Aufbau mit der NWOBHM

Wahnsinn, dass die zwei Monate Elternzeit so rasend schnell vorbei gerauscht sind. In den vergangenen Wochen habe ich mich bewusst zurückgehalten mit dem Bloggen. Es war eine intensive Zeit, nicht ohne Probleme. Allerdings habe ich sehr viel Zeit mit den Kindern verbracht. Ich habe Noras erste mutige Schritte live erlebt – und nicht nur erzählt bekommen. Die Einschulung von Marc und seine ersten zwei Wochen in der Schule habe ich entspannt begleitet. Toms Kindergartensommer hat auch interessante Facetten gehabt. Es war im Rückblick wirklich eine großartige Zeit. Außer Familie und Fotografieren sowie einigen Kleinigkeiten, die rund ums Haus zu erledigen waren, habe ich nicht sehr viel gemacht – und das ist und war auch gut so.

Jetzt kehrt der Alltag ein. Die Umstellung für das Team zuhause dürfte weit heftiger ausfallen als bei mir. Gestern war mein erster Arbeitstag. Computerprobleme, geistige Verwirrung und viele nette Gespräche. Ab heute sollte die alte Ordnung wieder hergestellt sein. Mal sehen.

Mit einem Rückgriff auf die vergangenen Wochen, der sehr unspektakulär scheint, möchte ich die Einträge hier wieder aufnehmen. Es geht mal wieder um Musik. Ich bin in dieser Hinsicht ja mehr so der passive Typ.

Außerdem bin ich auch ganz gern zuhause. Da kam es dann vor einigen Tagen dazu, dass ich die Kinder hütete, während die Frau einen abendlichen Abstecher in Kultur machte. Und was macht der Mann so, wenn er allein mit den Kindern daheim ist. Er schaut fern und sitzt am Computer. Wenn man schon nicht rausgeht, dann könnte man doch ein wenig shoppen. Der Zufall wollte es, dass zwei herausragende Metal-Acts ihre neuen Werke präsentierten. Und von diesen möchte ich nun kurz berichten.

Ich erinnere mich noch ganz gut an einen Abend, den ich zusammen mit guten Freunden in der Darmstädter Centralstation verbringen durfte. Es ist schon einge Jahre her, dass die Teufels-Cellisten von Apocalyptica dort das Haus rockten. Die Buben haben unglaublich performt. Zwischenzeitlich war ich dann nicht so ganz nah dran an den Projekten des Quartetts. Doch jetzt haben sie „The 7th Symphony“ auf den Markt gebracht – und ich bin total begeistert. Hervorragende Rocksongs, unterstützt von verschiedenen Sängern, sind auf der CD gelandet. Mal wirken die Celli im Verborgenen, vor allem bei den ruhigeren Nummern aber drängen sie in den Vordergrund. Herrlich, abwechslungsreich, mitreißend. Die Special Edition beinhaltet noch eine Live-DVD mit einigen Unplugged-Versionen der neuen Songs, die im Sibelius-Institut in Helsinki aufgezeichnet wurden. In der Centralstation wird es die Buben leider nicht mehr zu sehen geben. Vielleicht klappt es ja aber doch, ein Konzert in der Nähe zu besuchen.

Von passionpapa

Ganz sicher sind bei der kommenden Tour Iron Maiden fällig. Die Götter der New Wave of British Heavy Metal (NWOBHM) sind zurück – und knüpfen für mich mit „The Final Frontier“ ganz klar an die Klassiker aus den 80ern an. Allenfalls das Instrumentalintro ist nicht ganz nach meinem Geschmack. Ansonsten jagt ein Brett das nächste. Bruce Dickinson holt wieder Unglaubliches aus seiner Stimme heraus. Die dreistimmigen Gitarrenriffs direkt aus der Box gehen einem durch Mark und Bein. Die Qualität der Rhythmussektion Steve Harris und Nicko McBrain muss nicht im Detail erläutert werden. Das Songwriting ist im Vergleich zu den nicht immer sehr überzeugenden Vorgängeralben deutlich besser geworden. Die Nummern setzen sich rasch in den Gerhinwindungen fest. Wenn man es so gut könnte, würde man am liebsten mit Bruce um die Wette shouten.

Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass eine Band, die scheinbar ihre beste Zeit bereits lange hinter sich hat, dazu taugt, einen ordentlich aufzubauen und für die kommenden Herausforderungen zu motivieren. Eddie sei dank, haben es die Altrocker von Iron Maiden tatsächlich geschafft. Und: Die Kinder, allen voran die begeistert und begeisternd tanzende Nora, haben auch ihren Spaß mit den Rock-Opas.

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1 Comment

  1. Sehr schön. Ich mag’s kaum sagen, aber ich hab nach unserem Umzug meine Stereoanlage noch nicht wieder angeschlossen. Das war bislang immer das _allererste_ 🙂 Ich freu mich übrigens auch auf meine „Elternzeit“, wobei ich das Gefühl habe, dass mir dann solche Rock-Abende nur selten zuteil werden…

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