Manche werden sich jetzt über diese Überschrift lustig machen, das weiß ich genau. Christoph und Handwerken – das geht nun gar nicht zusammen. Ehrlich gesagt, so schlimm sehe ich das nicht. Richtig ist, dass ich mich zum handwerklichem Tun nur sehr schwer aufraffen kann. Und das ist sicher nicht immer ganz schlau.

Schließlich kann man auch mit den Kindern rudimentäre handwerkliche Basteleien in kurzer Zeit recht effektvoll umsetzen. Um diese Erkenntnis zu gewinnen, mussten wir wieder erstmal einen kleinen Ausflug machen. Beim Pfungstädter Naturfreundehaus „Moorhaus“ gab es gestern ein Kinderfest. Die Vereinsmitglieder haben zahlreiche Stationen aufgebaut. Ganz hoch im Kurs war bei unseren Kindern bis hinunter zur Nora der Geschicklichkeitsparcours. Balancieren und das erschwert mit Dingen in der Hand und auf dem Kopf kam sehr gut an.

Aber auch die Waldwerkstatt übte auf Marc und Tom eine erhebliche Anziehungskraft aus. Ytong-Steine und Holz waren dort für kleinere Basteleien vorbereitet. Tom wollte etwas auf Ytong-Stein schnitzen. Mit der entsprechenden Säge haben wir uns also ein Stück Stein zurecht geschnitten. Mit großem Eifer hat Tom den Stein dann mit verschiedenen Feilen bearbeitet. Das Ergebnis ist eher abstrakt gewesen. Aber zusammen mit Häuschen, das ich mehr schlecht als recht erschaffen habe, hat es für ihn einen Sinn ergeben. Herausgekommen ist aus seiner Sicht eine Art Geschicklichkeitsspiel, bei dem es darum geht, seinen Stein so auf das Hausdach zu legen, dass er nicht herunterfällt. Einfache, aber gute Idee.

Marc wollte lieber ein Schwert aus vorkonfektionierten Teilen machen. Es ging eigentlich nur darum die zwei Teile des Schwert zusammen zu hämmern und das Holz dann zu bearbeiten, dass die Späne und scharfen Kanten verschwinden. Das Hämmern klappte gerade so, aber die Arbeit mit dem Schleifpapier war hervorragend.

Trotz des minimalistischen Ansatzes waren die Ergebnisse wirklich toll. Den Kindern hat es ziemlich Spaß gemacht – und wenn ich ehrlich sein soll: Es war großartig, dass diese Veranstaltung auch mir gezeigt hat, dass ein bisschen Handwerken auf ganz leichtem Niveau überhaupt nicht weh tut.

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