Vor lauter Baby-Fixierung habe ich vergessen zu berichten, dass Marc jetzt ein offizieller Fußballer ist. Irgendwie haben wir uns davor gefürchtet, dass er sich intensiv mit dem runden Leder beschäftigen will. Aber gruppendynamische Prozesse haben in ihm den Wunsch hochkommen lassen, ins Fußball-Training zu gehen.

Nun ist es ja so, dass er mit 5 Jahren in der G-Jugend, früher waren das die Bambinis, spielt. Man könnte in dem Alter ja einmal ganz spielerisch beginnen. Doch dann bin ich schon beim zweiten mal Training aus allen Wolken gefallen, als es hieß, dass auch die Kleinen schon ein Art Runde spielen. Gespielt wird in der Regel um 11.15 Uhr am Sonntag – ist ja toll.

Selbst wenn man nicht zu den großen Kirchgängern gehört, ist dieser Zeitpunkt denkbar schlecht. Das Mittagessen wird nach hinten geschoben, Familienaktivitäten haben es schwer sich gegen das Sportprogramm durchzusetzen – es sei denn man hat Lust auf wochenendliches Geheule.

Das kann man auch dann schon haben, wenn das Kind noch über keinen Spielerpass verfügt und ergo nicht spielberechtigt ist. So werde ich morgen früh mit Marc zur Kinderärztin gehen, um eine Sportbescheinigung zu holen. Er hat sich heute schon Sorgen gemacht, dass er bei dem Test durchfallen könnte – unberechtigte Sorgen, aber für ihn ganz real.

Ganz viel Angst habe ich vor Vätern und auch Müttern, die ihren ganzen Einsatz am Spielfeldrand zeigen werden. Andeutungsweise gab es einen Vorgeschmack selbst schon im Training – das war schon echt übel. Bei Facebook bin ich jetzt schon einmal Fan von der SKG Bickenbach geworden. Ein bisschen Einsatz muss dann doch sein.

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