Abends steigt bei den Kindern häufig die Bereitschaft zur intensiven Kommunikation untereinander. Manchmal zu unserem Leidwesen. Aber eigentlich ist ja ganz schön, wenn die Kinder sich im Bett liegend noch ein wenig austauschen. Da sind sie in der Regel unter sich. Die Erwachsenen geben keine Themen vor, stellen keine Forderungen und überhäufen einen nicht wieder mit Regeln und Vorgaben.

Neulich habe ich mich noch in der Nähe des Kinderzimmers aufgehalten, als die Kinder schon eine Weile im Bett lagen. Plötzlich schlich sich ein durchgängig im Flüsterton gehaltener Dialog durch die Stille. Gestern Abend erinnerte ich mich wieder daran und erzählte meiner Frau davon. Wir mussten Tränen lachen. Das Gespräch war einfach loriotesk.

Tom: „Marc, weißt Du was?“

Marc: „Was?“

Tom: „Marc, weißt Du was?“

Marc: „Was?“

Tom: „Marc, weißt Du was?“

Marc: „Was?“

Tom: „Marc, weißt Du was?“

Marc: „Was?“

Tom: „Marc, weißt Du was?“

Marc (sehr ungehalten, aber immer noch im Flüsterton): „Tom, ich mein‘ ‚Was?‘ und nicht ‚Was?‘!“

Erst danach flüsterte Tom, was er eigentlich wirklich sagen wollte. Der Inhalt ist mir entfallen. Für mich war der Weg das Ziel.

Von ein abend mit 79mm

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