Sauber werden am Strand

Sauber werden am Strand

Ich wollte noch die eine oder andere Geschichte aus unserem Urlaub loswerden. Das hatte ich so angekündigt. Und hier kommt etwas, etwas ganz Großartiges. Ein wirklich nachhaltiges Thema – und für alle Kinder und Eltern ein großer Schritt – ist nämlich das Sauberwerden.

Nora hat wirklich sehr lange Zeit keine Anstalten gemacht, auf Windeln verzichten zu wollen. So falsch wie viele andere haben wir es dann schon mal damit versucht, sie aufs Töpfchen oder den Kindertoilettensitz zu bekommen. Fehlanzeige, das funktioniert nicht. Weil wir das eigentlich wissen, haben wir es wirklich nur ganz selten versucht. Kinder haben einen Zeitpunkt, an denen sie diesen Schritt ganz alleine gehen. Die richtigen Synapsen im Gehirn müssen da entstehen.

Das war haargenau im Urlaub soweit. Nora ist viel ohne Windel rumgelaufen, hat gemerkt, dass das wohl okay ist. Und wie das ganze Zeug wieder so aus dem Körper kommt, bekommt man da auch viel genauer mit. So hat sie ihre ersten selbstständigen Toilettengänge mehr oder weniger auf dem Campingplatz in Bibione hinter sich gebracht.

Und weil jedes Kind anders ist, hat sie uns ganz klar mit einer Tatsache überrascht. Egal, ob großes oder kleines Geschäft. In die Windel geht – außer gelegentlich nachts – nichts mehr. Da bekommt sie noch eine herkömmliche Schutzwindel. Höschenwindeln kann sie gar nicht leiden, so ist sie tagsüber ausschließlich windelfrei unterwegs – und zwar wirklich schlagartig und komplett. Die Kurve hat sie dann auch noch rechtzeitig vor dem Kindergarten bekommen.

Für uns bedeutet das Ganze auch Abschiednehmen. Unser letztes Windelkind beendet diese Ära. Das hat eine große Symbolkraft. Die Kinder werde größer, wir werden älter. Ganz praktisch bedeutet es, dass sich unser Restmüll um zwei Drittel reduziert. Die Kosten für den Windelkauf fallen weg. Aber macht Euch keine Hoffnung, billiger wird das Ganze dadurch nicht. Die Ausgaben für Kinder werden kontinuierlich mehr. Also verplant das gesparte Windelgeld nicht für das nächste Auto oder den kommenden Urlaub. Vom Ersparten bleibt sowieso nichts über.

Flattr this!