Da habe ich einen Moment nicht richtig aufgepasst, schon ist der Sohn Teil einer Online-Spielewelt. Das ist aber auch wirkllich ein perfides Vorgehen von Lego. Universe heißt das Massively Multiplayer Online Game (MMOG) der Dänen. Es wird natürlich im Lego-Magazin beworben – und irgendwelche Kollegen von Marc sind auch schon in diese Welt eingetaucht.

Per Telefon sollte ich technische Infos rüberschicken. Da hieß es dann, es werde etwas installiiert, Passwort angeben und so. Bestätigungsmail auf meinen Account. So langsam ist dann auch bei mir Spieler der Groschen gefallen, was da gerade abläuft.

Bisher haben die Browsergames der einschlägigen Spieleanbieter genügt. Jetzt musste also ein Spielebrowser installiert werden. Marc hinterlässt seine ersten digitalen Spuren im Netz.

Ich habe das Abenteuer noch nicht gestoppt. Es liegen im Moment sehr viele andere Dinge an. Die Zeit ist etwas knapp. Aber bis zum Wochenende werde ich entscheiden, ob ich das mit dem digitalen Alter Ego von Marc gut finden soll oder nicht. Ich werde mir die Spielewelt genau anschauen. Ich bin wirklich offen für alles. Aber ich glaube, dass ich die Kinder erst ein wenig digital entwicklen möchte, bevor ich die echte Spuren legen lasse. Dass es nicht altersgerecht ist, habe ich schon gesehen. Der Druck ist allerdings ziemlich hoch, da sich viele der umliegenden Eltern nicht sehr darum scheren. Die Rezeption der Star Wars-Filme von unter 8-Jährigen ist da ein Paradebeispiel. Universe ist ein Freemium-Angebot. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Kinder die nächste Stufen erreichen wollen. Und dann? Lego bekommt mich nicht rum…

Ich berichte, wie die Story weitergeht.

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