Der Tastator

Vor einigen Monaten ist ein Klavier bei uns eingezogen. Es hat eine vorübergehende Bleibe gefunden – mit der Option sich dauerhaft bei uns einzunisten.

Die Chancen für eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung stehen ganz gut. Irgendwie hat es sich schon nach kurzer Zeit zu einer Art Familieninstrument entwickelt.

Piano-Kid

Tom hat sich früher auch schonmal an einen Kawai-Flügel gesetzt. So professionell geht es bei uns noch nicht zu.

Angeschafft haben wir es für unseren Tänzer Tom, der schon im vergangenen Jahr gesagt hat, das er gerne Klavier spielen möchte. Noch kurz vor Weihnachten haben wir uns für ein rund 30 Jahre altes Klavier von Yamaha erwärmen können. Seit einigen Wochen kommt sein Klavierlehrer regelmäßig zu uns ins Haus. Er findet, dass Tom durchaus Talent besitzt. Und tatsächlich merkt man Fortschritte von Woche zu Woche.

Ich glaube bezüglich des Lernens von Musikinstrumenten eher an einen spaßorientierten Ansatz. Ich glaube, wenn die Kinder Spaß am Musizieren haben, dann bleiben sie der Sache irgendwie treu. Niemand muss schließlich Profimusiker werden. Übermäßiges Trietzen ist sicher kontraproduktiv. Das gilt auch für das Lernen im Allgemeinen. Aber das ist dann wieder ein anderes Thema.

Tom scheint es in jedem Fall Spaß zu machen. Sehr häufig geht er zum Klavier und spielt mal mit der rechten, mal mit der linken Hand seine Songs: Alle meine Entchen; Kuckuck, Kuckuck; Jingle Bells. Noch interessanter ist, dass er auch ans Klavier geht, wenn mal wieder ein bisschen dicke Luft herrscht. Augenscheinlich nutzt er das Instrument auch zum Stressabbau bzw. zum Gedankenwechsel. Das scheint mir ein schöner Nebeneffekt von dem Ganzen zu sein.

Der Rest der Familie ist auch immer wieder einmal am Klavier zu finden. Ein Klavier ist einfach ein wunderbares Instrument. Wer Noten lesen kann, kann schnell mal eine Melodie klimpern. Das kann sogar ich, der ich arg leidlich in früheren Zeiten ein paar Griffe auf der Gitarre gelernt habe. Meine Frau ist auch mehr auf der Gitarre zu Hause. Marc führt diese zarte Tradition fort. Und alle sitzen immer wieder vor dem Töne erzeugenden Nussbaummöbel, um ein bisschen Spaß der anderen Art zu haben.

Damit dürften auf Dauer neben dem Videospielgedudel in unserem Hause auch immer wieder Klaviertöne zu hören sein. Schön.

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2 Comments

  1. Das Foto ist toll! Wir haben auch schon öfters über ein Klavier nachgedacht

  2. clip

    15/03/2012 at 1:41 pm

    Vielen Dank für das Lob. Ein Klavier im Haus ist wirklich eine feine Sache. Kann ich nur empfehlen.

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