Ich selbst hatte in meiner Kindheit ein Lieblingskuscheltier. Es war ein kleiner Hase und ich kann mich leider nicht mehr an seinen Namen erinnern – so angestrengt ich auch darüber nachdenke. Unserem Sohn haben wir irgendwann ein Krokodil geschenkt – und er hat seinen „Kroko“ als Liebling angenommen. Jeden Abend, wenn er ins Bett soll, fragen wir ihn: Wo ist denn der Kroko? Und er antwortet: „In der Heia“ – und wird dann zu ebendiesem gelegt.

Kuscheltiere: Zum Liebhaben und für die Kuscheltiertonne

Kuscheltiere: Zum Liebhaben und für die Kuscheltiertonne

 

Es gibt noch eine Reihe weiterer Favoriten. Ernie und Bert zum Beispiel, die es auch ins Kinderbettchen geschafft haben – ein Schaf, ein Elefant, der auch gern gemeinsam mit Sohnemann und einem Plastikrasenmäher in der Wohnung den Rasen stutzt. Doch so viele Kuscheltiere wie hier auch gern Verwendung finden – es ist nur ein Bruchteil dessen, die wir besitzen.

Die Qualität wiederum fällt höchst unterschiedlich aus. Nur wenige Kuscheltiere haben wir selbst gekauft, viele wurden geschenkt, manche gab es sogar als Werbegeschenk. Sicherlich setzen viele auf Kuscheltiere von Steiff, wir haben eine Reihe weiterer hochwertiger Tierchen, was sich erst im Laufe der Zeit bemerkbar macht. Zum Beispiel bei der dritten Waschung in der Waschmaschine. Es gibt Exemplare, die verlieren schon vor der ersten Dusche ihr Fell, was natürlich gerade für Babys höchst nachteilig ist. Die wandern nicht in die Kuscheltier- sondern direkt in die Mülltonne.

Überhaupt gibt es einige Nachteile von Kuscheltieren: Man kann kaum etwas mit ihnen anfangen. Mit Legos, da lässt sich in immer neuen Varianten spielen. Auch mit Autos kann man sich immer gut beschäftigen. Ein neuer Favorit ist auch bunte Knete. Nur die Kuscheltiere, die wandern entweder ins Bettchen oder auf den großen Haufen. Und so gibt es bei uns den einen Berg oben auf dem Schrank, auf dem sich die Tierlein tummeln, die in keine Tonne passen. Dann gibt’s die große Tonne, in der all die Exemplare ihren Aufenthalt fristen, die einfach nicht zum Einsatz kommen. Und schließlich diejenigen, die zwar zu schade zum Wegwerfen sind, aber irgendwie doch überflüssig. Sie ziehen in eine Plastiktüte in den Keller.

Das mag erneut sehr undankbar klingen, aber im Laufe eines Kinderlebens kommt so einger Rummel zusammen.

Eine Herausforderung stellt sich für uns dennoch: Der erstgeborene hat ein Krokodil auf seiner Kuscheldecke, Kroko als Lieblingstierchen und irgendwie zieht sich das Krokodil auch als Lieblingstier durch sein junges Kleinkindleben. Dazu gesellt sich das Schaf, an dessen Schwanz man ziehen kann, um eine Einschlafmelodie zu hören. Aber der Zweite – der hat noch kein Lieblingstier. Seine Krabbeldecke zeigt einen Elmo. Auf seinem Shirt prangt Kermit und im Laufstall gibt’s den klassischen Teddybär. Dies zu Vereinheitlichen wird das Projekt der kommenden Wochen sein…

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