Neues Spielzeug für Papa (und den Nachwuchs)

Noch sind die Kinder klein. Noch bekommen sie nicht alles mit. Noch sind sie großteils davon abhängig, was die Erwachsenen ihnen von der großen weiten Welt verraten. Sie können weder einschlägige Websites noch die zugehörigen Magazine konsumieren. Die Welt der Unterhaltungselektronik ist vielfältig. Die Innovationszyklen verkürzen sich immer weiter. Von all dem bekommen sie noch nichts mit. Ich bin versucht zu sagen: Das ist auch gut so.

Warum?: Der Wissensvorsprung gibt Papa ein gutes Gefühl. Hier hat er noch alles unter Kontrolle und die Nase vorn. Papa kann die Kleinen noch überraschen. Und: Er kann Vorfreude ganz allein für sich ausleben. Sehr schön…

Aber worum geht es hier eigentlich? Es geht um etwas Banales wie einen neuen Spiele-Handheld aus dem Hause Nintendo. Videospielefans finden das neue Wunderteilchen aber ganz und gar nicht banal – mir geht es genauso, übrigens.

Der Nintendo 3DS wird etwas größer als der DSi und etwas kleiner als der DSi XL sein.

Auf der Videospielemesse E3 in Los Angeles hat der japanische Konzern im Juni das Geheimnis um die Spielekonsole für unterwegs gelüftet, die einem das Tor in die dritte Dimension eröffnet. Der Handheld heißt Nintendo 3DS und wird in Japan am 26. Februar auf den Markt gebracht. Bis Ende März sollen die weiteren relevanten Märkte für Videospiele, darunter auch Deutschland folgen. Bis zu diesem Zeitpunkt will das Unternehmen 4 Millionen dieser Spielgeräte verkauft haben. Ursprünglich sollte schon das Weihnachtsgeschäft mitgenommen werden – das hat aus Sicht von Nintendo leider nicht geklappt.

Im unteren Teil wird der Touchscreen untergebracht sein und die obere Hälfte ziert ein Display, das dreidimensionale Darstellungen zulässt. Und der Benutzer benötigt keine spezielle Brille fürs Spielen sowie das Betrachten von Filmen und Fotos – das ist die Revolution. In einschlägigen Blogs kann man schon lesen, dass die Effekte in jedem Fall so gut sei sollen, wie bei entsprechenden Fernsehern. Die Spiele müssen allerdings speziell für die dritte Dimension programmiert sein. Man rechnet damit, dass die Titel zwischen 45 und 55 Euro kosten werden. Spiele für den DS bzw. DSi kosten rund 40 Euro, wenn sie frisch auf dem Markt sind. Die Konsole selbst wird in Japan wohl für umgerechnet 220 Euro angeboten, was auf einen Verkaufspreis von 249 Euro in Deutschland hindeutet. Noch im Januar werden die Details und auch das endgültige Spiele-Lineup für den Start bekanntgegeben.

Außen befinden sich zwei Kameras, um 3D-Bilder erstellen zu können.

Im Vorfeld hat es schon einigen Wirbel um den Handheld gegeben. Nintendo selbst hat davor gewarnt, dass Kinder unter 6 Jahren nur den 2D-Modus nutzen sollten, da sonst eine Schädigung der Augen nicht ausgeschlossen werden kann. Eltern können in den Nutzereinstellung entsprechende Vorkehrungen treffen. Zudem kann der 3D-Effekt über einen Regler auf der oberen Hälfte des Spielgeräts eingestellt werden. Auch Erwachsene sollten aufgrund der speziellen Belastung alle 30 Minuten eine Pause einlegen, heißt es von Nintendo. Unterhaltungselektronik hat sein Tücken.

Zum Schluss noch ein japanische Promo-Video, das deutlich macht, was noch alles in dem kleinen Wunderteil steckt. Also ich freu mich auf den 3DS – aber das müssen die Kinder ja noch nicht wissen ;-). Und wenn sie ein solches Teil in die Finger bekommen, dann sind die Eltern auch entsprechend gefordert.

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1 Comment

  1. Cooler Artikel, endlich mal was um die Kinder von der Wii wegzubekommen 😉

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