Im Oktober habe ich mich schon einmal mit der Zeitumstellung und den Auswirkungen auf das Familienleben auseinandergesetzt. Das hindert mich nicht, das Thema ein weiteres Mal aufzugreifen.

Jeder merkt es an sich selbst, dass die Zeitumstellung nicht spurlos an einem vorübergeht. Einerseits findet man es ganz schön, dass es abends länger hell ist. Andererseits fehlt einem die frühe Morgensonne, um frohen Mutes und beizeiten aus den Federn zu hüpfen. Für die Kinder ist es auch schwierig. Sie finden abends nicht so leicht in den Schlaf. Und bei Nora ist es eher so, dass sie morgens früher wach ist. Absurd, aber das System ist durcheinander und sucht nach Ausgleich. Der Rhythmus ist gestört. Und alle hoffen, dass sich das ganze rasch wieder einpendelt.

Interessant ist, dass diese Zeitumstellung für Marc nun auch ein erkenntnistheoretisches Thema ist. Er macht sich Gedanken darüber. Und es wird deutlich, dass Zeit und Uhr dasselbe für ihn bedeuten, weil wir wohl selbst nicht ganz trennscharf mit den Begriffen umgehen. Die Helligkeit am Abend verwirrt ihn, und auch Tom sagt, dass es beim Zubettgehen ja noch ganz hell draußen ist. Marc aber grübelt weiter. er hat gesagt, dass doch nur Gott die Zeit umgestellt haben könne. Das könne ein Mensch doch gar nicht leisten. Zu wenig Macht eben.

Und er hat irgendwie recht: Natürlich haben wir nicht die Zeit umgestellt, sondern nur die Uhren. Der Weltenlauf ist durch eine Entscheidung von Menschen zum Glück noch nicht verändert worden – noch nicht.

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