Date10/10/2012

Gesucht: Die Alternative zum Geschwisterkinderwagen

Die Sache mit dem Kinderwagen ist ja schon eine Wissenschaft für sich. Wir haben Modelle ausprobiert, gekauft, wieder verkauft, Alternativen gekauft und noch immer nicht den perfekten Wagen gefunden. Aber jetzt stellt sich eine ganz neue Herausforderung: Wie denn bitte soll man zwei Kinder transportieren? Die Nummer mit Kinderwagen und Tragetuch ist weder rückentauglich noch für alle Parteien bequem. Der eine kann noch nicht laufen – der andere noch nicht so weit. Außerdem möchte man ja auch einmal wahlweise ein Kind kurz fixieren, um sich dem anderen widmen zu können.

Geschwisterkinderwagen von ABC Design

Geschwisterkinderwagen von ABC Design

Eine erste Recherche liefert magere Erkenntnisse. Da gibt es die Geschwisterkinderwagen. Wer so ein Ding mal im Einsatz gesehen hat, der weiß: Mit der Straßenbahn braucht man überhaupt nicht versuchen zu fahren. Denn wenn einer der zwei für Kinderwagen vorgesehenen Stellplätze belegt ist, dann heißt es: Auf die nächste Bahn warten. Jüngst sah ich eine Frau beim mühsamen Versuch, ihren Geschwisterkinderwagen über den Bürgersteig zu manövrieren. Mal abgesehen davon, dass die Kleinen in so einem Teil aussehen wie gepresste Ölsardinen, scheint dies keine Lösung zu sein. Schließlich geht es nicht um Zwillinge in einem Zwillingswagen, sondern um den Transport von Baby plus Zweijährigem.

Fahrradanhänger und Doppelsitzer zum Schieben von Chariot.

Fahrradanhänger und Doppelsitzer zum Schieben von Chariot.

Eine Alternative, mit der sich einige findige Eltern hervortun, ist der Fahrradanhänger, der zum Doppel-Kinderwagen umfunktioniert wird. Der Vorteil: Man kann das Teil auch nach drei Monaten noch nutzen, wenn man es nicht mehr schiebt, sondern hinter den Drahtesel montiert. Aber auch hier gibt es identische Fragezeichen: Passt so ein Ding in die Straßenbahn? Ist es ausreichend gefedert? Vertragen sich die beiden Minis nebeneinander in einem solchen Gefährt? Momentan herrscht bei uns – wie so oft in Sachen Anschaffungen – etwas Ratlosigkeit. Was nicht in Frage kommt – aber schon im Bekanntenkreis vorgeschlagen wurde: Das Gängelband – verniedlichend auch „Lauflernhilfe“ getauft. Das gab es im Mittelalter und da gehört so eine Hundeleine ehrlich gesagt auch hin.

Und ja: Wir sind für jeden Tipp höchst dankbar.

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Spitze Gegenstände

Alles was gefährlich ist – so scheint es – übt bei Zweijährigen eine unglaubliche Faszination aus. Das beginnt beim Backofen, den man ja probiert anzufassen, obwohl es verboten ist. Und es geht weiter über jegliche Form von Messern. Küchenmesser, Brotmesser, Heckenschere, Rasierklingen, Apfelschälmaschine. Überall dort, wo der Gegenstand spitz wird, da leuchten die Augen und es heißt: „Einmal die Schere haben!“

Messer, Gabel, Schere, Licht... Foto: segovax / Pixelio.de

Messer, Gabel, Schere, Licht... Foto: segovax / Pixelio.de

Aber was ruft diese Begeisterung hervor? Längst legen wir zum Mittagessen ein Kindermesser dazu, damit der Kleine selbst sein Fleisch schneiden kann. Das „Verbotene“ kann es also nicht sein. Gewiss – einige Dinge sind tabu. Etwa der Handrasierer oder das scharfe Fleischmesser. Und dennoch: Gibt es auf dem Balkon zwei Plastik-Schüppchen und eine spitze Metallschaufel für die Balkonblumen, so können wir sicher sein, dass letztere zum Objekt der Begierde avanciert.

Scheren sind ein Riesenthema. Und Bügeleisen – aktuell noch genannt „Gügeleisen“. Wer dies kurz haben darf, muss von unendlichem Glück beseelt sein. Allein: Wenn die Schere dann einmal bei der Pediküre zum Einsatz kommt, dann ist der Coolness-Faktor doch ganz schnell dahin. Und vor dem Thema Kerze, da herrscht dankenswerterweise noch eine gehörige Portion Respekt.

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