Der Hermes-Onkel war da und hat das Objekt der Begierde ausgeliefert. Die neue Scheibe von Dream Theater, Black Clouds & Silver Linings, ist seit gestern erhältlich. Mega-Hardcore-Freaks haben sie natürlich schon seit gestern. Aber da hätte ich auch keine Zeit mehr gehabt, sie zu hören. Mit schlafenden Kindern über dem Musikzimmer ist man da ein wenig eingeschränkt. So bin ich froh, dass sie jetzt in meinem Player rotiert.

Eines vorweg: Eine ausführlich Besprechung flgt noch. Aber einen kurzen Bericht zum Erstkontakt gebe ich schon jetzt ab. Ich hab‘ die Special Edition bei Amazon gekauft. Das Paket besteht aus drei CDs: dem neuen Album, einer CD mit sechs bisher unveröffentlichten DT-Versionen von Songs von Rainbow, Iron Maiden, Dixie Dregs, Zebra, Queen und King Krimson. CD 3 beinhaltet Instrumental-Versionen der neuen Scheibe.

Nachdem ich dem Hermes-Fahrer das Paket entrissen hatte, habe ich meine Jungs im Musikzimmer zusammengerufen. CD rein, Lautstärkeregler hochgedreht. Tom ist tendenziell lärmempfindlich. „Leiser“, seine Aufforderung. Kurze Zeit später frage ich: „Und, gefällt es dir?“ Tom: „Nein, ausmachen!“ Da habe ich gesagt: „Ich mache die Musik nicht aus. Dann musst hier raus.“

Er war kaum aus der Tür raus, springt Marc vom Stuhl und beginnt ein Luftgitarren-Solo – kombiniert mit einer Breakdance-Einlage – bei dem sogar ein John Petrucci vor Neid hätte erblassen müssen. So unterschiedlich können Geschmäcker sein.

PS: Erster Eindruck von der Platte: Sie ist wieder einmal ein Hammer. Sie ist nicht ganz so eingängig wie manch andere Scheibe der New Yorker. Die Produktion ist wie schon zuletzt nicht ganz optimal – es fehlt manchmal an Differenziertheit. Die Komplexität ist wieder einmal sehr hoch. Und auch Drummer Mike Portnoy darf wieder gröhlen – großartig. Progressive Metal ist Dream Theater, alles andere ist nur gut gemeint. Ich freue mich schon jetzt auf das Konzert im Herbst – und viele Luftgitarren-Einlagen von Marc.

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