Nachtruhe? Ausschlafen? Was soll das sein?

Okay, es gibt die Nächte, in denen ich wirklich zur Ruhe komme, „ungestört“ sechs Stunden am Stück schlafen kann. Es gibt sie, ganz selten, aber sie kommen vor.

Die letzte Nacht hätte beinahe dazuzählen können. Irgendwann ist zwar Tom aufgekreuzt, aber das ist schon so normal, dass es sich dabei gar nicht mehr um einen erwähnenswerten nächtlichen Zwischenfall handelt. In jedem Fall hat das erneut eine nächtliche Wanderung ausgelöst, von der ich allerdings nicht betroffen war.

Aber um 5 Uhr höre ich plötzlich Wortfetzen aus dem Nebenraum, das Licht geht an. „Runter“, „Aufstehen“, „Nein“, „Licht aus“. Nun gut, was da drüben abläuft, hat mit mir nichts zu tun. Falsch gedacht.

„Nora will runter, sie will aufstehen, sie will nur weiterschlafen, wenn Du zu ihr gehst.“ Okay, da bleibt mir wohl nichts anders übrig. Es ist 5.20 Uhr, es fehlt noch eine Stunde Schlaf.

Und natürlich gibt die kleine Frau neben mir keine Ruhe. Das zehrt an den Nerven, ehrlich. „Ich will runter.“ Dafür habe ich kein Verständnis und teile ihr meine Meinung ruhig aber bestimmt mit.

Und jetzt kommt der Hammer. Ich liege wach und vernehme, dass sie doch noch einmal in den Schlaf gekommen ist. Gerade wird es mir bewusst, da meldet sich auch schon der Wecker. Nora hat es tatsächlich geschafft genau in jenem Moment erneut einzuschlafen, als ich aufstehen musste. In einem solchen Moment machst du Bekanntschaft mit deinem Ich. Und ich bin stolz, dass ich so gelassen sein kann. Das macht Mut.

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