MonthAugust 2010

3 Wochen vor der Geburt: Wir sind bereit…

Bei Baby Bellmann in Hilden bekommt man eigentlich alles, was man braucht. Das Konzept lockt werdende Mütter und Väter aus Düsseldorf, Köln, Essen, Mönchengladbach, Aachen und von weiter her an. Öffnen die Tore, werden hier Kinderwagen, Rässelchen, Wickelkommodenauflagen, Babybadewannen, Schnuller und ganze Schlafzimmer herausgetragen. Es ist Vorbereitungszeit. Dass hier nur wenige Kunden ein Lächeln auf den Lippen haben, liegt wohl daran, dass es hier einfach sehr stressig zugeht. Hamsterkäufe für’s Kind halt. Neben Baby Bellmann haben wir bislang Erfahrungen (und Einkäufe) bei Baby Kochs – dem Porsche unter den Babygeschäften in jeglicher Hinsicht – und Baby Walz, einem prall gefüllten und tendenziell etwas zu klein wirkenden Düsseldorfer Babyladen gemacht. Wer noch nicht so weit ist: Ihr werdet euch alle noch in derartigen Geschäften wiederfinden. Unser hilfreichstes Utensil dort war übrigens ein Stillkissen, das man schon lang vor dem Countdown exzellent zum Schlafen verwerten kann. Zumindest die Frau.

Für uns sind es nun noch genau drei Wochen, bis Mom und  Sprössling in spe „ausgezählt“ sind. Klingt so ein bisschen nach einem Boxkampf. Die Tasche ist gepackt – und steht in zwei Teilen bereit: Eine Tasche mit Dingen, die man unbedingt benötigt, darunter folgendes…

– Mutterpass, Versichertenkarte und Anmeldung
– für die Mom große Shirts, Pantoffeln, Labello, Zahnbürste, Zahnpasta, etwas zu Essen (das wurde uns mehrfach empfohlen)
– für das Wochenbett noch Nachthemden, einen Bademantel, Handtücher, duftneutrales Duschgel, Still-BHs, Geld und Lektüre
– Digicam!

Ich gehe übrigens in den ersten Tagen wahrscheinlich mit ins Krankenhaus und werde die ersten Nächte in einem Gemeinschaftszimmer mit den beiden verbringen – sofern eines frei ist. Das kostet 80 Euro die Nacht und bis auf die Tatsache, dass es dann wohl erst ein verspätetes Babypinkeln geben wird, freue ich mich auch darauf sehr.

Wir haben uns für die Uniklinik in Düsseldorf entschieden. Warum? Zum einen haben wir dort die Vorbereitungskurse besucht – einen Geburtsvorbereitungskurs in 8 Terminen und den äußerst hilfreichen Wickelkurs, in dem noch einmal erzählt wurde, wie man so ein Neugeborenes denn reinigt, wie man es anfasst, dass es in den ersten Tagen gut eingepackt werden muss, weil es erst nach ca. einer Woche in der Lage ist, seine Temperatur selbst zu regeln oder dass man kein Mineralwasser verabreichen sollte, sondern nur abgekochtes Wasser oder Fencheltee – und auch erst _nach_ dem Stillen. Gut – mit dem Stillen werde ich wohl eh nicht so stark involviert sein, hoffe ich. Aber wer weiß schon, dass man jeden Tag ca. sechs Mal wickeln muss… Zum anderen gibt’s hier eine Kinderklinik und wir möchten die bestmögliche medizinische Versorgung, falls mal etwas nicht rund laufen sollte. Aber viele haben auch von den Geburten im Marienhospital in Düsseldorf, in Kaiserswerth oder in Benrath geschwärmt.

Die vergangenen Wochen und Monate vergingen wie im Fluge. Aber nun sind wir bereit. Die wichtigsten Anschaffungen sind gemacht und heute haben wir auch noch eine Babybadewanne, Nabelkompressen, und einen Laufstall gekauft, der den Boden so erhöhen lässt, dass man den Kleinen in den ersten Wochen hineinlegen kann. Das haben wir uns bei einer ehemaligen Arbeitskollegin so abgeschaut. Danach folgte noch ein Ausflug zu DM, bei dem es hervorragend günstig und viele Utensilien gibt. Und ein Besuch im H&M – in der Babyabteilung. Dort gab’s zwar bis auf zwei Rolling-Stones-T-Shirts keine coolen Sachen – die hatten wir uns schon längst auf dem Babyflohmarkt in Oberkassel für 50 Cent je Strampler gesichert. Aber dafür konnten wir unsere fehlenden Kleidungsstücke ergänzen.

