Nach gut zehn Wochen war es nun endlich so weit: Der Papa war wenige Stunden abends allein mit den drei Kindern. Tagsüber ist das viel weniger ein Problem. Aber abends…

Der Knackpunkt ist das Ins-Bett-Bringen. Da muss alles stimmen. Und irgendwie merken die Kinder dann auch, dass es auf ihre Kooperationsbereitschaft ankommt. Die Phase mit Ausziehen, Zähneputzen und ins Bett gehen hat Nora denn auch still gehalten. Sie war zwar nach einem kurzen Schlaf – auch das hat gepasst – wach, hat sich aber nicht lautstark in den Vordergrund gespielt.

Während sie schlief haben wir übrigens Videospiele gedaddelt. „Mario Cart Double Dash“ und „Der verrückte Bauernhof“ auf dem Gamecube. Tom ist größtenteils noch passiv, Marc kann schon recht gut mit den kleinen Rennwagen auf dem Bildschirm umgehen. Ich finde es wichtig, dass die Kinder Medienkompetenz erwerben. Das ist die Aufgabe der Eltern. Entsprechend ermöglichen wir ihnen den Umgang damit. Das hilft ihnen auch, sich gegenüber den Freunden zu behaupten, die noch viel tiefer in der Videospiel- und Fernsehwelt feststecken. Das nur am Rande (wird sicher noch intensiver zum Thema werden).

Während ich also mit der Kuh über den Bauernhof lief, lag Nora auf meinen Armen und spürte die Bewegungen, die auch auf dem Controller mit meinen Fingern vollführte. Das scheint ihr gefallen zu haben.

Als die Jungs jedoch im Bett waren, gab es kein Halten mehr. Geschrei pur. Ich befürchtete schon, dass sie wieder heiser werden würde. Als dann die Mama wieder kam, aber eigentlich auch schon kurz vorher, hat sie sich kurzzeitig wieder beruhigt. Aber auch bei Mama zeigte sie dann nochmals, was in ihr steckt. Die Nacht war dann übrigens einigermaßen in Ordnung. Ich bin um 22 Uhr fertig in mein Bett gesunken.

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