Ich hatte es schon länger einmal vor – und gestern haben wir dann tatsächlich einen Ausflug in das Landesmuseum für Technik und Arbeit (es heißt jetzt offiziell Technoseum) in Mannheim gemacht. Das Fazit vorweg: Das Museum macht wirklich Spaß. Man kann viel erleben. Webstühle und Papiermühle kann man bei Vorführungen auch einmal in Action sehen. Die zwei Elementa-Bereiche laden nicht nur die Kinder zum Mitmachen ein.

Von technik und verkehr

Allerdings macht die Preisstaffelung schon deutlich, dass unsere Buben eigentlich noch etwas zu jung für das Museum sind. Erwachsene zahlen derzeit 6 Euro, Kinder ab 6 zahlen 4 Euro, jüngere Kinder zahlen nichts. Trotzdem: Auch kleinen Entdeckern kann man versuchen, einige Gesetzmäßigkeiten näher zu bringen. Der Rundgang startet auf der obersten Etage und hält dort sofort den ersten Elementa-Bereich bereit. Dieser ist dann auch im Vergleich zu Elementa 2 eher etwas für die Kleineren. Hier geht es vor allem um Mechanik und Optik. An Flaschenzügen kann man deren Wirkung austesten. In einem Vakuumrohr kann man sehen, dass eine Kugel unter diesen Konditionen genauso schnell fällt wie eine Feder. Das hat auch bei Marc und mit Abstrichen bei Tom für Verblüffung gesorgt. Mitmachmuseen sind einfach super.

Der Industriellen Revolution und der Entwicklung der Technik, die sich im Laufe der Jahre der Mensch immer mehr zu Nutzen gemacht hat, ist das ganze Museum gewidmet. Immer ist der Blick auf Erfindungen und Forschungen aus dem Ländle gerichtet. So wurden auch Werkstätten und Arbeitsplätze originalgetreu rekonstruiert, um den Besuchern die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen in den vergangenen Jahrhunderten (be-)greifbar zu machen.

Dampfkraft und Elektrotechik sind der Schwerpunkt von Elementa 2. Ganz interessant war, dass Marc und Tom die Leitfähigkeit von verschiedenen Materialien ausprobiert haben. Sie haben offenbar E-Technik im Blut. Kein Wunder: Schließlich ist der Opa Elektriker und der Onkel E-Technik-Ingenieur. Im Moment befindet sich die Elementa 3 im Aufbau. Dort sollen große und kleine Besucher künftig auch einen Blick in die Zukunft werfen können.

Leider sind wir erst am Nachmittag in das Technoseum aufgebrochen. So musste wir uns ein wenig beeilen. Das Museum hat täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Beide Zeitpunkte sind etwas früh gewählt. Wenn die Kinder größer sind, dann lassen sich bestimmt auch halbe Tage in dem Museum verbringen. Es gibt Pausenzonen, in denen man sich stärken kann. Auch Geburtstage kann man dort feiern. Das Technoseum ist ein absoluter Ausflugstipp – vor allem für Eltern mit schulpflichtigen Kindern.

Flattr this!