Ein Stein, ein Hölzchen, ein Ast: Vielmehr braucht es gar nicht, um Spaß beim Spiel zu haben. Das hat unser Ausflug in den bayrischen Teil des Odenwalds an die Ruine Burg Wildenberg (auch als Wildenburg bezeichnet) gezeigt.

 

Zahlreiche Angebote für die Besucher gab es an dem Aktionstag. Eines davon: Alte, möglicherweise tatsächlich mittelalterliche, Spiele, mit denen sich Kinder früher ihren Spaß bei Spiel holten – kooperativ oder im Wettbewerb. Eine Art Minigolf-Vorläufer fanden wir besonders interessant. Ein etwa zehn Zentimeter langes Stöckchen wird nach hinten überhängend auf einen flachen Stein gelegt. Mit einem Ast versucht der Spieler nun das Hölzchen am hinteren Ende zu treffen und es möglichst weit nach vorne weg zu schlagen. Wer am weitesten kommt, hat gewonnen. Einfache Idee, mit einfachen Mitteln umgesetzt – genial. Sackhüpfen und Bohnen schätzen war auch mit dabei.

Eigentlich braucht es nicht immer das moderne Hightech-Spielzeug. Beeindruckend ist immer wieder, dass das die Kinder das eigentlich genauso sehen. Unsere Aufgabe besteht auch darin, das zu erhalten. Die richtige Mischung aus Moderne und Tradition tut ihnen auch gut, denke ich.

Übrigens: Die Wildenburg im Dreiländereck von Hessen, Bayern (Marc: „Warum steht auf dem Krankenwagen ‚Bayrisches Rotes Kreuz‘, sonst heißt es doch immer ‚Deutsches Rotes Kreuz‘ 😉 ) und Baden-Württemberg ist einen Ausflug wert. Wer den Anmarsch in Grenzen halten möchte, der sollte in das kleine Dorf Preunschen (Ortsteil von Kirchzell) fahren und dort parken. Ansonsten gibt es unter anderem auch einen Wanderweg von Buch aus. Es handelt sich wirklich um sehr ländliches, dafür aber auch sehr ruhiges und entspanntes Gebiet. Die Anreise mit dem Auto ist nicht ganz unbeschwerlich (extrem viele Kurven auf engen Straßen) – aber es lohnt.

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