MonthNovember 2012

8-6-3 – schon wieder eine neue Zahlenkombination

Seit heute müssen wir uns wieder eine neue Zahlenkombination merken. Damit bricht die Phase des Jahreszyklusses an, in der wir uns am längsten nicht umgewöhnen müssen. Tom hat Geburtstag, er ist sechs Jahre alt geworden. Auf die Frage, wie alt unsere Kinder sind, heißt es von heute an 8-6-3.

Die Geburtstage der Kinder sind auch Ankerpunkte im Leben von Mama und Papa. Sie halten einem erneut vor Augen, dass die Zeit zerrinnt. Sie geben die Möglichkeit, Rückschau zu halten, an einem positiv besetzten Tag. Das lässt auch die schwierigen Zeiten in einem freundlichen Licht erscheinen.

Der 6. Geburtstag hat aber auch noch eine andere Bedeutung. Hier ist jetzt nämlich ein kleiner Kerl, der kurz davor steht, die Welt für sich auf eine andere Art zu erschließen. Seit wenigen Wochen ist er ein Maxi-Treff-Kind. Der Maxi-Treff ist eine Einrichtung des Kindergartens. Einmal in der Woche dürfen die Kinder sich dann schon ein bisschen wie Schulkinder fühlen. Das ist eine schöne Herausforderung. Es zeigt sich, wie neugierig Tom ist, und dass er die Herausforderung sucht. Er freut sich wahnsinnig auf diesen einen Vormittag in der Woche. An diesem Tag ist es besonders wichtig, schon pünktlich eine halbe Stunde vor Beginn des Maxi-Treffs in der Kita zu sein. Ganz besonders wichtig ist es, dass es hier auch Hausaufgaben gibt (was ist es eigentlich, das diesen Esprit im weiteren Lauf des Lebens verschwinden lässt? Okay, anderes Thema.)

Ich habe ja schon öfter geschrieben, das Entwicklung ein Kontinuum ist und man trotzdem manchmal meint, Entwicklungssprünge ausmachen zu können, vor allem bei Tom ist dies gerade so.

Über all diese Gedanken darf eines nicht vergessen werden:

Lieber kleiner, großer Tom: Alles Gute und Liebe zum Geburtstag!

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Die Endlichkeit, unvermittelt

Doch, ich kann das wirklich sagen. Es war ein feiner Geburtstag, den ich heute verbringen durfte. Normalerweise mache ich an meinen Geburtstagen nicht frei. Heute hatte es sich so ergeben. An Marcs Schule gab es einen pädagogischen Tag, schulfrei also. Nora ist noch ein bisschen angeschlagen – sie sollte also sowieso zu Hause bleiben. Und heute früh kam auch Tom ans Bett geschlichen: „Papa, kann ich heute auch zu Hause bleiben?“ Klar, was für eine Frage.

Die Geburtstagsfeierlichkeiten haben eigentlich schon am Freitag begonnen. In einer ruhigen Minute hat Marc sein Geschenk für mich geholt. Ich sag noch: „Marc, willst Du mir das wirklich schon heute geben?“ Meine Frau: „Das muss so sein. Wir haben nämlich Deinen Sonntag verplant.“ Da habe ich akzeptiert.

Ich bin nun wirklich kein so richtiger Fußball-Fan, der einem Verein den Vorzug vor anderen gibt. Wenn ich aber mit einem Club mitfiebere, dann natürlich mit dem SV Darmstadt 98 – aus lokaler Verbundenheit. Kürzlich haben Marc und ich das Derby gegen den OFC als Live-Stream am Computer zusammen geschaut. Das war ein wichtiges und aufregendes Spiel. Mit dem richtigen Sieger. Also hat Marc beschlossen, mir ein Ticket für ein Heimspiel der Lilien zu schenken. Unterstützt von seiner Mutter wurde also ein Online-Ticket besorgt – für das Kellerduell gegen Rot-Weiß Erfurt. Das war eine echt tolle Idee von ihm. Er hat sich wohl gegen die Widerstände meiner Frau durchsetzen müssen.

