Jeden Morgen prallen beim Frühstück zwei Welten bei uns aufeinander. Unsere Jungs bekommen ihre Toasts – am Wochenende auch qualitativ hochwertigere Backwaren – geschmiert. Für 25% der für den Verzehr vorbereiteten Brote kommen von mir. Meine Frau schmiert also mehr. Das gebe ich zu.

Ohne dass es die Kinder weiter merken würden, prallen diese Welten also beim Schmiervorgang aufeinander. Meine Frau gehört zu den Doppel-Schmierern, während ich das einfache Schmieren bevorzuge. Ich sehe keinen Sinn darin, unter Nutella oder Marmelade auch noch Butter zu schmieren. Es gab eine Zeit, da wir dieses Thema diskutiert haben – immer wieder, wenn es quasi auf dem Tisch lag. Das ist heute nicht mehr so. Ich frage mich, was aus den Kindern wird. Selten fordert Tom Butter ein. Für Marc ist das kein Thema. Welcher Gruppe von Menschen werden sie sich zuwenden? Spannend.

Manchmal thematisieren wir die Art zu frühstücken schon noch – immer dann, wenn ich finde, dass meine Frau sich zuviel auf ein kümmerliches Brot schmiert. Aber auch das wird sicher irgendwann ein Ende haben.

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