MonthApril 2013

Joggen und Ytong

Das war heute ein echt dicht gepackter Tag – lauter Höhepunkte. Ich bin zwar jetzt fix und fertig, aber eigentlich geht’s mir ganz gut.

Fangen wir von vorne an. Mit einer Veranstaltung der Schule. Bickenbach rennt. Das ist eine Art Sponsorenlauf. Für die Kinder der hiesigen Grundschule handelt es sich um eine Pflichtveranstaltung, dafür gab es an einem anderen Tag frei. Die Kinder drehen ihre Runden im nahe gelgenen Wald. Das Besondere: Eltern, Geschwister, Großeltern, wer auch immer können auch teilnehmen. Startgebühr: 3 Euro. Das Ziel: Möglichst lange unterwegs sein, rennend oder walkend. Die Obergrenze liegt eigentlich bei 60 Minuten – ein paar Läufer laufen eben immer etwas länger. Marc hat mich auch gefragt/gebeten/aufgefordert, mit von der Partie zu sein. Mein Problem: Seit ich 2009 meine Knie-Probleme hatte, inklusive OP und schließlich diagnostizierter Schuppenfelchte mit Gelenkbeteiligung, bin ich nicht mehr gelaufen. Eigentlich bin auch schon vorher eine zeitlang nicht mehr gelaufen. Aber das war dann natürlich doch eine Herausforderung, Marcs Forderung.

Marc hat mir recht schnell gezeigt, dass ich ein Klotz an seinen flinken und schlanken Beinen bin. Er musste langsam laufen, um bei mir zu bleiben. Ständig hat er mich gefragt, ob ich noch kann, wie lange ich noch dabei bleibe. „Die halbe Stunde ist gleich vorbei, dann kannst du aufhören.“ Ein wenig sportlicher Restehrgeiz ist dann doch noch im mir vorhanden. Ich habe es immerhin auf 50 Minuten gebracht, das war im Vergelich mit anderen Eltern natürlich schwach. Aber ich war dabei, bin gelaufen – und habe jetzt im Moment einiges, aber keine Knieproblem. Ich hoffe, das Letztere bleibt so. Vielleicht sollte ich doch wieder öfter laufen gehen – mir dafür aber einen einfacheren Laufpartner als Marc suchen. Er hat in 60 Minuten 10 Waldrunden gepackt. Dafür gebührt ihm mien ganzer Respekt.

Teil zwei des Aktiv-Tags mit den Kindern war ein Eltern-Kind-Projekttag in der Kita. Die Erzieherinnen haben Projekte angeboten, zu dem sich Eltern-Kind-Tandems anmelden konnten. Da ich einer der Vorantreiber der Väterarbeit in der Kita bin, wurde ich gefragt, ob ich nicht auch ein Angebot für Väter mit ihren Kindern machen wollte. Das kam recht überfallartig, ich musste schnell entscheiden. Meine Wahl fiel auf Ytongsteine bzw. Porenbetonsteine. Wir wollten Skulpturen daraus machen. Tiere, wie Schildkröten, Schnecken oder Käfer. Als ich das einem Freund erzählte, sagte er, dass man das soch in den Achtzigern gemacht hätte. Schluck. Ich habe damals so etwas nicht gemacht. Ein Angebot, altmodisch bis dort hinaus. Hilfe. Aber das Programmheft war schon gedruckt. Es gab kein zurück.

Werken mit Porenbetonsteinen

Das sind die Werke, die die Kinder mit ihren Vätern heute geschaffen haben - Respekt.

Ich habe also das Material besorgt und in dieser Woche erfahren, dass sich nur drei Tandems angemeldet haben. Ich bin tapfer mit Tom in den Ring gestiegen. Und ich kann nur sagen: Väter und Kinder waren begeistert. Die Kinder wollten gar nicht aufhören. Alle waren fleißig am Sägen, Feilen, Schleifen. Ich bin ja nun auch nicht der Werkmeister vor dem Herren. Aber es hat mich beeindruckt, dass wir in kurzer Zeit wirklich eine Reihe hübscher Skulpturen erarbeitet haben. Auch die Kindergartenkinder konnten schon eine ganze Menge selbst mitarbeiten. Für Drei- oder Vierjährige ist das Ganze wahrscheinlich nichts. Die anwesenden Kinder waren etwas größer. Schutzbrillen und Staubschutzmasken waren mit von der Partie. Das war heute echte Qualitätszeit, mit den eigenen Kindern und den anderen Vätern.

Alles in allem war es ein großartiger Tag – mit Joggen und Ytong.

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Einschlaftricks posten und Windelvorrat gewinnen

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Kennt ihr den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“? Genau so wie Bill Murray, der zig Mal ein und denselben Tag erlebt, fühle ich mich, wenn ich meinen Großen ins Bett bringe. Wir haben uns nämlich ein immer wieder kehrendes Ritual ausgedacht, in dem wir den Tag besprechen. Ich verwende immer dieselben Sätze und Fragen, er gibt immer dieselben Antworten.

