MonthJanuar 2010

Relikte aus der Weihnachtszeit

Für alle Nicht-Katholiken und andere Ungläubige: Am 2. Februar ist Maria Lichtmess. Bis zu diesem kirchlichen Feiertag dürfen – oder: sollen – in traditionsreichen, katholischen Regionen die Christbäume und andere Symbole für Weihnachten stehen bleiben. Knut ist eine Erfindung der Schweden – oder vielleicht doch von Ikea?

Normalerweise verschwinden sämtliche Symbole für Weihnachten aber in den beiden ersten Januarwochen aus Wohnungen und dem öffentlichen Raum. Das ist bei uns eigentlich auch nicht anders. Doch fiel mir heute früh auf und ins Auge, dass unsere hübsche Mila-Krippe noch an ihrem angestammten Ort verweilte. Den Hinweis als Vorwurf begreifend erklärte mir meine Frau, sie habe noch bis zum 2. Februar Zeit, die Krippe an ihren zweiten angestammten Platz zu befördern – in einen Karton mit Weihnachtsschmuck, der fast elf Monate an einem trockenen Platz im Keller verbringt. Ich bin gespannt.

Nicht nur Krippen und Weihnachtsschmuck finden Ende des Jahres den Weg in unser direktes Umfeld. Auch Kinderbücher und -CDs mit Weihnachtsthematik werden aus den hinteren Reihen der Regale und Schränke nach vorne befördert. Deren Beharrungsvermögen, bis ins Frühjahr hinein zu den Lieblingsmedien der Kinder zu gehören, ist immer wieder überraschend.

Ich finde, auch diese Bücher und CDs sollte in den ersten zwei Wochen des neuen Jahres wieder langsam aber sicher verstaut werden. Trotzdem: Einzelne Teile tauchen immer wieder auf. Und Weihnachten ist für die Kids einfach immer ein wichtiges Thema.

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Von Wimpern und Popeln

Heute habe ich von einem Kollegen eine Top-Story gehört. Seine Frau hat dem Sohn eine Wimper von der Wange entfernt. „Wenn Du sie vom Finger pustest, darfst Du Dir etwas wünschen, das dann auch in Erfüllung geht“, wird sie wohl sinngemäß gesagt haben. Später im Bett hat er gefragt, ob das gleiche auch für Popel gilt. Sensationelle Idee, finde ich.
Zudem hat er mehrere Tage hintereinander gefragt, ob das Paket für ihn denn nun schon angekommen sei.

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Christbaum-Gespräche

Wenn es nach Tom ginge, da müsste der Weihnachtsbaum eine Ganzjahreseinrichtung sein. Doch dieser Tage hat meine Frau den Christbaum abgeschmückt. Als Tom aus dem Kindergarten kam, hat sich völlig verständnislos vor den Baum gestellt, an dem sich nur die Lichterkette befand und fragte: „Mama, warum hast Dudas weggepflückt?“

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Telegramm für Mama

Tom zur Mama: „Du bist eine Putzlappenfrau, stimmt’s?“

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Vier Monate

Unsere kleine Nora ist jetzt vier Monate alt. Es ist unglaublich, dass aus dem Neugeborenen jetzt schon ein richtiges Kleinstkind geworden ist. Wir haben viel Spaß mit ihr – und natürlich auch mit ihren zwei Brüdern, die immer noch sehr liebevoll mit ihr umgehen. Manchmal streiten sie sich um den Platz neben Nora auf dem Sofa. Dann „lesen“ sie ihr am liebsten Asterix-Comics vor.

Wenn wir jetzt irgendwo ein Neugeborenes sehen, dann wird uns klar: Dieser unmittelbare Anblick ist für uns jetzt endgültig vorbei – ist irgendwie ein komisches Gefühl. Umso mehr muss man sich zusammenreißen, um irgendwie jeden Moment mit dem kleinen Mädchen zu genießen. Das zahnlose und lautlose Lachen mit weit aufgerissenem Mund macht natürlich am meisten Spaß. Die Nächte mit Schlafmangel sind die Kehrseite der Medaille – gehören aber irgendwie auch dazu. In der vergangenen Nacht hat sie um 3.15 Uhr angefangen, vor sich hin zu brebeln. Ganz glücklich, aber eben laut und nachhaltig. Meine Frau ist mit Nora einen Stück tiefer gezogen und ich bin auch nicht gleich wieder eingeschlafen. Zum Glück hat es die Jungs nicht weiter beeinflusst.

Vielleicht fragen sich manche Eltern, wie sich das Leben mit einem dritten Kind verändert. Klar, es fängt wieder von vorne an, irgendwie. Aber nach dem großen Schritt, die Elternschaft zu beginnen und einem weiteren großen Schritt mit dem zweiten Kind (was wirklich noch einmal ein großer ist) ist der Schritt zum dritten Kind gar nicht mehr so heftig. Das gilt für die Abstände, die unsere Kinder haben. Folgen sie schneller hintereinander, kann das Ganze anders aussehen. Auch wenn das dritte Kind ein Nachzügler ist, mag das etwas anders sein, da der Neuanfang etwas heftiger ausfällt.

Bei all dem muss man eben nur bedenken, dass man seine Kraft auf alle Kinder verteilt. Und es ist wahrscheinlich das zweite Kind, dem man seine Aufmerksamkeit verstärkt widmen sollte, da es sonst ein wenig aus dem Blick verloren wird.

Es wäre ganz nett, wenn die Kommentarfunktion von Euch genutzt werden würde, um Eure Erfahrungen mitzuteilen.

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Die Schöpfungsgeschichte, neu erzählt

Heute beim Abendessen. Marc: „Ich habe mir etwas tolles ausgedacht.“ Wir lauschen gespannt. Ich gebe seine Geschichte im Wortsinn wieder.

„Gott ist aus einem Ei von einem Dinosaurier geschlüpft. Dann ist er auf einen Berg geklettert, ganz nach oben. Da konnte kein Fleischfresser und kein Langhals hin. Dann hat Gott die Dinosaurier besiegt und ist in den Himmel aufgestiegen. Dort hat er dann Adam und Eva geschaffen.“

Wir finden, dass Marc da aus Dingen, die ihm mehr oder weniger gut bekannt sind, ein interessante Geschichte komponiert hat. Mal sehen, was wir noch erwarten dürfen.

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