Es erschreckt mich etwas, dass ich hier noch keine Gedanken als werdender Vater festgehalten habe. Aber wahrscheinlich ist das nur symptomatisch. Schließlich schleicht sich so etwas wie Routine ein. Wenn aber der Termin der Familienerweiterung näher rückt, dann spürt man, dass es mit der Routine nicht so weit her ist.

Klar, man muss keine Zimmer mehr einrichten, keine Kinderwagen und Wickelauflagen besorgen. Klamotten sind mehr als genug vorhanden – es sei denn man hat sie verliehen, dann muss man sie natürlich re-organisieren. Diese ganzen Äußerlichkeiten hat man im Griff. Es sind mehr die Dinge, die sich nur schwer planen lassen. Der Zeitpunkt, der Verlauf, die Reaktion der bereits vorhandenen Kinder – damit beschäftige ich mich nun häufiger. Dann geht auch immer wieder einmal ein Schauer über und durch den Körper. Dann will man sich nicht mit anderen nervigen Dingen wie Formularen oder Arbeit beschäftigen. Man hat dann das Gefühl, dass man all seine Kraft für die Gedanken braucht.

Zum Glück ist das kein Dauerzustand. Die Zuversicht, dass alles glatt laufen wird, fängt einiges auf. Doch dann gibt es auch wieder den Zweifel.

Tatsache ist in jedem Fall, dass es in wenigen Wochen mit den in der Regel ruhigen Nächten vorbei sein wird. Das kann einem auch Sorgen machen. Aber dann schmeiße ich mich in das bereits vorhandene Familienleben – und alles ist gut.

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