Ich bekenne: Ich liebe Lebkuchen und Dominosteine. Viele Menschen schimpfen, dass der Einzelhandel schon im September das Weihnachtsgebäck verkauft. Mich stört das nicht. Ganz im Gegenteil: Früh in der Saison ist der ganze Schleckerkram am besten.

Auch das Thema Christkind hat schon Hochkonjunktur. Marc hat schon die ersten Wunschzettel geklebt. Dazu schneidet er aus Prospekten und Katalogen seine Favoriten aus. Diesmal steht die Drachenwelt von Playmobil ganz oben auf der Liste der begehrten Objekte. Es gibt eine große Burg und einen einzelnen Turm. Der Preisunterschied ist beträchtlich.

Noch kann ich hier frank und frei über unsere Geschenke zu Weihnachten berichten. Wenn Marc erstmal lesen kann, dann sind solche Geschichten hier tabu – ist doch logisch.

Auf jedem Fall wollten wir ihm klar machen, als er wieder einmal im Schaufenster vor der Drachwenwelt stand, dass die große Burg viel zu teuer sei. Das Christkind habe für ein einzelnes Kind nicht so viel Geld. Schließlich gebe es viele Kinder – und alle wollten Geschenke vom Christkind bekommen. (Meine Frau findet die Mär vom Christkind sei besser als die Mär vom Weihnachtsmann. Ich bin eigentlich kein Freund dieser Ansätze. Allzu schnell gerät man in Erklärungsnot.)

Er hat die Stirn in Falten gelegt und eine, seine Lösung gefunden: „Dann gebt dem Christkind doch Geld, so dass es nur den Rest bezahlen müsste.“

Ganz schön pfiffig eigentlich, dachten wir.

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