MonthMärz 2010

Ein Winter-Post

Über das Wetter sollte man nicht all zu viel schreiben. Es ist eben da – man muss sich damit abfinden. Reden kann man und das macht man auch reichlich.

Jetzt verfasse ich aber doch noch einen Eintrag zum Wetter. Ich kann mich persönlich noch an keinen Winter mit derart viel Schnee bei uns im Flachland erinnern. Fast jedes zweite Wochenende konnte man auf dem Sträßchen neben unserem Haus Rodeln und viel Spaß mit den Kindern haben – hatten sie ihn doch auch.

Die Kehrseite der Medaille: Es hat an Sonne gefehlt. Die Kälte hat nicht gerade dazu eingeladen, viele Stunden draußen zu verbringen. Das Aufwärmen im Haus ist auch wichtig. Und wenn kein Schnee gelegen hat, war es entweder zu kalt für Outdoor-Aktivitäten oder zu nass. Fazit: Wir haben uns deutlich zu viel in den eigenen vier Wänden aufgehalten.

Jetzt, am Ende des langen Winters, merkt man das immer mehr auch am Geisteszustand aller Beteiligten. Körper und Geist stellen sich gerade um. Der Bewegungsdrang steigt, die Lust auf frische Luft nimmt zu. Wird uns beides verweigert, wird die Laune immer schlechter. Während man sich eigentlich gut mit dem Winter abgefunden hat, sagt der Körper jetzt: Her mit der Wärme, ich will raus.

Das lange Wochenende scheint jetzt doch mehr oder weniger ins Wasser zu fallen. Vielleicht verabschiedet sich die Kaltfront aber ja doch schneller, als es die Meteorologen vorhersagen. Körper und Geist wollen zu ihrem Recht kommen. Und nach dem Start der Sommerzeit mit all seinen Folgen wäre es wirklich wünschenswert, wenn es so wäre. Man könnte sich einige Aufregung und Tränen sparen.

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Die Attacke der Sirenen

Das Wochenende war eigentlich gar nicht so schlecht – der gestrige Sonntag allerdings wird in die Familiengeschichtsbücher eingehen. Die Kinder haben gestern so viel geheult und geschrieen wie noch nie – das ist ein gefühlter Wert.

Alles wurde zum Anlass genommen, um daraus ein Drama zu machen. Jede Kleinigkeit. Dazu kam auch noch Pech, wie der eine oder andere Sturz mit Bagatellverletzung. Ich habe mit anderen Elternteilen kommuniziert – sie haben von ähnlichen Phänomenen berichtet.

Was war Schuld? Ich bin zu allerletzt ein Verschwörungstheoretiker. Tatsache aber ist, dass in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Sommerzeit begonnen hat. Die Uhren wurden eine Stunde vor gedreht. Als Marc noch sehr klein war, noch keine zwei Jahre alt, hatte das auch furchtbare Auswirkungen auf seinen Rhythmus. Er ist einen ganzen Sommer lang selten vor 22 Uhr eingeschlafen (allerdings hat er zu jener Zeit noch ausgiebige Mittagsschläfchen gehalten).

Jetzt bleibt nur die Hoffnung, dass sich das ganze schnell wieder einpendelt. Ich bin ja heute wieder im Büro gewesen und bin dort von Kindergeschrei und -geheule verschont gewesen. Aus Sicherheitsgründen habe ich auf einen Anruf zu Hause verzichtet.

Bei allem Kummer wegen der Sommerzeit. Nun genieße ich sehr, dass ich nach Hause fahre und die Sonne noch scheint – und dass sie es noch eine Weile tun wird.

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Technik für Kids

Ich hatte es schon länger einmal vor – und gestern haben wir dann tatsächlich einen Ausflug in das Landesmuseum für Technik und Arbeit (es heißt jetzt offiziell Technoseum) in Mannheim gemacht. Das Fazit vorweg: Das Museum macht wirklich Spaß. Man kann viel erleben. Webstühle und Papiermühle kann man bei Vorführungen auch einmal in Action sehen. Die zwei Elementa-Bereiche laden nicht nur die Kinder zum Mitmachen ein.

Von technik und verkehr

Allerdings macht die Preisstaffelung schon deutlich, dass unsere Buben eigentlich noch etwas zu jung für das Museum sind. Erwachsene zahlen derzeit 6 Euro, Kinder ab 6 zahlen 4 Euro, jüngere Kinder zahlen nichts. Trotzdem: Auch kleinen Entdeckern kann man versuchen, einige Gesetzmäßigkeiten näher zu bringen. Der Rundgang startet auf der obersten Etage und hält dort sofort den ersten Elementa-Bereich bereit. Dieser ist dann auch im Vergleich zu Elementa 2 eher etwas für die Kleineren. Hier geht es vor allem um Mechanik und Optik. An Flaschenzügen kann man deren Wirkung austesten. In einem Vakuumrohr kann man sehen, dass eine Kugel unter diesen Konditionen genauso schnell fällt wie eine Feder. Das hat auch bei Marc und mit Abstrichen bei Tom für Verblüffung gesorgt. Mitmachmuseen sind einfach super.

Der Industriellen Revolution und der Entwicklung der Technik, die sich im Laufe der Jahre der Mensch immer mehr zu Nutzen gemacht hat, ist das ganze Museum gewidmet. Immer ist der Blick auf Erfindungen und Forschungen aus dem Ländle gerichtet. So wurden auch Werkstätten und Arbeitsplätze originalgetreu rekonstruiert, um den Besuchern die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen in den vergangenen Jahrhunderten (be-)greifbar zu machen.