Also gingen wir gestern zum Bölle (Stadion am Böllenfalltor, für alle Auswärtigen). Es war ein schönes gemeinsames Erlebnis, wenn auch das Spiel katastrophal und das Endergebnis ernüchternd war. Mit 0:1 ging das Spiel verloren, damit haben die Lilien die Rote Laterne in der 3. Liga übernommen. Die Mannschaft war so schlecht, dass einVerbleib in dieser Spielklasse unwahrscheinlich ist. In der 2. Halbzeit war Marc arg frustiert, er wollte das Stadion schon in der 60. Minuter verlassen, obwohl der Gegentreffer erst in der 64. Minute fiel. Nach dem Schlusspfiff sagte der kleine Mann: „So habe ich mir das nicht vorgestellt.“ Schon auf der Heimfahrt mit der Straßenbahn war aber wieder alles vergessen.

Heute nun gab es die Gelegenheit, viel Zeit mit den Kindern zu verbringen, am Nachmittag kamen meine engsten Verwandten. Ein absoluter Höhepunkt war die Performance, die Tom und Nora vorbereitet hatten. Tom hat natürlich Drehbuch geschrieben und Regie geführt. Die beiden haben Lieder gesungen, einen Tanz vorgeführt und Quatsch gemacht. Abgerundet haben das Ganze zahlreiche Gemälde von Nora und ein Bilderbuch von Tom.

Und wenn sich der Tag dann dem Ende zuneigt, die Kinder so langsam bettfertig sind und man selbst auch schon ans Schlafen denkt sowie die Systeme runterfährt, kommt manchmal dann doch noch etwas, was den Tag so richtig komplett macht. Wieder einmal war Tom der Urheber der Frage des Tages: „Papa, lebst Du eigentlich noch, wenn Du das nächste Mal Geburtstag hast? Wir wollen dann nämlich wieder etwas vorführen.“ Und so wirst Du an Deinem 42. Geburtstag mit der Endlichkeit konfrontiert, ganz unvermittelt.

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Happy Birthday, Papa!

Heute hat mein lieber Chef-Blogger und Passionpapa-Gründer Christoph Geburtstag. Und da wir in ganz unterschiedlichen Städten wohnen, kann ich leider keine Glückwünsche aus den Augen seiner Kinder formulieren oder übermitteln. Also halte ich die virtuelle Laudatio aus den Augen eines Papas. Was wünscht sich ein Papa zum Geburtstag? Ein „ich hab dich lieb“ von den Kindern. Einen Scherz. Gute Laune. Gutschein für einmal weniger streiten. Dass einer die Lieblings-CD einlegt. Eine Umarmung mit allen dreien gemeinsam. Dass die Ex-Kollegen anrufen anstatt auf die Facebook-Pinnwand zu posten (und wenn’s die Tage ist…). Eine SMS von einem alten Schulkumpel. Dass alle gesund sind. Dass alle zufrieden sind. Und: Dass einmal alle laut und kräftig singen, so wie hier:

Happy Birthday, alles Beste! Papa!

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Ich, der Pfannenwender…

Manchmal kommt man sich vor wie ein heißer Feger, anderentags wie ein Pfannenwender. Der vier Monate alte Sohn hat entdeckt, dass man sich mit ein bisschen Schwung ganz prima zunächst auf die Seite und dann auf den Bauch drehen kann. Dann kann man auch viel besser gucken, die Welt steht nicht mehr Kopf und das mit dem Köpfchen hochhalten funktioniert auch schon ganz prima.

Drei Minuten lang.

Dann passiert folgendes: Der doofe Kopf wird schwer. Erst wird dann gemeckert, dann gepustet und alles funktioniert nicht, um wieder zurück auf den Rücken zu flutschen. Was also tun? Es hilft lediglich ein aufgeregtes – „Bäh“. Papa rennt herbei, wendet den Winzling wie einen Pfannkuchen und schwupps – zurück auf Los. Eine Mikrosekunde Kraft gesammelt, geht es dann von vorn los, weil das Drehen so viel Spaß macht.

Ein befreundetes Päärchen erzählte uns schon bei unserem ersten Kind, es habe wochenlang sein Baby minütlich wieder wenden müssen, was unglaublich an den Nerven gezehrt habe. Vielen Dank für die Tipps. Unser Erstgeborener hatte zum Glück nach drei Tagen den Dreh raus. Ab dato ging es im Rollverfahren quer durch das Wohnzimmer. Spitze Kanten von Möbeln wurden mit formschönen schwarzen Koffern gepuffert oder anderweitig zugestellt. Das war lustig anzusehen und machte allen Beteiligten viel Spaß.

