Marc war schon immer ein absoluter Biker. Das war er auch schon, als er noch in dem Fahrradsitz, den wir von guten Freunden geerbt haben, durch die Gegend kutschiert wurde. Auch bei ihm kam es vor, dass der Helm sich in den Rücken des Fahrers rammte und er den Großteil der Fahrradtour verschlief. Jetzt gibt er af seinem 16-Zoll-Rad Vollgas – 15 Kilometer kann man mit ihm allemal am Stück zurücklegen.

Beim Tom ist das anders. Er mag es gar nicht, wenn ihm der verwirbelte Fahrtwind ins Gesicht bläst. Gerade heute – ein Teil der hessischen Bergstraße war für den Autoverkehr gesperrt – sagte er schon nach zwei Minuten „Hause fahren“. Normalerweise dauert das ein paar Minuten länger. Tatsächlich haben wir die Mahnung nicht weiter beachtet, was er kurze Zeit später damit quittierte, meiner Frau den Helm in den Rücken zu stoßen.

Meine Strafe war, ihn fünf Minuten durch Zwingenberg zu tragen. Er schlief so tief und fest, dass er in meinen Gedanken zu einem Sack Kartoffeln wurde – 50 Kilo schwer.

Auch auf der Rückfahrt versuchte er sich Gehör zu verschaffen – aber sehr leise: „Hause fahren“. Aber diesmal wurde er ja erhört, einfach so.

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