Die Standard-Familie hat vier Köpfe. Wer die Schwelle überschreitet, muss in irgendeiner Form investieren.

So wechseln wir nun von einer Familenkutsche (einem Kombi) zur nächsten Familienkutsche (Minivan). Drei Einzelsitze hinten müssen schon sein, wenn man drei Kindersitze unterbringen will. Nun haben wir uns nicht das geräumigste Modell ausgesucht. Das ging nur, weil wir etwas in die Tage gekommene Kindersitze haben. Die tragen nicht so auf wie ihre Nachfolger. Zur Not können wir jetzt noch zwei Leute in den Kofferraum setzen – wenn die Oma einmal mit muss.

Drei Kinder sind zwar nicht Standard. Allerdings habe ich im Moment das Gefühle, dass alle Eltern drei Kinder haben. Die Aufmerksamkeit für größere Familien steigt, wenn man sich selbst in der gleichen Situation befindet. Das ist wie mit der Schwangerschaft – plötzlich sieht man nur noch schwangere Frauen, selektive Wahrnehmung eben.

Die Investition in ein neues Auto kann noch das kleinste Problem sein. Tatsächlich sind moderne Ansprüche ja auch so, dass man jedem Kind das eigene Zimmer geben möchte. Dann muss es schon die Fünf-Zimmer-Wohnung sein. Auch Reihenhäuser oder Doppelhaushälften in Standardgrößen sind oftmals nur für vier Personen erdacht. Da kann jeder froh sein, wenn er entweder extrem früh in die Familienplanung einsteigt und sich so auf alle Eventualitäten vorbereitet – oder unter dem Dach noch eine Ausbaureserve hat.

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