In den ersten Tagen, da unser kleiner Mann nun daheim ist, hat sich das Leben stark verändert. Was ich nicht wusste, ist dass ein Baby in den ersten vier Wochen so wenig kann – es kann weder lächeln noch seine Ärmchen beherrschen. Auch dem dem Gucken ist es noch nicht weit her. Gehört habe, ich dass ein Baby 25 Zentimeter weit sieht. Was es erkennt und ob es Mom von Dad unterscheiden kann? Ein Rätsel.

Einzig und allein meldet es sich, wenn es Hunger hat oder Langeweile. Das Stimmchen ist in den ersten Tagen noch ganz zart – und man denkt beim „Schreien“ – och, das ist ja nicht so laut. Nun das ändert sich schnell, denn Baby nimmt nach jeder Still-Einheit zu, wird kräftiger und weiß auch sein Stimmchen besser einzusetzen. Liebe Nachbarn, kauft euch jetzt schon Ohrenstöpsel, ich habe da eine Ahnung…

Gestern stand der erste Großbesuch an. Die Oma und Cousine waren da, der beste Freund mit seiner Frau und seinem Einjährigen. Und bei dem ganzen Trubel hatte der kleine eines vergessen: Das Essen. „Mann ist der lieb“, hieß es. Und heute Nacht bekamen wir dann die Quittung. In den ersten Nächten hatten wir noch von Mal zu Mal gedacht, er könne ja jetzt bald durchschlafen… Pustekuchen.

Unser Henning hat sich heute Nacht jedenfalls beständig alle zwei Stunden gemeldet. Kräftig, laut, nervraubend. Und zwischen jeder Stilleinheit wird dann gewickelt. Das ist dann – immer wenn der Papa da ist – meine Aufgabe. Ich mache das wider Erwarten eigentlich ganz gern. Bzw. „wir“ kommen dabei ganz gut klar, wenn ihm nicht gerade einfällt, genau in der Wickelpause zu pieseln. Unser Equipment: Eine Pampers, einige nicht parfümierte Einmal-Papierwaschlappen, ein Stofffetzen, den ich in die Pampers lege, damit der Po nicht wund wird und bei Bedarf etwas Wundsalbe. Einmal runderneuert, geht das zarte Päckchen dann wieder zurück zur Mom. Und irgendwie fühlt man sich dann, als habe man als Mann einen kleinen Beitrag in dem großen Baby-Alltag geleistet. Also gut.

Schlafen, Schreien, Futtern, Wickeln. Die ersten Tage haben eine feste Routine. Die Nächte auch...

Schlafen, Schreien, Futtern, Wickeln. Die ersten Tage haben eine feste Routine. Die Nächte leider auch...

Es sind sehr elementare Dinge, die Baby praktiziert. Essen, Schlafen, Pubsen, Schreien. Aber eines beherrscht Baby perfekt: Sich genau in dem Moment zu melden, in dem man eigentlich gerade etwas anderes machen möchte – ein wichtiges Telefonat zum Beispiel. Und auch noch etwas läuft bislang beständig prima: Immer wenn Besuch da ist, dann gibt sich Baby als friedlichster Erdenbürger der Welt.

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