Manche Situation findet man einfach zu süß, herzzerreißend, großartig. Von elterlichen Gefühlen überwältigt, bekommt der Verstand Pause.

Heute wissen wir, dass wir einen solchen Aussetzer hatten, als Nora vor einigen Monat zum ersten Mal in Marcs Bett wollte, um gemeinsam mit ihm einzuschlafen. Klar, muss man einen solchen Wunsch nicht unterbinden. Aber aus einer Episode ist ein Standard geworden. Für Nora ist klar: Ich schlafe im Bett von Marc – und ganz selten auch in Toms Bett – ein.

Was ist unser Problem? Natürlich wird es den beiden irgendwann zu eng. Dann schreiten wir, wenn beide tief schlafen, zur Trennungsaktion. Nora landet in ihrem eigenen Bett, ganz sanft und auch gar nicht wirklich unzufrieden. Doch meist zwischen 0 und 1 Uhr ist ihr Schlaf nicht mehr ganz tief und sie realisiert, dass sie sich nicht mehr an jener Stelle befindet, an der sie eingeschlafen ist. Und das gefällt ihr gar nicht.

Und schon schnappt ein zweiter Automatismus zu. Wir holen sie, ihrer Unzufriedenheit lautstark Luft machend, in unser Bett. Meist klappt das ganz gut. Sie schläft in der Regel schnell ein und schläft dann bis in die Puppen. Leider gibt es auch Ausnahmen von der Regel – im Moment sind diese recht häufig, leider.

Jetzt beginnt die Arbeit. Wir brauchen einen neuen Standard. In der ersten Zeit geht er auf Kosten der Bequemlichkeit. Es ist einfach bequemer, wenn das Kind rasch einschläft und nicht noch ewig herumquängelt und die anderen vom Schlafen abhält, die dann auch noch zu Nörgeln beginnen.

Im Moment ziehen wir die Bequemlichkeit vor und bezahlen das mit Schlafmangel. Doch ewig kann das so nicht weitergehen……Irgendwann……muss damit……Schluss………sein….. Chrrrrrrrrrrrr……………..

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