Über das Wetter sollte man nicht all zu viel schreiben. Es ist eben da – man muss sich damit abfinden. Reden kann man und das macht man auch reichlich.

Jetzt verfasse ich aber doch noch einen Eintrag zum Wetter. Ich kann mich persönlich noch an keinen Winter mit derart viel Schnee bei uns im Flachland erinnern. Fast jedes zweite Wochenende konnte man auf dem Sträßchen neben unserem Haus Rodeln und viel Spaß mit den Kindern haben – hatten sie ihn doch auch.

Die Kehrseite der Medaille: Es hat an Sonne gefehlt. Die Kälte hat nicht gerade dazu eingeladen, viele Stunden draußen zu verbringen. Das Aufwärmen im Haus ist auch wichtig. Und wenn kein Schnee gelegen hat, war es entweder zu kalt für Outdoor-Aktivitäten oder zu nass. Fazit: Wir haben uns deutlich zu viel in den eigenen vier Wänden aufgehalten.

Jetzt, am Ende des langen Winters, merkt man das immer mehr auch am Geisteszustand aller Beteiligten. Körper und Geist stellen sich gerade um. Der Bewegungsdrang steigt, die Lust auf frische Luft nimmt zu. Wird uns beides verweigert, wird die Laune immer schlechter. Während man sich eigentlich gut mit dem Winter abgefunden hat, sagt der Körper jetzt: Her mit der Wärme, ich will raus.

Das lange Wochenende scheint jetzt doch mehr oder weniger ins Wasser zu fallen. Vielleicht verabschiedet sich die Kaltfront aber ja doch schneller, als es die Meteorologen vorhersagen. Körper und Geist wollen zu ihrem Recht kommen. Und nach dem Start der Sommerzeit mit all seinen Folgen wäre es wirklich wünschenswert, wenn es so wäre. Man könnte sich einige Aufregung und Tränen sparen.

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