Es war mit wieder an der Zeit, einen Zoo zu besuchen. Wir waren am Sonntag früh dran. Die Jungs und ich machten uns auf den Weg nach Heidelberg. Für Leute, die eher in Richtung Rhein-Main-Gebiet orientiert sind, ist das ein Geheimtipp. Für alle aus dem nordbadischen Bereich und der Pfalz nicht. Entsprechend ist der Andrang. Spätestens ab 11 Uhr wird es an schönen Tagen voll.

Von tiere

11 Uhr ist eine magische Zeit für den Zoo-Besuch. Dann werden nämlich die Seelöwen gefüttert. Das heißt eigentlich: Sie werden beschäftigt und die Zoo-Besucher dürfen sich daran erfreuen. Knapp 45 Minuten hat die Show gestern gedauert. Schatten gibt es nicht gerade reichlich. So ist das immer eine recht harte Prüfung für große und kleine Menschen. Im Moment hat das Seelöwen-Becken noch ein anderes Highlight parat. Es gibt Nachwuchs.

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Diesem Thema haben sich auch die Riesen-Schildkröten gewidmet. Tom, Marc und ich wurden Zeugen eines Geschlechtaktes. Herr Schildkröte hat ordentlich gestöhnt. Die Panzer haben geknirscht, Frau Schildkröte hat den Kopf eingezogen. Marc wollte wissen, warum und wann die untere Schildkröte platt gemacht wird. Er hat ein wenig gebohrt. Dann habe ich ihm rudimentär erklärt, dass die Zwei kleine Schildkröten machen wollen und sich dafür ein wenig anstrengen müssen. Das sei bei den meisten Lebewesen so. Das hat er dann auch akzeptiert – und wir konnten zu den Löwen weitergehen.

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Dort erwartete uns der Chef mit starrem Blick. Im Raubtierhaus befindet sich übrigens auch der Wickelraum – interessanter Zusammenhang. Dann beobachteten wir die Flamingos, bevor es zu den Elefanten weiterging, die gerade ein neues Zuhause bekommen. Das Vogelhaus mit eingebettetem Faultierreich ist nur über einen Zugang zu erreichen.

Von tiere

Tom war es besonders wichtig, bei den Affen vorbeizuschauen. Das hängt wahrscheinlich mit dem Spielen von SOS Affenalarm zusammen. Allerdings war es dort auch sehr unterhaltsam. Bei keinem anderen Tier hat man im Zoo das Gefühl, dass auch die Besucher eine Art Studienobjekt für die Tiere sind. So hat ein Gorilla interessiert zugesehen, wie ein Besucher ihm den Inhalt seines Rucksacks präsentierte.

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Den stärksten Eindruck hat Tom vom Streichelzoo mitgenommen. Eine Ziege ist in die Schleuse geschossen, als ich das Tor zum inneren Bereich öffnete. Tom hatte Angst, ich schnappte und tröstete ihn – aber auf Ziegenstreicheln hatte er dann keine Lust mehr.

Nach der Fütterung der Seelöwen hatten wir keine Zeit mehr für die Spielplätze im Zoo. Sie sind aber sehr empfehlenswert – sowohl für kleine als auch größere Kinder. Im Auto dürfte Tom dann von Ziegen geträumt haben.

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