Die Zahnfee-Lüge

Es wird Zeit, mit einer weit verbreiteten Lüge aufzuräumen. Mit einem Hirngespinst, von dem man nicht weiß, wozu es nützt.

Irgendjemand, es ist anzunehmen, dass es Kinder waren (die allerdings ihrerseits einer fixen Idee ihrer Eltern aufgesessen sind), hat unserem Kind den Floh ins Ohr gesetzt, dass es so etwas wie eine Zahnfee gibt. Ich weiß sehr wohl, dass es das Zahnfee-Phänomen in unseren Breiten schon seit geraumer Zeit gibt. Ich will jetzt gar nicht weiter auf die Herkunft dieser Idee eingehen. Und ich könnte jetzt sagen: damals, als ich klein war,…. Aber darum geht es nicht.

Mich nervt, dass ich mich ein Wochenende lang überhaupt mit der Zahnfee-Lüge auseinandersetzen musste.

Der Wackelzahn war eigentlich noch gar nicht so wackelig. Aber in der Hoffnung, die Zahnfee würde auch bei uns vorbeischweben, riss sich Nora mit einiger Gewalt den Zahn heraus. Das habe ich schon mit nicht sicht- und spürbaren Unverständnis quittiert. Strahlend präsentierte sie also ihre Trophäe, voller Hoffnung – die später enttäuscht werden musste.

Klar, der Zahn landete mit einigen Umwegen unter dem Kopfkissen.

Heute dann kam sie schlecht gelaunt in die Küche, warf den Zahn auf den Tisch. Und sagte entsetzt: „Die Zahnfee.“

Es war klar, dass sie nicht kommen würde. Sie hat ihre Chance gehabt, die Fee, die keiner kennt. Und wir hatten den vermeintlichen Spaß am Montagmorgen mit Nora das Thema zu besprechen. Dass es bei uns definitiv keine Zahnfee gibt, nicht für diesen und nicht für die nächsten Zähne. Die emotionale und elterliche Arbeit ist damit aber noch nicht abgeschlossen. Klar, gehört das im Alltag mit Kindern dazu. Aber es gibt sinnvollere Themen, an den man wachsen kann, als die Zahnfee-Lüge.

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Reise in die Vergangenheit mit Blick nach vorn

Der Wegzug von Düsseldorf 2005

Der Wegzug von Düsseldorf 2005.

Ich weiß selbstverständlich nicht, was das Jahr 2016 mir persönlich, meiner Frau, meinen Kindern, der gesamten Familie bringen wird. Es wird mit Sicherheit wieder ein spannendes Jahr mit hoffentlich zahlreichen tollen Momenten und wertvollen Erkenntnissen.

Wer den Blick nach vorne richtet, ist gut beraten, auch den Blick in die Vergangenheit nicht zu vernachlässigen. Wo komme ich her? Eine wichtige, weil persönlichkeitsbestimmende Frage.

Es nun gut zehn Jahre her, dass wir das Kapitel Düsseldorf zugeschlagen haben. Marc hat seine ersten Lebensmonate in Düsseldorf verbracht – seitdem war er noch nicht wieder am Ort seiner Geburt.

Die ruhigen Tage zwischen den Jahren haben wir nun genutzt, um eine Reise in die Vergangenheit anzutreten. Gedacht, getan, habe ich die Kinder eingepackt und bin mit ihnen nach Düsseldorf gefahren. Wir haben einen tollen Tag verbracht.

Startpunkt unserer Zeitreise war das Krankenhaus in Benrath. Dort ist Marc geboren. Wir Eltern haben nicht die besten Erinnerungen an die Stunden im Kreißsaal. Aber ganz schlimm sind sie nun auch nicht. Wir sind allerdings froh, dass die Erinnerungen an die beiden anderen Geburten deutlich besser sind.

Bestens gelaunt haben wir uns das Gelände angesehen. Es hat sich gar nicht so viel geändert. Die Fahrt zur Klinik führt an dem hübschen barocken Benrather Schloss vorbei. Die Meinungen über das Rosa der Fassade gingen deutlich auseinander.

Im Anschluss haben wir dem Haus, in dem wir gewohnt haben, einen Besuch abgestattet. Es liegt an der Kölner Straße. Die Hausbesitzer wohnen noch in dem Haus, auch eine Nachbarin von damals lebt noch dort. Ich habe geklingelt, es war niemand da. Die Kinder hätten gern die Nachbarin kennengelernt.

Dann ging es mit der U-Bahn in die City. Wir haben den Blick vom Fernsehturm auf die Stadt genossen. Eine Currywurst mit Pommes war auch noch drin. An der Zentrale der Verlagsgruppe Handelsblatt, für die ich gearbeitet habe, sind wir mit der Straßenbahn vorbeigefahren. Die Shadow-Arkaden haben wir auch noch besucht, auch dort habe ich einst für RP-Online gearbeitet. Es war die Hölle los in der Stadt – und wir Zeitreisende mittendrin.

Ein interessantes Erlebnis – mit meiner Next-Generation. Ich habe es genossen. Und die Kinder dem Vernehmen nach ebenfalls.

Eine Brücke vom gestern zum morgen.

Allen Lesern von passionpapa.de wünsche ich ein gutes Jahr 2016 – mit vielen wertvollen Erlebnissen und viel Zeit für die Familie. Uns allen wünsche ich viel Gelassenheit und Frieden.

