Mann, was war das ein böser Kommentar, als ich kürzlich gepostet hatte, dass wir super viele Geschenke erhalten, die wir doppelt und dreifach bekommen. „Undankbar“ – „da haben sich Freunde Gedanken gemacht und dann so ein Blogpost“, hieß es. Nundenn. Es hat sich wenig verändert. Wir bekommen noch immer den zwölften Teddybär oder das siebenunddreißigste Schnuffeltuch geschenkt. Was uns zu einer Strategie-Änderung im Freundes- und Familienkreis veranlasst hat.

Wer uns fragt, der bekommt inzwischen genaue Tipps, was wir denn gebrauchen können. Einen Strampler in Größe xy etwa oder einen neuen Anorak. Für das Spielzeug sind wir derzeit auf der Suche nach zwei großen Spiel-Tonnen, die nicht nur schön ausschauen und groß sind, sondern sich auch idealerweise in unsere Einrichtung einfügen. Eine große Herausforderung und selbst das Internet hat sich bislang als wenig hilfreich erwiesen.

Spielzeug für den Sohnemann oder für den Papa?

Spielzeug für den Sohnemann oder für den Papa?

Beim Spielzeug muss ich zugeben, dass ich kürzlich selbst einmal zugeschlagen habe, als es einen kompletten Flughafen im Aldi für nur 10 Euro zu erstehen gab. Zugegeben: Das Spielzeug ist ab drei Jahren, niemand weiß, ob dies auch keine Schadstoffe enthält und die kleinen Männchen sind für ein Kleinkind ungeeignet. Aber sie eignen sich einstweilen für den Papa. Ich sehne die Zeit herbei, in der ich meine gehorteten Schätzchen wieder ausgraben kann: Die Fisher-Technik Überreste. Viel Lego, das schon mein Bruder vor über 50 Jahren im Einsatz hatte – und das ich vor über 30 Jahren grandios aufgerüstet habe. Von meinen Playmobil-Spielsachen ist nichts mehr vorhanden – mein schönes Piratenschiff, verschenkt und nie wieder aufgetaucht. Aber ein weiterer Schatz schlummert noch bei meinen Eltern: Die Märklin-Eisenbahn in Spur H0. Lediglich die Lok ist geschrottet, weil ich als frühpubertierende Göre in Versuchung kam, diese aktiv entgleisen zu lassen, aber ich denke, dass Ebay hier helfen kann.

Und in Gedanken baue ich schon eine vier mal fünf Meter große Eisenbahnplatte auf, verlege Kabel für Weichen und Beleuchtung, überziehe die Platte mit Kunstrasen und bastel mit Styropor einen großen Tunnel.

Bis es so weit ist, wird noch einige Zeit verstreichen. Das Söhnchen ist nun viereinhalb Monate alt und interessiert sich eher für seine Händchen, einen Ball und wenige Spielzeuge, die wir ihm geben, damit er nicht vor lauter Krimskrams einen Spielzeug-Overload erfährt.

Ach ja: Ein Kosmos Elektronikbaukasten müsste auch noch im Bestand sein. Das Radio, das man aus hunderten Widerständen zusammensetzt, habe ich damals nie ans Laufen bekommen. Wer weiß – vielleicht gelingt’s mir heut 🙂

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