Neulich, als wir drei Männer auf dem Weg zum Bäcker waren – an einem Wochenende wohlgemerkt, haben wir uns über die Schule unterhalten. Tom wird im kommenden Jahr eingeschult. In Hessen haben sie nun die Erstvorstellung der Kinder auf den März des Vorjahres vorgezogen. So kam ich irgendwie darauf, Tom mal wieder zu fragen, ob er sich denn auf die Schule freut. Bisher hat er immer etwas allergisch reagiert. An diesem Morgen war das anders.

Eigentlich sagte er gar nichts, dafür stieg Marc auf das Thema ein. „Bis es soweit ist, muss ich dem Tom noch ganz viel beibringen – Deutsch, Mathe. Wir fangen gleich mit Mathe an.“ Tom hat sich nicht gewehrt, sondern hat ganz aufmerksam zugehört und versucht, die Rechenaufgaben zu lösen. Was auch mehr oder weniger funktioniert hat.

Als das Addieren zu langweilig wurde, wohl eher für Marc als für Tom, ging es an die Multiplikation. Natürlich sollte es eine einfach Aufgabe werden. „Tom, was gibt 1 mal 1?“ Keine Antwort. Okay, dann versuchen wir es mit einer anschaulichen Textaufgabe. „Tom, wenn Du einmal zum Bäcker gehst und ein Brötchen kaufst und dann ein Brötchen hast, wieviele Brötchen hast du dann?“ „Zwei!“

Das Beispiel war dann wohl doch zu anschaulich. Aber wir hatten einen Riesenspaß. Und darum geht es ja schließlich auch beim Rechnen. Mit den richtigen Lösungen kann man sich noch früh genug beschäftigen.

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