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Ein 9. Geburtstag, jetzt kommt nur noch eine(r)

Ein Morgen-Geburtstagstisch.

Ein Morgen-Geburtstagstisch.

Es ist wieder Zeit, Geburtstag zu feiern. Tom wird 9. Wahnsinn. Auch die Geschwister haben sich Gedanken gemacht und auch erstmals Geschenke in Eigenverantwortung gekauft. Das ist der zweite 9. Geburtstag, jetzt folgt nur noch eine(r), leider. ZUm Glück ist noch ein bisschen Zeit.

Nach der Feier mit der Familie steht dann auch ein Kindergeburtstag an – es geht in den kommenden Tagen auf die Eisfläche, Schlittschuhlaufen. Alles Gute, lieber Tom!

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„Alles steht Kopf“: Nichts für kleine Kinder (Achtung, Spoiler!)

Kinotag – ein Papa und drei Kinder. Was kann man dieser Tage sehen, wenn man mit drei Kindern ins Kino geht? Selbstverständlich „Alles steht Kopf“ von Disney/Pixar.

Ich habe sehr Positives über den Film gelesen und gehört. Als kleiner Psychologe, der ich auch irgendwo bin, hat mich die Idee im Vorfeld schon ziemlich fasziniert. Das  Problem: Es sind Erwachsene, die als Filmkritiker unterwegs sind und einem den Film schmackhaft machen.

Manchmal frage ich mich, ob alle Filmkritiker, die man so wahrnimmt, keine Kinder haben. Eins ist nämlich klar: Für Kinder unter 6 oder vielleicht sogar 8/10 Jahre ist der Film in jedem Fall ungeeignet. Damit ist die FSK-Empfehlung „Ohne Altersbeschränkung“ ein Witz. Sicher, es kommt keine Gewalt oder ähnliches vor. Aber die Mischung aus Abstraktion und Perspektivwechsel ist für Kinder in keiner Weise nachvollziehbar. Ich würde gern ins Gehirn von Kindern kleiner 8 hineinsehen, wenn sie diesen Film rezipieren. Ich glaube, es herrscht dabei ein ziemliches Chaos. Das erfüllt den Tatbestand der Überforderung.

Das Problem: Der Film ist hochemotional – haften bleiben die negativen Gefühle. Die positiven Wendungen erfordern eine kognitive Verarbeitung durch den Betrachter, ist also etwas für Große. Dass Kummer am Schluss das Zünglein an der Waage hin zum Glück ist, weil sie Riley so sein lässt wie sie ist, kann ein Kind nicht verstehen. Es handelt sich um die Schlüsselszene – für Erwachsene nachvollziehbar.

„Alles steht Kopf“ (im Original „Inside Out“) hat viel Lob geerntet – jedoch nur teilweise zu Recht. Es handelt sich für mich mehr um einen Erziehungsfilm, weniger um einen Kinderfilm. Als Eltern können wir gewisse Dinge für unsere Erziehungsarbeit ablesen. Wenn auch die moralische US-Amerikanische Art etwas stark durchschlägt. Da ich stark mit Erklärungen und Emotionsmanagement im Kino beschäftigt war, konnte ich den Film zudem nicht durchgängig genießen.

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Metallica is in the house

Gerade sitzt Nora drüben und malt ganz entspannt Glitzerbilder aus – und hört „For whom the bell tolls“ von Metallica.

Seit Tagen fordert sie von mir ein, dass ich ihr endlich eine Metallica-CD zusammenstelle, damit sie diese auf dem eigenen CD-Player hören kann. Ich habe aus Rücksicht auf die Restfamilie bislang davon abgesehen. Wenn Nora nämlich eine CD hört, dann hört die diese stundenlang von vorne bis hinten. Das ist immer so. Selbst harmlose Musik kann so ein ungeahntes Nervpotenzial entfalten. Ihr wisst, was ich meine.

Nun konnte ich mich also nicht noch länger verweigern. Die CD läuft. Okay, ich habe auch „Nothing else Matters“ und „The Unforgiven“ auf die CD gepackt. Aber sonst dröhnt es doch ganz ordentlich. Die Zahl der Fans der CD in der Familie überwiegt, allerdings nur ganz knapp. Und wir nehmen ja schon Rücksicht aufeinander – meistens jedenfalls.

Mal sehen, wie lange und in welcher Lautstärke Metallica durchs Haus schallt.

Ich merke gerade: Nur noch die Fans sind im Haus, zwei Familienmitglieder haben sich in den Garten zurückgezogen.

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Ein Comic zum Abkühlen

An der Grundschule unserer Kinder gibt es einen Förderverein. Dieser Förderverein (Ich bin zufällig der 1. Vorsitzende) organisiert zur Finanzierung  seiner Arbeit und zur Ergänzung des schulischen Angebots in jedem Schuljahr Kinderkurse. In diesem Jahr gab es auch einen Kurs mit dem Titel „Comic zeichnen“. Tom war Teil der Show – und hat begeistert, und auch durchaus gekonnt, einige Werke in diesen Stunden des Kurses produziert.

Heute ist ein heißer Tag – und zur Abkühlung präsentierte ich diesen Bilderwitz.

Hände hoch, oder ich fön dich!

Möhre her oder ich Föhn dich! (Original-„Ton“)

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