MonthDezember 2010

Silvester mit Kids

Lieber Einzelhandel, leider kann ich Deine Umsätze mit Feuerwerkskörpern zu Silvester nicht steigern. Ich finde nichts sinnloser, als Kohle für diesen Zweck aus dem Fenster und auf die Straße zu werfen.

Böller sind ja etwas zutiefst Männliches, um das Ganze mal auf eine geschlechtsspezifische Ebene zu heben. Dennoch geht diese ganze Ballerei und das Abschießen zweifelhafter Raketen mit noch zweifelhafteren Effekten total an mir vorbei.

Zudem: Für kleine Kinder ist das Gebombe für Arme nicht wirklich ein Spaß. Wir handhaben Silvester wie jeden anderen Tag. Die Kinder gehen um 20 Uhr, vielleicht euch ein wenig später (es sind ja Ferien), ins Bett. Und dann hoffen wir, dass das Geballer nicht allzu heftig ausfällt und die Kinder so tief schlummern, dass sie die ersten Minuten und vielleicht Stunden des Neuen Jahres verschlafen. Die Kinder haben ganz natürlich Angst vor dem nächtlichen Schießen. Sind sie schon etwas größer, kann man es in seinen Erklärungen mit Vernunft probieren. Sind sie noch kleiner, dann hilft nur Trösten – und wenn man Glück hat, dauert es keine Stunden. Wenn man dann die nächtliche Arbeit hinter sich hat, beginnt die nächste Hoffnungsphase: Hoffentlich sind die Kinder nicht schon wieder um 6 Uhr wach. Dann ist der Start ins Neue Jahr nämlich ordentlich verkorkst – und zwar für alle Beteiligten.

Natürlich sehe ich den Tag kommen, an dem unsere Kinder Böller toll finden. Und natürlich werde ich ihnen den korrekten Umgang damit beibringen. Aber ich bin um jedes Jahr froh, in dem mir dieser Teil von Know-how-Transfer erspart bleibt.

Lieber Einzelhandel, hab‘ jedoch keine Angst. Ich werde das gesparte Geld anderweitig zum Konsumieren nutzen.

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Eintritt in die Beikostreife: Wenn der Löffel ins Spiel kommt…

Wenn man Papa wird, steht man gleich vor mehreren Herausforderungen: Wem – außer dem Bekanntenkreis und dem Finanzamt und dem Einwohnermeldeamt und der Kindergeldstelle – soll man denn von der Existenz des Sprösslings verraten? Schon in der Klinik wird man mit Gutscheinen und Geschenken überhäuft – die man bekommt oder attraktive Nachlässe erhalten kann, wenn man denn nur seine Adresse preisgibt.

Nun, man ist ja auch an Wissenswertem interessiert und so habe ich gleich mehrere Newsletter aktiv abonniert. Wohlwissend, dass man damit Werbung-Empfänger wird. Manchmal will man das ja auch. Ganz vorzüglich fand ich bislang den Hipp-Newsletter, der gleich in der zweiten Woche die richtigen Links zu Formularen für’s Kindergeld mitgeschickt hat. Bei Pampers gibt’s Rabatte und ein Shirt, wenn man sich im Babyclub anmeldet – ähnlich sieht das bei Milupa, Nestle oder Hipp aus. Und so langsam werde ich nun für das Thema „Kindernahrungsprodukte“ sensibilisiert. Den heutigen Newsletter mit dem Betreff „Langsam kommt der Löffel ins Spiel“ – möchte ich einmal ein bisschen auseinandernehmen…

„Mit etwa vier Monaten erlischt der Saugreflex und  langsam, ganz langsam kann es Zeit für Beikost werden“, heißt es. Na das macht mich erstmal besorgt: Der Saugreflex erlischt? Kann ich gar nicht glauben.

