Ei Pääd bielen

Apple-Kids

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„Darf ich Ei Pääd bielen?“ – es gibt Zeiten, da höre ich diese Frage zigmal am Tag. Fast genau so oft sage ich dann: „Nein, jetzt nicht!“ Worauf Nora erwidert: „Aber ich liebe Ei Pääd.“ Und damit meint sie auch das iPhone. Die Größe des Spielgerätes ist ihr nämlich egal.

In jedem Papa-Blog muss irgendwann darum gehen, wie schnell und perfekt die lieben Kleinen den Umgang mit technischem Spielzeug lernen. Ich kann mich diesem Mainstream nicht entziehen.

Neulich hat mir meine Mutter erzählt, dass Nora meinem Väter in die Fernbedienung des Fernsehers hinein diktiert hat, dass er Kika einstellen solle, mit der Tastenkombination 262, bitte.

Wenn wir in Museen sind, in denen es multimedial aufbereitete Inhalte auf entsprechenden Geräten gibt, ist sie die erste, die mit gekonnt weil geübten Gesten, Bewegung und Veränderung auf den Bildschirmen schafft. Lustig ist natürlich immer wieder, wenn sie auf einen Bildschirm aus dem vergangenen Jahrtausend trifft, der partout nicht auf Gesten reagieren will.

Ja, es ist erstaunlich, dass Kinder tatsächlich beweisen können, dass eine intuitive Touchsteuerung wirklich intuitiv ist. Das zeigt: Ingenieure und Techniker machen vieles richtig. Bessere Tester als drei- oder vielleicht sogar schon zweijährige Kinder gibt es dafür wohl nicht.

Das technische Verständnis ist ausgeprägt. Doch manchmal kann man die kleine Füchsinnen aber dennoch austricksen. Wenn die drei Männer mal wieder in einer Wii-Session Mario und Luigi durch die Gegend scheuchen, dann möchte sich natürlich auch Nora einbringen. Und noch kann ich ihr einem solchen Fall einen PS3-Controller in die Hand drücken, auf dem sie dann munter die Tasten betätigt, in der Überzeugung, die Macht über eine der Spielfiguren zu haben. Ich befürchte: Auch diesen Trick werde ich nicht mehr sehr lange anwenden können. Dann wird wohl auch noch eine vierte Fernbedinung für die Wii in unser Haus einziehen müssen.

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1 Comment

  1. Berühren und Anreden – das sind die Bedienkonzepte der Zukunft. Ich bin schon neugierig, was für Geräte es noch so geben wird, bis unsere Kinder aus dem Haus sind 🙂

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