Dampfkraft und Elektrotechik sind der Schwerpunkt von Elementa 2. Ganz interessant war, dass Marc und Tom die Leitfähigkeit von verschiedenen Materialien ausprobiert haben. Sie haben offenbar E-Technik im Blut. Kein Wunder: Schließlich ist der Opa Elektriker und der Onkel E-Technik-Ingenieur. Im Moment befindet sich die Elementa 3 im Aufbau. Dort sollen große und kleine Besucher künftig auch einen Blick in die Zukunft werfen können.

Leider sind wir erst am Nachmittag in das Technoseum aufgebrochen. So musste wir uns ein wenig beeilen. Das Museum hat täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Beide Zeitpunkte sind etwas früh gewählt. Wenn die Kinder größer sind, dann lassen sich bestimmt auch halbe Tage in dem Museum verbringen. Es gibt Pausenzonen, in denen man sich stärken kann. Auch Geburtstage kann man dort feiern. Das Technoseum ist ein absoluter Ausflugstipp – vor allem für Eltern mit schulpflichtigen Kindern.

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Ich werde Papa…

ich_werde_papaEs lässt sich nicht viel länger verbergen, es gibt einen neuen Lebensabschnitt und ich kann mich nun darauf einstellen: „Ich werde Papa.“ Damit bekommt „Clip“ nun einen Co-Blogger, der ganz vorn beginnt – in einer Zeit, an die sich einige zurückerinnern – oder die sich wiederum andere noch gar nicht vorstellen können. Hier kommt also mein Outing, mein Starter-Beitrag und damit die Teilnahme an meinem dritten Blog, das ich schreibe. Lebensabschnitt 2.0 sozusagen.

Die Reaktionen fallen bislang allesamt positiv aus, es sind aber auch einige dabei, dir mir mindestens zu denken geben. „Genießt die Zeit, ihr werdet nie wieder für euch sein“, sagt der eine. „Tja, dann heißt es ja jetzt Nestchen bauen“, die andere. Einige vermuten einen „Unfall“, andere sind sich sicher, dass „das“ geplant war. Mein Highlight aber bislang lautete: „Dass es aber bloß nicht unehelich wird.“ Fein, fein. War ich doch Messdiener, weiß um diverse Konventionen und Herausforderungen und muss mich erst einmal über ganz grundsätzliche Dinge schlau machen.

Angst vor Schwörern vor der Tür…

Die Frauenärztin verriet uns: Zu 85 Prozent wird’s ein Junge. Das wäre auch meine Präferenz. Ich hoff‘ natürlich, dass im Falle dessen der Junge auch zu 100 Prozent ein selbiger wird. Mich persönlich würd’s freuen, kann ich mir doch Besuche bei Borussia Dortmund, Carrera-Bahn-Kaufen, gemeinsam Basketball zocken oder das erste gemeinsame Bier mit dem Pubertierenden viel besser vorstellen als Barbies, Kleidchen diskutieren, Zickenalarm oder 15-jährige Schwörer, die plötzlich vor der Tür stehen und mit dem 12-jährigen Töchterlein ***ich will’s mir gar nicht ausmalen*** „ausgehen“ wollen. Wobei mir ein Vertauter dann aber auch sagte: „Was meinste, wie schön das ist, wenn das kleine Töchterchen den Papa anhimmelt.“ Nun – davor hab ich eher Respekt, wie soll ich denn da etwas verbieten können?

Noch ein schönes Zitat von meinem Ex-Chef, der gerade zwei weibliche Zwillinge aufzieht: „Jungs kriegen Jungs – und Männer machen Mädchen.“ So langsam füllt sich das Repertoire für ein Gedankenbuch zur Schwangerschaftsvorbereitung für angehende Väter…

Aber egal für welches Geschlecht es sich nun entscheiden wird: Ich freu mich auf die Zeit natürlich sehr. Für mich ist’s alles noch sehr schwer vorstellbar – kaum fassbar – und meistens denk ich mir: „Mann, muss das langweilig sein, wenn man neun Monate lang gar nix sehen kann und gar nicht weiß, wie’s da draußen so abgeht.“

Von der Idee mit Passion Papa und dem Papablog wusste ich schon zu einer Zeit, als ich mich selbst nie als Autor gesehen hätte. Jetzt war’s einer meiner ersten Gedanken, mich hier zu beteiligen und meine Bewerbung wurde angenommen. Merci. Und daher werde ich mit euch in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten hier einige meiner Gedanken teilen – und Passion Papa hoffentlich im ein oder anderen Falle etwas bereichern. Auf jeden Fall freue ich mich über jeden Tipp, hilfreichen Hinweis, denn ich bin ein Neuling in der Sache, ein Rookie, ein Greenhorn, Frischling und absoluter und blutjunger Anfänger. Mit meinen zarten 36 Lenzen*.

Übrigens: Ich brauch noch ein gutes Buch für angehende Väter. Irgendwie häuft sich in unserer Wohnung** ein Turm von Mutter-Büchern und Zeitschriften – selbst die Zeitschrift „Eltern“ ist schon dabei. Aber für mich persönlich fehlt’s noch an Lektüre. Und wenn einer was weiß, freu ich mich über einen Kommentar…

So long…

*noch’n comment: „Naja, das Alter habt ihr ja dafür“
**die es in diese Form noch gar nicht gibt, wir wohnen noch getrennt und sind auf der Suche in Düsseldorf nach einem gemeinsamen Heim und über Hinweise dankbar

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