Venedig mit Kindern

Venedig per Schiff

Venedig per Schiff

Natürlich, Tiefenentspannung fühlt sich anders an. Aber darum geht es ja auch nicht unbedingt, wenn man sich im Hochsommer für einen Besuch Venedigs entscheidet.

Das Highlight gleich zu Beginn. Die Kinder haben es knapp sechs Stunden mit uns in Venedig ausgehalten – und wir mit ihnen. Trotz des absoluten Touristenwahnsinns haben wir eine sehr schöne Mischung aus Menschenmassen und leeren Gassen hinbekommen.

Es ist schon erstaunlich, wie die Besucher einer Stadt ausschließlich und gezielt die ausgetretenen Pfade suchen und weiter austreten. Interessant ist doch gerade, das ganz normale Leben in einer solche unnormalen Stadt wie Venedig kennenzulernen.

Unser Weg führte uns an einem ganz normalen Supermarkt vorbei, von denen es in Venedig nicht so wahnsinnig viele gibt. Da dort die Preise nicht ganz so exorbitant hoch sind, wie an den „Büdchen“ (so würde man wohl in Düsseldorf sagen), haben wir uns dort mit Getränken eingedeckt. Ich habe mit den Kindern draußen gewartet. Dort standen Paletten voll mit Mineralwasser, die der Chef des Ladens gerade entladen und in das Geschäft verbracht hat. Die Jungs haben spontan mitgeholfen, das Wasser auf einen Wagen umzuladen. Dafür gab es dann für alle drei eine Süßigkeit. Alltagsbegegnungen in Venedig.

Mittägliche Ruhe haben wir dann in dem Stadtteil Canareggio erlebt. Hier und da ist ein Venezianer von A nach B gegangen. Ansonsten hat man nichts von dem geschäftigen Treiben im Viertel San Polo und der Rialtobrücke mitbekommen. Herrlich.

Nora hat sich übrigens im Buggy fahren lassen. Sie war und ist in letzter Zeit nicht so gut zu Fuß und überhaupt gesundheitlich ein bisschen angeschlagen. Nach 2 Stunden Buggy fahren und sich die Treppen rauf- und runtertragen lassen hat sie gesagt, dass sie nicht mehr kann. Mama und Papa konnten aber noch. Zum Glück.

Es war einer der ganz heißen Tage unseres Urlaubs. Auf dem Campingplatz war es unerträglich heiß. Kein Lüftchen war zu spüren. Dafür war es in Venedig wirklich angenehm.

Markusplatz

Markusplatz

Wir haben uns ganz korrekt der Stadt angenähert. Wir sind von Punta Sabbioni mit dem Boot übergesetzt. Stilecht sind wir dann in der Nähe von San Marco gelandet. Das Boot legte leider etwas verspätet ab. Daher waren wir nicht ganz so früh in der Stadt, wie wir uns das gewünscht hatten. An einen Besuch von San Marco war nicht mehr zu denken. Die Schlange, abschreckend.

Die Spannung konnten die Kinder unter anderem deshalb halten, weil sie mit Gondeln- und Löwenzählen beschäftigt waren. Das waren zwei der Aufgaben, die Nadja ihnen gestellt hat. Das war eine gute Idee. Ein solches Rätselprogramm bietet sich sicher auch für andere Städtetrips mit Kindern an. Die Vorbereitung dafür muss gar nicht so aufwändig sein.

Der Rückweg durch die Stadt zum Anleger war dann doch Länger als gedacht. Das war vor allem den Menschenmassen geschuldet. Nadja ist mit der schlafenden Nora vorneweg gezogen, die Jungs im Schlepptau. Nur der älteste Junge konnte an einer besonders vollen Stelle nicht mehr folgen. Wir haben uns tatsächlich verloren. Gut, dass nur ich verlorenen gegangen bin. Ihr Lieben, wenn Ihr an einem Ort wie Venedig im Sommer unterwegs seid, passt 120% auf die Kinder auf. Wir konnten uns zum Glück zusammentelefonieren. Das Schiff habe wir dennoch verpasst.

Das hat dann doch noch für einige Tränen gesorgt. Auch hier: Die Ängste der Kinder muss man absolut ernst nehmen. Vor allem Tom war verzweifelt, dachte er doch, dass wir nun nicht mehr zum Auto kommen, da uns die anderen Boote nicht mitnehmen würden.

Aber das haben sie doch – und wir sind nach einem ereignisreichen und schönen Tag wieder auf dem Campingplatz angekommen.

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1 Comment

  1. Ich bin froh, dass du die Chance hatte, diese wunderbare Orte zu besuchen und bewundern Sie die Architektur. Herzlichen Glückwunsch!

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