Der Zweitgeborene lässt sich nun seit ungefähr 10 Tagen alle paar Minuten wenden…

Foto: w.r.wagner  / pixelio.de

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Ich brauche einen Kinder-Regenschirm

Die Frage, wie viel Spielzeug ein Kind braucht, um glücklich zu sein, stellt sich spätestens in folgender Situation: Wir suchen die Lok von der Duplo-Eisenbahn, die in einer der fünf überkindergroßen Legostein-Kisten sein könnte – aber nicht zwingend dort sein muss. Werkzeugkasten, Holzbau-Flughafen, Musikinstrumente, Puzzle, Knete, Malbuch, Kinder-Fahrzeuge. Die Liste der Spielzeuge ist lang. Was soll man aber tun, wenn sich der Sproß für etwas Neues wirklich begeistert?

Kinderregenschirm, Modell Sau-Bär, bei DM.

Kinderregenschirm, Modell Sau-Bär, bei DM.

Das Bügelbrett, das wir gestern erstanden haben, wird zumindest rege genutzt. Schon wochenlang wurde im Kindergarten immer mit dem „Gügeleisen“ auf dem „Gügelbrett“ erstmal eine Viertelstunde gegügelt, bevor es in die Gruppe ging. Das Fahrrad, das auch Pedale hat und nicht nur wie so ein blödes Laufrad ausschaut, ist längst bei Oma und Opa für Xmas eingebrieft. Für den Spielplatz gibt es inzwischen eine Maurerausrüstung, bei der sich mancher Bauarbeiter eine Scheibe abschneiden kann. Aber manchmal fragt man sich dann: „Warum zum Geier braucht er denn genau das jetzt auch noch?“

Ich weiß nicht einmal, wie unser Zweijähriger drauf gekommen ist, aber ein Künder-Regenschürm musste her. Bei jeder Einkaufsfahrt – bei jeder Frage im Supermarkt: „Was möchtest du einkaufen?“ – hieß es einhellig: „Einen Künder-Regenschürm“. Und dabei können Kinderaugen so dermaßen leuchten, dass Papa sich dann auf die Suche macht. Zu viel Spielzeug hin oder her.

Auf geht’s also in die Stadt. Die Billigläden wie Woolworth – wo ich so ein Ding vermutet hätte – lassen einen buchstäblich im Regen stehen. Der Kleine fragt die Verkäuferin erwartungsvoll selbst: „Ich brauche eine Künder-Regenschürm!“ – „Einen Kinderriegel?“ – antwortet die irritiert. Die Enttäuschung ist riesig. Auch Rossmann ist keine Hilfe. Hier gibt es zwar jede Menge Kinderkrempel und auch die wohl günstigsten Windeln in Sondergröße 5-Plus, aber das Objekt der Begierde fehlt im Sortiment. Immerhin weist die freundliche Kassiererin den Weg zu DM. Und dort steht gleich im Eingangsbereich ein großer Aufsteller mit Schirmen – und auch mit bunten kleinen Schirmchen mit rosafarbenem oder orangenem Griff von Sau-Bär. Er strahlt (gemeint ist nicht der Schirm).

Auf dem Weg heim ist der Regenschirm aufgespannt. Natürlich regnet es nicht. Zuhause angelangt schützt der Regenschirm vor möglichem plötzlichen Wassereindringen auch auf der Wickelkommode. Nur ins Bett ist er nicht geschlüpft.

Morgen erstehen wir einen Kaufladen mit viel Zubehör.

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Wenn Windelwerbung wirkt

Heute gibt es zum Wochenausklang mal ein kleines Fundstück aus dem Netz. Aldi Australien bewirbt seine Mamia-Windeln mit Hilfe eines neuen Werbespots, für den die australische Agentur BMF verantwortlich zeichnet. Szenen des Lebens, für den einen oder anderen wichtige Momente des Daseins, werden hier auf ein angemessenes Maß zurückgesetzt. Das allein wird dadurch erreicht, dass sich der Biorhythmus von Kindern von nichts und niemanden aus der Bahn werfen lässt. Ihr alle kennt sicher unzählige Situationen, in denen es gerade nicht so gepasst hat, das die Windel befüllt wurde. Schaut Euch das Video an und schreibt doch in die Kommentare, bei welchen Höhepunkten des Lebens das Schicksal Euch ereilt hat.

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