Heute habe ich das Gefühl, dass ich mich einmal selber loben muss. Das finde ich jetzt einmal gar nicht anrüchig. Es ist auch gar nichts besonderes passiert. Eigentlich war das ein ganz normaler Dienstag, ein alltäglicher Tag.

Ich muss dazu sagen, dass Dienstag an sich schon besondere Tage sind. Ich arbeite ja bei einer Fachzeitschrift, die wöchentlich erscheint. Dienstags ist Redaktionsschluss, meistens um 18 Uhr. Heute mussten die ersten Seiten von mir schon um 16 Uhr belichtungsfertig sein. Egal wie umfangreich die Strecke ist, die ich als eine Art Schlussredakteur verantworte, es wird immer stressig. Dafür sind interne wie externe Faktoren verantwortlich. Alles in allem war ich gut in der Zeit, wenn auch der Beleuchter gemeint hat, ich sollte mein Päckchen fertiger Seiten für das 16-Uhr-Produkt nicht so knapp abgeben. Ich war zufrieden mit meinem Timing. Das 18-Uhr-Produkt war dann kein Problem.

Getrieben von Tom bin ich heute schon seit 5 Uhr wach – der Stress hat die Müdigkeit wahrscheinlich verblasen. Es ist doch erstaunlich zu welchen Anstrengungen der Körper im Stande ist. Im Alltag merkt man das glaube ich erst, wenn man Familie hat. Das ist mit Sicherheit kein Männerphänomen. Ich bin fest davon überzeugt, dass Frauen noch mehr Kräfte mobilisieren können als Männer. In unserer Gesellschaft mit klassischem Rollenbild müssen sie das wohl auch.

Auf jeden Fall kann ich heute auf einen einigermaßen runden Tag zurückblicken. Deshalb lobe ich mich einmal selbst. Der Tag war zu wenig besonders, als dass irgendjemand sonst einen loben würde. Ein bisschen Eigenlob zum richtigen Zeitpunkt fördert das Selbstwertgefühl und die Motivation für die restlichen Stunden des Tages. Kann ich nur empfehlen.

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