…und weiter: „Für manche Babys wird jetzt eine Ergänzung sinnvoll. Je nach individuellem Entwicklungsstand des Babys reicht die Milchnahrung oder das Stillen nach dem 4. bis 6. Monat alleine nicht mehr aus. Denn Babys wachsen in dieser Phase sehr schnell. Ernährungsexperten empfehlen dann die Erweiterung des Speiseplans um Gemüse-Fleisch-Mahlzeiten. Das sind die typischen Anzeichen für Beikostreife.“

Beikostreife???? 🙂

Kochen für Babys

Kochen für Babys

Wir haben uns im ersten Schritt ein Büchlein zugelegt: Kochen für Babys und in diesem steht, dass das Selbst-Kochen nicht nur günstiger ist, sondern auch gesünder für die weitere Entwicklung sein soll. Die Begründung: In Fertignahrung sind sehr viele Stoffe enthalten, die lange satt machen und dazu viele Zuckerbestandteile. Und dadurch wird das Essverhalten auch für das spätere Leben geprägt.

Nun bin ich sehr gespannt auf Erfahrungen von Eltern, die den einen oder anderen Weg gegangen sind. Fertigkost oder Selbstgekochtes? Und natürlich darauf, wann eure Sprösslinge in die Breireife eingetreten sind. Dass es bis zur Geschlechtsreife noch einige andere Reifestufen gibt, war mir allerdings bislang unbekannt. Aber das soll ja nichts heißen 🙂

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Dann wandern Sie doch aus, Frau Weiguny!

Ich finde es wirklich großartig, wenn sich Akademiker dafür entscheiden, auch mal mehr als ein oder gar zwei Kinder in die Welt zu setzen. Ich finde es auch großartig, dass Bettina Weiguny von der FAS drei Kinder hat. Gefallen kann mir nicht, dass die FAZ seit Monaten, ja eigentlich seit Jahren, gegen das Elterngeld wettert.

Frau Weiguny lässt sich darüber aus, dass es Leute gibt, die sich mit den 3600 Euro (in einzelnen Fällen kommen übrigens noch Zulagen hinzu) zwei Monate Urlaub in weit entfernten Destinationen gönnen. Ich finde das auch nicht sinnhaft, allerdings hätte ich mir solche Eskapaden auch nicht leisten können. Normal verdienende Menschen mit einem spießigen Leben wie ich, müssen nämlich Rücklagen bilden. Dazu kommen noch die Gehaltseinbußen durch Reduzierung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld (falls vorhanden). Dem zu versteuernden Einkommen wird das Elterngeld auch noch hinzugerechnet, Frau Weiguny. Dann ist die Belastung für die armen Steuerzahler, die die Familien an dieser Stelle unterstützen, auch nicht mehr ganz so arg.

Natürlich haben wir unser drittes Kind nicht wegen des Elterngeldes bekommen. Da bin ich völlig bei der Autorin des FAS-Beitrags „Elterngeld zeugt keine Kinder“. Wenn das Elterngeld aber dazu beiträgt, dass das Klima pro Kind in unserer Gesellschaft besser wird, dann lohnt es sich allemal. Es ist doch immer noch so, dass der Großteil der Arbeitgeber es nicht so gern sieht, wenn seine männliche Fachkraft um die Auszeit bittet. In der Wirtschaft, die ein Spiegelbild der Gesellschaft ist, herrscht Familien- und Kinderfeindlichkeit. Wie kann man dieses Thema denn in den Griff bekommen, FAZ, FAS und Frau Weiguny?

Und dabei sind es gerade auch Menschen mit Familie, die eine große Leistungsbereitschaft haben und sehr produktiv sind. Leider kann man das nicht in Zahlen fassen wie das Elterngeld und die Kosten, die die arme Gesellschaft zu schultern hat, um etwas wie Familie zu fördern.

Frau Weiguny ist nicht mehr bereit, den gut Verdienenden ihren Urlaub nach Niederkunft zu finanzieren. Da bleibt nur Auswandern oder weiter Stimmung gegen das Elterngeld zu machen, bis sich eine Regierung findet, die es wieder abschafft. Ich glaube, wir haben andere, dringlichere Probleme

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Lernspaß mit Vampir Freddy

Ich hatte ja schon erwähnt, dass ich ein Fan von Videospielen bin. Damit ist auch klar, dass unser Nachwuchs auch an das Thema herangeführt wird. Meine Mario-Storys sind ja möglichicherweise schon gelesen worden.


Heute will ich mich einem anderen Thema widmen: Lern-Software. Wer nämlich noch auf der Suche nach guter Software für die Spielekonsole Wii ist, dem sei die Serie „Lernerfolg Grundschule“ von Tivola ans Herz gelegt. Ich finde, dass die Titel der Serie sich sehr gut als Weihnachtsgeschenke eignen. Man kann sie guten Gewissens seinen Kindern oder Enkeln schenken.

