Ein kleiner Appell mag aus diesen Zeilen herauszulesen sein: Für uns Eltern ist es unendlich wertvoll, die Zeit im Urlaub mit unseren Kindern auch wirklich zu verbringen. Das Leben zu gestalten, gemeinsam, nicht nebeneinander her.

Die drei Wanderer unterwegs.

Die drei Wanderer unterwegs.

flattr this!

Posted in unterwegs.

Tagged with , , , , , , .


Marathon in Düsseldorf: Bloggerlauf für’s Kinderhospiz und #roflcopter

Ein Kinderhospiz. Puh, das ist wirklich harter Tobak. Als ich vor einigen Wochen den Vortrag von Melanie van Dijk hörte, waren es nicht nur die beeindruckenden Worte der Geschäftsführerin des Kinderhospiz Regenbogenland, die mir in Erinnerung blieben, sondern auch Zahlen. 33 feste Mitarbeiter arbeiten in Düsseldorf-Gerresheim und betreuen totkranke Kinder und deren Familien. Dazu kommen rund 80 ehrenamtliche Mitarbeiter. Die Düsseldorfer kümmern sich um circa 180 Kinder im Jahr. Die Löhne der 33 Festangestellten werden zu 75 Prozent aus Spenden finanziert.

Das Kinderhospiz – für die, die dies nicht wissen – ist ein Ort, an dem das Leben und die Lebensfreude im Mittelpunkt stehen sollen – auch wenn den Kindern nur noch eine begrenzte Zahl von Tagen im Leben verbleibt. Die Mitarbeiter helfen Familien dabei, die ihnen noch geschenkte Zeit gemeinsam mit ihrem Kind möglichst erfüllt und positiv zu gestalten. Hier soll jeden Tag gelacht werden können. Lachen. Befreit lachen können. Das ist wohl mit das Erfüllendste im Leben. “Wenn Lachen erwiesenermaßen gesund ist, dann ist es nur logisch, dass in ungesunden Zeiten, in denen es eigentlich nichts zu lachen gibt, erst recht gelacht wird”, formulierte einst WirtschaftsWoche-Autor Christian Deysson. Was dieser Autor so philosophisch beschreibt, würden Jugendliche heute mit einem LOL abkürzen und mit einem ROFL quittieren. So wie das, was jetzt visualisiert kommt…

rolfcopter - Die Bloggerstaffel beim Marathon in Düsseldorf 2014

#roflcopter – Die Bloggerstaffel beim Marathon in Düsseldorf

Szenenwechsel.

Vor einiger Zeit habe ich gegen einen ehemaligen Arbeitskollegen in einer Laune eine Wette verloren. Mein Wetteinsatz: Ich laufe in der Staffel beim Düsseldorfer Marathon mit. Zwei weitere Mitläufer waren schnell gefunden – ebenfalls geschätzte ehemalige Kollegen.

Nun haben wir uns gemeinsam im Team dazu entschlossen, am Sonntag für einen guten Zweck zu laufen: Und es freut mich besonders, dass unsere “Wette” nun ein bisschen in die Arbeit im Kinderhospiz Regenbogenland in Düsseldorf einzahlt. Ich möchte euch heute bitten, euch mit einem auch noch so geringen Betrag zu beteiligen. Ob ich selbst mit meiner mittelmäßigen Kondition eine akzeptable Zeit rauslaufen werde, das ist nebensächlich. Ich hoffe persönlich natürlich, dass ich gesund und ohne Blessuren im Ziel eintrudeln werde. Aber ein ganz großes Ziel haben wir jetzt schon erreicht: Wir können das ein oder andere Lachen schenken – mit unserem #roflcopter-Team und mit eurer Unterstützung.

Wer sind “wir”? Das sind die Staffelläufer:

Stephan Doerner: onlinejournalismusblog
Christian Kirchner: Menschen, Zahlen, Sensationen
Thomas Knüwer: Indiskretion Ehrensache & Go to Rio
Roland Schweins: styleranking – your fashion crew & Passionpapa

Drei davon können gut laufen – einer nicht – ratet wer.

Getwittert wird unter anderem mit dem Account @Ornaldo15 und alle Tweets findet ihr unter #roflcopter

Drückt uns die Daumen! Wenn ihr helfen wollt: Spendet – oder teilt bitte einfach den Aufruf und helft damit mit, dass noch mehr Kinder in ihrer schwersten Phase ein bisschen mehr lachen können. Danke. :)

flattr this!

Posted in körper und geist.