Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wie ich mich gefühlt habe, als ich den ersten Gang in die Schule nach den Ferien absolvierte. Überhaupt habe ich an die Grundschulzeit kaum noch Erinnerungen. Im Gedächtnis geblieben sind mir eigentlich nur miese Ereignisse, die ihren Schauplatz allerdings abseits vom Schulhof hatten. Einmal wurde mir beim Fußballspielen von einem Kombattanten die Nase blutig geschlagen. Man hat mich aufs heimische Sofa geleitet, und mich erstversorgt. Gebrochen war wahrscheinlich nichts.

Gerade sind in Hessen die Herbstferien zu Ende gegangen. Marc musste also das erste Mal in seinem Schulleben wieder nach den Ferien in die Schule. Eigentlich macht es ihm nichts aus, in die Schule zu gehen. Er kommt mit den wesentlichen Kindern in der Klasse aus. Die Lehrerinnen sind auch beliebt. Der Lernstoff fordert – und das ist zumindest im Moment mit viel Spaß verbunden.

In den vergangenen Tagen haben wir den Neueinstieg in den Alltag eigentlich nicht sehr oft thematisiert. Gestern Abend beim Essen habe ich das Thema kurz angeschnitten. Das Bedauern der Tatsache Ferienende hat sich doch deutlich im Gesicht gezeigt.

Heute morgen war dann alles okay. Die Schritte gen Lehranstalt waren bestimmt und flott – und doch waren wir beim Betreten der Schule zögerlich. Anders als sonst üblich war es willkommen, dass ich noch bis zum Klassenraum mitgekommen bin. Doch dann galt es, die Schwelle zum Alltag endgültig zu überschreiten. Begeisterung sieht anders aus. Gleich erfahre ich, ob sich das Blatt schon am ersten Schultag nach den Ferien wieder gewendet hat.

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