Marc hat bereits die Folgen Deutsch und Mathematik getestet. Begleitet werden die kleinen Spieler von Vampir Freddy. Nach der Sprachauswahl (es stehen neben Deutsch auch Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Türkisch zur Auswahl) und dem Anlegen eines Profils, dem dann auch die Spielfortschritte zugeordnet werden, wird die Klassenstufe gewählt. Die Spiele bleiben also ganze vier Jahre aktuell – das ist ein großer Pluspunkt.


Es gibt jeweils mehrere Themenbereiche. In Mathematik sind es für die 1. Klasse unter anderem: Zahlen zerlegen, Addition, Subtraktion und Rechnen mit Geld. In Deutsch sind es – ebenfalls für die 1. Klasse – beispielsweise: Alphabetisch ordnen, Lesen und Schreiben, Wie klingen Wörter? und Was reimt sich?.

Dann startet die eigentliche Herausforderung in Form einer Aufgabenreihe. Für die ganz Kleinen handelt es sich teilweise schon auch um eine Geduldsprobe. Konzentration und Aufmerksamkeit sind gefordert, bis am Ende einer Sequenz die Beurteilung der Leistung in Form von Sternen erfolgt. Wer keinen Fehler gemacht hat, erhält drei Sterne. Ansonsten gibt es Abzüge.

Die Anzahl der Sterne entspricht auch einem gewonnenen Zeitkontingent für jeweils drei unterschiedliche Mini-Spiele, in denen auch Vampir Freddy zum Einsatz kommt. In der Mathematik-Variante heißen die Spiele Hindernis-Grand-Prix, Geisterstunde und Puzzlefieber. In „Lernerfolg Grundschule: Deutsch“ heißen die Lockerungsspiele Hindernisexpress, Sargboxen und ebenfalls Puzzlefieber. Recht schnell können die Kinder erfassen, worum es bei den Spielen geht. Auch Videospiel-Neulinge dürften hier keine Probleme haben.

Der Spiel- und Lernfortschritt ist für die Eltern auch einzusehen, wenn sie das Spiel nicht die gesamte Zeit mitverfolgen. Die Statistiken geben Aufschluss.

Die von uns getesteten Spiele der Reihe bekommen von mir 8 von 10 möglichen Punkten. Abstriche gibt es dafür, dass die einzelnen Aufgabensequenzen zum Teil zu lang sind. Man muss die Kinder, vor allem die Kleinen, von außen motivieren, damit sie dran bleiben. Es fehlt eine Angabe, wie lange es noch dauert, bis eine Sequenz abgeschlossen ist. Ansonsten gibt es meines Wissen keine vergleichbar guten Lern-Programme für die Wii. Ein großer Pluspunkt ist die lange Einsatzfähigkeit für die Software, die rund 40 Euro kostet. Das Geld ist gut angelegt.

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Babymode: Praktisch, schön, teuer oder von allem etwas?

Am Anfang war der Babyflohmarkt, da war unser Sohn noch gar nicht auf der Welt. Söckchen für 50 Cent, einen Strampler für einen Euro. All das gab es gut, günstig und in ausreichender Zahl in Oberkassel zu erstehen. Und als wir das kleine Würmchen (man verzeihe mir diese Allgemein-plätzige Wortwahl) dann bei uns auf dem Wickeltisch lag, stellten wir fest, dass nicht alles gut ist, was günstig erscheint. Das gilt aber auch für die teureren Stücke.

Can't help being so cute - Babypulli von H&M

Can't help being so cute - Babypulli von H&M

Für uns heißt es daher seitdem: Gleichgültig, was es kostet, Hauptsache praktisch. Das schützt uns nicht vor Enttäuschungen, wie ich in meiner neuen styleranking-Kolumne „Baby-Style“ in meinem Blog styleranking reflektiert habe. Ein Strampler von Ernstings Family schien unseren Erwartungen zu entsprechen, sitzt aber nicht vernünftig. Auch mit H&M haben wir schon die ein oder andere schlechte Erfahrung gemacht. Mütze und Handschuhe – super süß und einfach schlecht geeignet. Baby schwitzt darin, die Mütze rutschte ständig in die Augen.