Vom Gefühl her bin ich zwiegespalten. Ich möchte natürlich jetzt bald wissen, was mich erwartet und wie _ER_ denn so drauf ist. Ich freue mich unglaublich. Gleichzeitig gibt es vorher noch so viel zu erledigen, was ich gern tun würde. Am besten wär’s ja, er käme „pünktlich“. Nicht einmal die Lohnsteuerkarte ist auf den Status „verheiratet“ umgeschrieben, obwohl auch das schon wieder über einen Monat her ist, dass wir Ja gesagt haben.

Neben den heutigen Einkäufen habe ich ein Babybett zusammengeschraubt und das Holz geölt. Das zeigt, dass ich mich nun doch ernsthaft vorbereite. Der Hersteller, Billi Bolli, war so nett, die Aufbauanleitung selbst ins Netz zu stellen. So ein Bettchen kostet normalerweise rund 200 Euro. Mein bester Kumpel hat die Einzelteile besorgt. Jetzt steht’s bereit und wenn das Holzöl eingezogen ist, wird die kleine Matratze bezogen. Mit so einem Beistellbett haben viele unserer Freunde gute Erfahrungen gemacht – und uns gefällt der Gedanke auch, dass das Kinderbett direkt neben unserem Bettgestell steht.

Milchpumpe aus Adolfs Zeiten

Milchpumpe aus Adolfs Zeiten

Die „sinnlosen“ Geschenke beginnen übrigens schon dann, wenn der Zögling noch gar nicht auf der Welt ist. Mein absolutes Highlight, auch wenn’s wohl eher spaßig gemeint war: eine Milchpumpe aus Adolfs Zeiten. Wir werden sie wohl bei Ebay oder auf dem nächsten Flohmarkt feilbieten.

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Dem Gigantosaurus ins Maul geschaut

Seit Anfang Juli hat das Frankfurter Senckenbergmuseum einen beachtlichen Ableger auf dem Güterplatz in Frankfurt. Dinosaurier, die ihren Ursprung im heutigen Argentinien haben, geben sich dort in der Ausstellung Gigasaurier die Ehre. Ganz besonders beeindruckend sind der Argentinosaurs mit 40 Meter Länge und der Gigantosaurus, der ob seiner Ausmaße in der Gruppe der Fleischfresser selbst dem Tyrannosaurus Rex den Rang abläuft.

Von Gigasaurier Frankfurt

Gemeinsam mit Marc und Tom haben wir uns die 22 Saurierarten, die in dem Zelt als Modell und in Skelettform präsentiert werden, angesehen. Tom ist mit seinen knapp vier Jahren noch etwas zu klein für die Schau der mächtigen Tiere. Für Marc (6) gibt es schon einiges zu entdecken und nachzuvollziehen.

Von Gigasaurier Frankfurt

Gestaltet ist die Ausstellung gewohnt professionell. Der begehbare Zeitstrahl stimmt gleich zu Beginn gut auf das Kommende ein. Er hilft, das Alter der Exponate einzuordnen. Das Licht trägt viel zu der insgesamt bedrohlichen Atmosphäre bei. Die Infotafeln sind aufgrund der Düsternis nicht ganz einfach zu entziffern. Stündlich wird im Hauptraum, in dem sich der Argentinosaurus und der Gigantosaurus befinden, eine Ton-Licht-Schau zelebriert, die ich persönlich etwas schwach fand. Tom hat nach einer Minute sehr wohl angemerkt, dass man ihm Angst mache. Zu einem wirklichen Problem hat sich das Ganze aber nicht entwickelt – auch nicht in Form von Albträumen in der darauffolgenden Nacht.

Von Gigasaurier Frankfurt

Ein Film zeigt, wie die Ausgrabungsarbeiten ablaufen und welche Bedeutung die Arbeit im Labor für die korrekte zeitliche Einordnung der Funde hat. Marc hat sich den FIlm angeschaut, Tom hat er nicht interessiert. Das Buddeln im Sand, um Dinsaurierknochen freizulegen, und das Puzzeln hat beiden einigermaßen Spaß gemacht.

Im Rückblick betonen beide, dass es ihnen gut bei den Dinos gefallen hat. Die Website der Ausstellung bietet noch einige Gelegenheit, um das Gesehene aufzuarbeiten. So kann man beispielsweise Ausmalbilder als PDF herunterladen. Der Eintritt zu Ausstellung kostet für Erwachsene 12 Euro, Kinder von 4 bis 14 Jahren zahlen 6 Euro. Es gibt zudem Familientickets und Kombitickets, wenn man auch noch das Senckenbergmuseum besuchen möchte. Günstig ist das Ganze insgesamt nicht. Die Giganten aus Argentinien sind noch bis zum 9. Januar am Güterplatz in Frankfurt zu sehen.

Von Gigasaurier Frankfurt

Fotografieren ist übrigens ausdrücklich erlaubt. Ich habe die Bilder für diesen Beitrag in bedrohliches Rot getunkt, nachdem ich die Fotos entsättigt und leicht nachbearbeitet habe.

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