MonthFebruar 2009

Immer wieder samstags

Warum ist es eigentlich immer weider der Samstagmorgen, an dem man ganz besonders selten ausschlafen darf? Und dazu muss ich sagen: Ausschlafen heißt: im optimalen Fall 7 Uhr, in der Regel 6.30 Uhr.

Also heute ging der Terror schon gegen 2.30 Uhr los. Da wollte unser Kleiner eine Milch. Man kann sie ihm verweigern, aber dann steht der Große eben früher auf der Matte als jedem lieb sein kann. So gab es eben die Milch (genannt Lin). Nach einem bisschen Herumwälzen kam dann auch wieder der Schlaf über ihn. Allerdings was es ihm in unserem Bett deutlich zu eng. Entsprechend zahlreich waren die Tritte, die ich im Rücken spürte.

Einige Zuckungen später hörte ich schon wieder dieses Schlurfen auf dem Gang. Der Große näherte sich in seinem Schlafsack. „Leg Dich bitte ans Fußende“, hörte ich mich sagen. Das provozierte Protest. „Okay, ich komm mit auf die Matratze.“

Um 5.45 Uhr war dann die Nacht vorbei. Der Tom büxte drüben aus und sprang auf mich drauf. Dann hat auch den Marc nichts mehr gehalten.

Glück im Unglück: Ich durfte noch liegenbleiben und habe auch noch einmal den Schlaf an mich herangelassen. So eine Partnerschaft ist doch etwas Feines. Aber: Nächstes Mal bin ich dran.

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Alte Geschichte – Papalyrik: Schwarzer Dienstag

Wenn man den ganzen Tag den Sitz am Schreibtisch im Büro wärmt und abends gerade einmal zum Abendessen mit der Familie kommt, dann kann es sein, dass außer Alltag nichts erlebt wird. Das ist auch die Erkenntnis dieses Tages.

Aber: Ich habe da noch einige Aufzeichnungen von September 2008. Manche Ereignisse und Episoden führen zu Papalyrik. Hier kommt das erste Werk:

Schwarzer Dienstag

Aufstehen, müde, Eile, kein Frühstück.
Gebrüll, Geschrei, raus aus dem Haus.
Du bist blöd, du bist dumm, du bist Scheiße.
Kurz vor dem Ziel: Ich muss mich beruhigen.
Zu spät.
Alles nass.
Das Pinkeln am Morgen vergessen.

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Die Sache mit dem Namen

Wenn man längere Zeit in der Bahn sitzt und daran denkt, wie der kleine Zugfetischist daheim immer wieder fragt, wann denn endlich das Knie wieder gesund ist, um einmal mit dem ICE nach Hamburg fahren zu können, kommt gelegentlich die Inspiration über einen. So auch heute.

Leider war die Domain papablog in unterschiedlichen Schreibweisen nicht mehr verfügbar. So musste ein Name her, der auch als de-Domain noch verfügbar ist. Die Gedanken an daheim zeigen mir, dass Papa sein eine Art Leidenschaft ist – und irgendwie auch sein muss. Ein bisschen fremdwörtlerisch durfte es dann auch sein und schon war der Name passionpapa geboren. Heute Abend habe ich dann bei Denic gecheckt, ob die Domain noch zu haben ist. Und sie ist es.

Mit der Namensfindung ist es eben nicht so einfach – nicht nur bei Kindern.

Das Knie ist übrigens schon viel besser, so könnten wir bald im ICE nach Hamburg sitzen.

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Kino, die erste…

Klar, irgendwann ist immer das erste Mal. So geht Papa eben irgendwann zum ersten Mal mit seinem Sohn ins Kino. Der Termin muss gut gewählt sein. Schlechtes Wetter ist Voraussetzung. Und das hatten wir heute wahrlich. Dazu kommt, dass man natürlich nicht jeden Streifen auf das kindliche Gemüt loslassen will. Schon gar nicht, da man weiß, dass man es mit einem sensiblen Exemplar zu tun hat. Von langer Hand habe ich entsprechend den Film ausgewählt. Der Mondbär sollte es werden – absolutes Einsteigerkino eben.

71 Minuten nicht aufs Klo gehen – wenn möglich. Bauchschmerzen von zu viel Popcorn und die Erkenntnis, dass man den Film am Schluss doch nicht wirklich verstanden hat. Ich habe gerade so die Kurve bekommen. Das ist bei Kinderproduktionen nicht immer der Fall. Wie oft habe ich schon versucht, eine Folge vom Sandmännchen zu begreifen – ohne Erfolg. Wenn man etwas selbst nicht verstanden hat, ist auch schwierig herauszubekommen, ob der Nachwuchs der Story und dem Plot intellektuell gewachsen war.

Heute war es aber so. Der Papa hat verstanden. Wer hat denn den Mond vom Himmel geholt? Schweigen…Wer war denn im Baumstamm versteckt? Schweigen…Hat Dir der Film denn gefallen? Ja…

Eigentlich geht es ja auch darum. Der Film soll unterhalten und Spaß machen. Einige Lacher an Stellen, an denen man selbst nicht gelacht hat, sollen dies wohl dokumentieren. Gut 4,5 Jahre ist mein Sohn bereits. Ich habe das Gefühl, Kino ist dann doch etwas für Größere. Die Animationsfilm-Brocken im Fernsehen mit maximal 25 Minuten Dauer genügen wahrscheinlich. Das Kino ist in der Krise. Da können Eltern offenbar auch nicht viel dran ändern. Ich selbst bin kein Kinogeher, dennoch würde ich meinen Kindern dieses Medium gern nahe bringen. Aber ich denke, ich sollte da noch einige Jahre warten. Der Kika ist zudem mit den GEZ-Gebühren ja schon mitbezahlt.

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