Aus passionpapa

Neulich habe ich mich im Keller wieder gefunden. Nach dem letzten Heimspiel vor der Winterpause habe ich die Trikots der F-Jugend der SKG Bickenbach zum Waschen mit nach Hause genommen. Ich wollte mich schon früher anbieten, aber immer waren die anderen Eltern schneller. Es ist übrigens ganz lustig, dass es oft die Kinder sind, die wollen, dass man die verschmutzten – und zum Glück in diesem Alter nur selten nach Schweiß stinkenden – Leibchen und zugehörigen Hosen und Stutzen mitnimmt. Und dann können die Eltern nur schwer „Nein“ sagen.

Viel zu lange habe ich die Sportlerwäsche nun also liegen lassen. Zum Glück war der Verschmutzungsgrad nicht sehr hoch. Frühestens im Februar werden die Trikots erst wieder gebraucht, insofern hatte ich auch keinen Zeitdruck. Ich bin allerdings froh, dass mich der Wascheifer gepackt hat. Möglich war dies aber auch nur, weil ich mit dem Bügeln meiner fünf Hemden für die ganze Woche am beschriebenem Sonntagnachmittag bereits fertig war. Unter dem Strich war es also ein richtiger Waschtag.

Noch fällt es mir nicht wirklich schwer, die Trikots der Buben zu waschen. Wenn man allerdings Wäsche aufhängt, verliert man sich gern in einer weiten Gedankenwelt. Mein erster Gedanke war: Lustig, dass Trikots, Hosen und Stutzen einer ganzen Mannschaft auf nur einen Wäscheständer passen. Wieviel Wäscheständer man wohl für den Trikotsatz der A-Jugend braucht? Und gleich darauf: Wirst Du in der Lage sein, so lange die Luft anzuhalten, bis Du die Klamotten der 17-Jährigen aufgehängt hast. Oder wirst Du in irgendeiner Form Schaden nehmen? Ein kleines Quäntchen Angst ist geblieben.

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