Kinder sind immer wieder für Überraschungen gut. Und auch das macht sie so unendlich wertvoll.

Gestern waren wir zum Kaffeetrinken im Anschluss an eine Konfirmation eingeladen. Marcs Kommunionfeier ist erst wenige Wochen her. Man konnte damals beobachten, dass das Ganze eine große Bedeutung für ihn hatte. Die anwesende Verwandtschaft hat deutlich gemacht, dass es sich hier um ein wichtiges Ereignis handelt. Man könnte auch sagen, dass das Ereignis auf diese Art emotional aufgeladen wurde. Natürlich waren auch die Geschenke von gewisser Bedeutung. Keine Frage.

Marc war nun dabei, als wir uns darüber unterhalten haben, wie viel Geld wir zur Karte packen wollten. Er hat sich eingebracht und wollte sich finanziell beteiligen. Das haben wir natürlich toll gefunden. Aber wir haben auch gesagt, dass wir das schon selbst machen und er nichts von seinem Ersparten dazu geben muss. Es gab gar keine lange Diskussion. Für ihn war das in Ordnung.

Aber war es das wirklich? Als wir dann gestern die Karte überreicht haben, zauberte Marc einen 5-Euro-Schein aus der Hand und übergab ihn stolz der Konfirmandin. Er hat also in der Diskussion zurückgezogen, um uns dann vor Ort zu überraschen. Das ist ihm wahrlich gelungen.

PS: Weniger geplant war es dann, dass er eifrig beim Abräumen von Gläsern und Geschirr geholfen hat. Das hat einige Gäste so beeindruckt (und uns erneut überrascht), dass er 3 Euro Trinkgeld von den Gästen einstreichen konnte.

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