Mit fast sechs Monaten macht der Sprössling ernsthafte Anstalten, sich zu drehen. Nun habe ich keine Ahnung, ob er damit weit vorn oder eher abgeschlagen in der Entwicklung der Babys ist – aber eines ist sicher: Ich muss mir über eine kindersichere Wohnung Gedanken machen.

Wie sichert man seine Boxen vor dem Kleinkind?

Wie sichert man seine Boxen vor dem Kleinkind?

So einigen Firlefanz hatten wir schon bei Ikea erstanden – Kindersicherung für die Steckdose oder für den Putzmittelschrank. Was ist aber mit der Kindersicherung vor etwas? Ich muss ja auch meine Lieblingsstücke vor dem Kind schützen. Meine Boxen etwa. Die sind zur Freude aller Einrichtungsfetischisten über einen Meter hoch, haben sieben Frontlautsprecher und einen Rückausgang (Bass). Die vorderen Lautsprecher liegen frei. Ja, ich hege eine innige Beziehung zu meinen Lautsprechern. Mein Bruder hat sie selbst gebaut. Im Laden würden sie ein Vermögen kosten. Und ich gestehe:

Ich habe Angst vor dem Kinderfinger, der nacheinander alle Membranen ordnungsgemäß eindrückt – oder sie gleich mit einem heftigen Pieks durchstößt. Dass die Schubladen ausgeräumt werden, ist mir gleich – auch die ein oder andere Vase kann ich mit einem Lächeln verschmerzen. Aber bei meiner Stereoanlage werde ich kleinlich.

Was also nun tun? Einen Zaun bauen? Die Anlage abbauen und durch eine Multifunktions-Mädchenanlage ohne Klang ersetzen? Die Boxen auf einen Thron hieven? Bislang habe ich keine geeigneten Zäune gefunden – nur Türeinsätze, dass der Kleine nicht weglaufen kann. In Kester Schlenz‘ Standardwerk „Mensch Papa“ steht, dass die kindgerechte Wohnung schmutzig, unaufgeräumt aussieht und diese Verwüstung dazu gehört. Damit bin ich einverstanden.

Damit wir uns nicht missverstehen: Ich freue mich sehr auf die ersten eigneen Schritte. Ich freue mich auch darauf, was man dann alles gemeinsam erleben kann. Es gibt nur eines, was ich noch lösen muss. Meine Boxenmembranen, die sind heilig….

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