Es kündigt sich über Wochen, ja fast schon Monate an. Das Bickenbacher Volksfest, vulgo Bachgassenfest, findet Jahr für Jahr etwa zur gleichen Zeit statt. Zur Tradition des Festes gehört die Landbachregatta. Kinder unterschiedlichen Alters bauen mit mehr oder weniger Hilfe der Eltern oder Großeltern kleine Boote oder Flöße, die sich dann auf dem heimischen Gewässer bewähren müssen. Allerdings geht es nicht um Geschwindigkeit, allenfalls um bachtauglichkeit – und am Schluss bewertet eine Jury das Aussehen des Bootes. Kleine Preise werden auch ausgelobt.

Irgendwie haben wir den Termin immer im Hinterkopf – und doch denken allesamt zu spät daran. Jetzt ist mal wieder soweit. Was ist zu tun? Marc hat ziemlich schnell seine Entscheidung bekannt gegeben: „Ich mache da nicht mit!“ Kurze Zeit später, nach einem sehr kurzen Intervenieren meinerseits, hat er die Teilnahme noch offen gelassen. Wir unsererseits haben ihm aber auch gesagt, dass er nicht mitmachen muss. Wir sind nun gespannt.

Eine Idee schwirrt in unserer Köpfen herum. Es könnte eine überdimensionierte Nusschale werden. Welches Material wir verwenden sei hier noch verschwiegen – die Konkurrenz liest mit.

Eigentlich brauchen wir zwei Ideen – zum Glück ist Nora noch nicht so weit, dass sie ein eigenes Schiff benötigt. Ich schwanke noch zwischen Styropor und Holz. Einfallslos eigentlich. Die kreativen Ideen hat da doch eher meine Frau auf der Pfanne – und eigentlich auch das bessere Schaffenshändchen.

Jetzt bleiben uns noch wenige Tage Zeit. Gut, dass die Woche kurz ist. Ich merke: So langsam wird der Ehrgeiz größer – ob das den Kindern auch so geht? Ich glaube nicht. Vielleicht sollte auch einmal offiziell eine Regatta für „große Kinder“ stattfinden.

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