Irgendwann bekommen wir sie doch. Die kleine Nora hat uns mit ihren Wortschöpfungen ganz schön beeinflusst. Einige Worte sind in unseren Sprachgebrauch übergegangen. Doch bald ist es Zeit, sich von den Gewohnheiten zu verabschieden.

Ganz besonders hat uns, ich habe darüber berichtet, beeindruckt, dass sie ihren Namenkunde die ihrer Brüder auf ihre eigene Art interpretiert hat. Ma, Doos, Nona. Doos und Nona sind uns im Gebrauch mittlerweile auch ganz geläufig. Und tatsächlich, vor vielleicht zwei Wochen ist ihr das Wort Tom einfach so rausgerutscht. Wir waren natürlich begeistert, was wiederum ein kleines Kind (und in der Regel nicht nur diese) dazu animiert, das von der Umwelt begeistert aufgenommene auch zu wiederholen.

Mittlerweile ist es wahrscheinlich sogar so, dass wir häufiger Doos sagen als sie. Zum Glück hört Tom auf beide Varianten. Auch das Mädchen aus der Nachbarschaft nennt Nora jetzt nicht mehr nur beim Spitznamen. Gerade gestern ist aus Lu eine Lu Isa geworden, mit einer kleinen Pause zwischen den Silben. So langsam gewöhnt sie sich dann doch unsere eigentliche Sprache an.

Ich stelle mir die Frage, warum die kleinen Kinder an ihren Versionen von Worten so lange festhalten, obwohl sie doch hören, was die anderen sagen. Ich glaube in diesem Fall sind richtig und falsch keine relevanten Dimensionen. Es geht mehr darum, ob die Kommunikation funktioniert oder nicht. Und im Fall von Namen müssen die Angesprochenen einfach darauf reagieren, dass sie angesprochen werden. Und wenn das funktioniert, ist der Rest eben egal.

Dass Nora ganz genau versteht, was gesagt wird, zeigt sich beim Schauen der Zeichentrickserie Wickie. Der kleine Wikinger nennt seinen Papa, der eigentlich Halvar heißt, Vater. Für Nora heißt er dann eben auch Vater. Und eigentlich heißt gleich der ganze Film Vater. Und da schließt sich dann der Kreis zu Star Wars. Aber das ist dann schon wieder eine andere Geschichte.

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