Das ist kein generelles Urteil, wir suchen einfach sehr viel und werden ehrlich gesagt nur selten fündig. Ein Positivbeispiel ist übrigens der hier im Foto gezeigte Pulli – ebenfalls von H&M, den wir sehr lieb gewonnen haben. Und in Kombination mit der Jeans mögen wir wirklich hier von „Baby-Style“ sprechen.

Zur Verwunderung der Verwandschaft trägt unser Kleiner jetzt schon Jeans – und zwar mit einem Baby-gerechten Bündchen, das dem ähnelt, wie auch Schwangerschaftshosen designt sind – und zwar sehr elastisch.

Doch generell gilt für uns: Praktisch geht vor Preisempfinden.  Und dann wär’s schön, wenn’s auch noch nett ausschaut. Zum Glück haben zwar unsere Verwandschaft und wir auch ästhetischen Anspruch an die Outfits unseres Kindes – aber er selbst natürlich noch nicht. Was sich schnell ändern dürfte, wenn wir den Erfahrungsberichten befreundeter Eltern vertrauen…

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Eine aufregende Woche: U4, Fotoshooting und das erste Sitting – örö!

Baby's erstes Sitting...

Baby's erstes Sitting...

Unser Sprössling ist nun drei Monate alt und wächst und gedeiht. In der vergangenen Woche gab’s einige Highlights, die nun völlig neu für den kleinen Mann waren. Schöne und weniger angenehme Dinge. In der U4 standen die ersten Impfungen an. Pieks in den rechten Po, ein kurzes empörtes und schmerzverzerrtes Aufschreien, das uns innerlich wohl mehr weh tat als Baby die Impfnadel. Dann ein weiterer Pieks in den linken Po. Und das zweite Bäh…

Ansonsten erlebt der Dreikäsehoch seine Umwelt immer aktiver und mag gar nicht mehr herumliegen, sondern liebt es, wenn er getragen wird und Dinge entdecken kann. Dass er nun auch seine ersten Kommentare von sich gibt, freut uns sehr – wenngleich die Konversation doch relativ simpel ausfällt. Er sagt Örö, wir sagen örö. Er sagt Ögl, wir sagen: Ja! Ögl! Auf einige Worte reagiert Baby nun mit einem Lachen. Er mag I-Laute – wie zum Beispiel „Mi“ – oder ganz seltsame Worte wie „Abschussliste“. Beim Wort Abschussliste hat sich Baby in dieser Woche sogar einen kleinen Lach-Flash geholt und sich regelrecht kaputtgelacht.

Nur beim Fotoshooting bei Baby Kochs gab’s gar nichts zu lachen. Obwohl die Fotografin beim Termin alles unternahm, um Baby ein Lächeln auf’s Gesicht zu zaubern, auf unser Anraten hin ständig Mi-Mi-Mi-Mi rief und auch sonst einige Handstände vollbrachte, zeigte sich Baby unbeeindruckt und schaute sich zwar akribisch die kitschigen Weihnachtsdeko-Gegenstände an, die dort herumlagen – aber ein Lächeln blieb uns und der Fotografin verwehrt. Die Weihnachtskarten werden mit grinsenden Eltern und einem skeptisch dreinblickenden Spidy versendet.

Aber dann gab’s doch noch etwas spannendes, das auch Baby goutierte. Daddy brach zum Shakira-Konzert nach Köln auf und Mom ging mit der Patentante aus. Und Baby? Hatte sturmfreie Bude – allerdings bei bester Gesellschaft zweier Freundinnen, die sich erstmals am Sitting versuchten. Schnell gingen den beiden die Kinderlieder aus – ein Phänomen, das wir schon aus der Klinik kennen, wo wir im September Weihnachtssongs am Geburtsbett geschmettert haben. Nun, unsere beiden Sitterinnen versuchten’s mit „Und wenn dat Trömmelche jeht“ – und das gelang auch. Baby goutierte das mit Örö und Ögl, mit zahlreichen Lächeln und wir sind heilfroh, dass dieser Test gelungen ist.

Papa hat sich einiges vorgenommen. In der kommenden Woche arbeitet er daran, dass sich Baby’s Wortschatz erweitert 🙂

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