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Klingt langweilig? Ist es aber nicht. Anders als Bill Murray freue ich mich auf das immer Gleiche an diesem Spiel und den Spaß, den wir jeden Abend dabei haben. Auch die Tatsache,  dass das Söhnchen nach unserem Ritual fröhlich in sein Kissen sinkt und einschläft, macht mich glücklich – und auch ein bisschen stolz, diesen Weg mit ihm zusammen entdeckt zu haben.

Jetzt kennt ihr unseren Einschlaftrick. Solltet ihr auch einen haben – vielleicht das Lieblingslied eures Sprösslings oder eine kleine Geschichte, die ihr abends erzählt – schreibt gern einen Kommentar.  Unter den Teilnehmern verlosen wir 3 x 3 Packungen Pampers Baby Dry, Größe 4, und eine Packung Feuchttücher Pampers Sensitive Whipes.  Der Hersteller der Windelmarke Pampers, Procter & Gamble, sponsered die Aktion und stellt die Gewinne zur Verfügung.

Die Gewinne werden unter allen Teilnehmern verlost, die bis zum 15.05.2013, 23.59 Uhr einen Kommentar zur oben genannten Frage unter den Artikel geschrieben haben. Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt und haben eine Woche Zeit, auf die Mail zu reagieren und Passionpapa eine Nachricht mit vollständigem Namen und Adresse zu senden. Ansonsten wird neu ausgelost. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Es besteht kein Anspruch auf Auszahlung oder Ausgabe eines Ersatzgewinns. Die Gewinnauslosung findet am 16. Mai 2013 statt. Betreiber von Passionpapa und deren Gastautoren sowie Mitarbeiter der beteiligten Agenturen dürfen an der Gewinnauslosung nicht teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

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Ich und das Gefängnis

„Papa, warst Du schon einmal im Gefängnis?“ Ich gebe zu, diese Frage hat mich unvorbereitet getroffen. Entsprechend habe ich reagiert. Ich hoffe, dass ich mich nicht verdächtig gemacht habe. Marc war ebenfalls überrascht, dass ich so vehement erläutert habe, dass ich natürlich noch nicht im Gefängnis gewesen bin. „Hast Du den Eindruck, dass ich mal im Gefängnis hätte gewesen sein müssen?“

„Als Jugendlicher stellt man doch viel Blödsinn an, oder?“ Es müssten ja nicht immer gleich kriminelle Dinge sein, habe ich gesagt. Und dann gab ich zu, dass ich eigentlich immer ziemlich brav gewesen bin – irgendwie bin ich das bis heute ist mir dann aufgefallen, also nochmal so richtig deutlich.

Marc weiß, dass wir oft Krimis schauen. Vielleicht hat das seine Fantasie angeregt. Im vergangenen Jahr war eine in einer kriminologischen Vorlesung bei der Kinderuni in Frankfurt. Vielleicht hat er sich wieder einmal daran erinnert. In der Schule geht es viel um Demokratie und Kinderrechte. Ob es auch um Strafrecht geht, weiß ich nicht.

Aber ich bleibe weiter auf der Hut. Und ich weiß: Auch das wird mich nicht davor bewahren, überraschende Fragen von den Kindern gestellt zu bekommen.

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Sprüche, damals und heute

Ihr kennt doch sicher alle noch die Kindersprüche von damals, um andere zu ärgern, oder diese Abzählreime? Ätschi, bätschi, kokolätschi. Fang mich doch, du Eierloch. Usw. Usw.

Ist es nicht schön, dass sich bei allen neuen Einflüssen viele dieser Sprüche gehalten haben. Manch Eltern verstehen ihre Kinder vielleicht überhaupt nur noch dann richtig, wenn diese Sprüche ihre Anwendung finden. Das hat etwas mit Kontinuität, Tradition, Kultur zu tun.

Gerade Menschen, denen es Freude macht, in der Vergangenheit zu leben, dürften sich hierüber sehr freuen.

Aber Hand aufs Herz: Habt Ihr Euch damals nicht auch furchtbar über eine solche hämische Behandlung von Kindergartenkollegen oder Schulkameraden geärgert? Meistens wenigstens.

Auch sehr beliebt – und immer noch bekannt: Dein Hosenstall ist auf, die Pferde laufen raus.

Kennt Ihr das, also das mit dem offenen Hosenlatz und diesen Spruch, den derjenige mit viel Genugtuung ausgesprochen hat, dem diese Nachlässigkeit aufgefallen ist? Peinlich.

Doch das muss es nicht sein. Wie so oft bringt mich Tom zu dieser Erkenntnis, mit seiner trockenen und entspannten Art.

Seine Reaktion auf diesen Einwurf ist sehr sachlich und am Wort orientiert. „Mir macht das nichts aus, ich hasse Pferde sowieso.“

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"Achtung, die Pferde könnten rauslaufen!" "Na und, sollen sie doch. Ich kann Pferde sowieso nicht leiden!"

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