Date07/10/2009

Großprojekt

Versprochen habe ich das schon im vergangenen Jahr. Wann es genau war, weiß ich jetzt nicht mehr. In jedem Fall habe ich wegen der permanenten Knie-Probleme mein Versprechen noch nicht einlösen können. Wenn es nicht das Knie war, dann war es irgendetwas anderes. Krankheiten der Kinder, andere Pläne.

Seit gut einem Jahr nun löchert mich Marc mit der Frage: „Wann fahren wir endlich nach Hamburg?“ Manchmal verdrängt er das Thema, dann aber fragt er wieder täglich. Stichwort: Eisenbahnmuseum. Das ist die einfache Bezeichnung für die Modelleisenbahnwelt in der Speicherstadt. Dort wollen wir also hin – und endlich habe ich das Zugticket in der Tasche. Natürlich ist auch der Weg das Ziel – endlich einmal mit einem ICE durch die Landschaft sausen.

Unser Trip wird anstrengend. Wir fahren am übernächsten Wochenende – nur Marc und ich. Wir kommen Samstagmittag an, am späten Sonntagnachmittag fahren wir zurück. Weitere Höhepunkte sollen eine Hafenrundfahrt werden und vielleicht der Besuch von Hagenbecks. Wenn das Wetter allzu schlecht ist, dann ist auch Kino ein Option – ist aber nicht wirklich hamburgspezifisch.

Nach einer Unterkunft fahnde ich noch. Für eine Jugendherberge ist es natürlich schon zu spät. Jetzt wird es wahrscheinlich ein günstiges Hotel – was auch nicht wirklich viel teurer als Jugendherberge ist. Dennoch hätte ich die Jugendherberge bevorzugt. Das ist für Kinder einfach nett. Und heute gibt es auch überall Familienzimmer mit eigener Nasszelle und wenigen Betten. Vielleicht klappt es ja doch noch.

Abgesehen davon: Ich nehme Anregungen für unseren Hamburg-Trip gerne entgegen. Am ehesten könnten wir Hagenbecks streichen. Wenn das Wetter sehr schlecht sein sollte, sehe ich auch die Hafenrundfahrt in Gefahr. Hat vielleicht auch jemand für die Hafenrundfahrt einen kinderfreundlichen Insidertipp. Ich bin für alles offen.

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Großer Bahnhof

Gerade mal eben zuhause anrufen, um sich abholen zu lassen, wenn einmal etwas schief läuft, das wird jetzt langsam schwieriger. Gestern habe ich das gemerkt.

Als ich mich um 18.33 Uhr in den Zug Richtung Heimat gesetzt habe, wusste ich noch nichts vom weiteren Verlauf. Auf halber Strecke kam dann die Durchsage, dass wegen eines „Personenunfalls“ auf der Strecke zwischen Darmstadt-Eberstadt und Bickenbach der Zug in Eberstadt stoppt und dann wieder nach Frankfurt zurück fährt. Der entscheidende Teil der Strecke war also gesperrt. Ein Buspendelverkehr zwischen den beiden Haltepunkten sollte eingerichtet werden. Es würde einige Busse brauchen, um alle Pendler aufzunehmen.

Ich rief daheim an. Da meine Frau extrem gut und hilfsbereit ist, sagte sie sofort: „Wir holen Dich ab!“ Treffpunkt: Parkplatz Getränkemarkt. Tatsächlich waren es sicher 200 bis 300 Personen, die nun vor einem der übelsten Bahnhöfe ganz Deutschlands standen.

Zuhause ging dann parallel die Arbeit los: Drei Kinder anziehen, ins Auto packen, nur um den Papa wenige Kilometer weiter abzuholen. Ein Mega-Aufwand. Die Alternative: Kein gemeinsames Abendessen und die Kinder alleine ins Bett bringen. Da muss man ganz genau abwägen.

PS: Das Darmstädter Echo als Lokalzeitung hat in diesem Fall vollends versagt. Kein Wort über den Vorfall. Auch Fernreisende waren betroffen. Da kommen schnell einmal mehrere tausend Leute zusammen. Schwach.

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