Einmal im Jahr – immer etwa zur gleichen Zeit – wird in unserem Dorf Volksfest, vulgo Bachgassenfest, gefeiert. Immer gibt es da auch die Landbach-Regatta. Das wusste ich sogar schon vor dem Umzug nach Bickenbach. Und trotzdem kommt das immer ganz plötzlich.

Bei dieser Regatta gehen nämlich die im besten Fall von den Kindern selbst gebastelten Miniatur-Boote an den Start. Es geht gar nicht um Schnelligkeit, Ankommen ist das Ziel – aber nur das eine Ziel.

Am Ende werden, nach Altersklassen aufgeteilt, die besten Boote prämiert. Und an der Stelle kommt der Ehrgeiz – vor allem – der Väter ins Spiel. Natürlich gönnt man seinem Kind ein positives Erlebnis. Nur leider werden von den vielleicht 70 oder 100 Booten nur neun oder zwölf besonders gelobt.

Ich kann Euch sagen: Der Druck ist immens. Jetzt stehen wir wieder vor der Frage, welcher Schiffsbau es denn dieses Mal sein soll. Die Idee entwickeln wir, die Umsetzung sollte zum großen Teil Sache von Marc sein, Tom ist in diesem Jahr zum Glück noch zu klein, so dass wir den Druck nur einmal aushalten müssen.

Getränkeverpackungen bieten sich immer an, dann ein paar Stecken und Korken. Heißklebepistole angeworfen und schon ist das Boot fertig – das hatten wir aber schon.

Meine Frau will es diesmal mit zusammengeklebten Blättern von Bäumen probieren. Das wäre dann die Umsetzung einer Leidenschaft von Marc. Aber das Boot soll bitte auch ins Ziel kommen. Und nicht schon vorher absaufen.

Vielleicht verirrt sich ja doch noch jemand auf diese Seite und kann uns einen Tipp geben. Zum Familienwohl nehmen wir jeden ernst gemeinten Vorschlag gerne an. Über das Ergebnis werde ich selbstverständlich auch berichten.

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