Urlaub vorbei

Urlaub vorbei. Schade. So ist es eben. Leider ist die intensive Zeit mit der Familie dafür für diesen Sommer Vergangenheit. Bei allem Aufwand und Stress, den Urlaub auch bedeutet, überstrahlt doch die gemeinsame Zeit alles. Ehrlich gesagt spielt es da auch gar nicht die große Rolle, ob und wie weit weg man in den Urlaub fährt. Der Ausbruch aus dem Alltag ist natürlich trotzdem hilfreich. Er sorgt für neue Herausforderungen, an denen der Einzelne und die Familie im Ganzen wachsen kann.

Dieses Mal hat es uns mal wieder nach Frankreich gezogen. Ehrlich gesagt: Vor allem ich hatte keine Lust mehr auf Italien. Zumindest nicht mehr auf die Ödnis des Hinterlandes an der Adriaküste zwischen Venedig und Grado. Ist halt praktisch dort. Der Weg ist nicht so weit. Die Strände passen in der Regel gut zu kleinen Kindern. Das war es denn auch schon.

Strand und Pyrenäen

Strand und Pyrenäen - Argélès-sur-mer.

Also ging es dieses Mal auf einen der rund 50 (!) Campingplätze auf dem Stadtgebiet von Argélès-sur-mer. Es handelt sich um die Camping-Hauptstadt Frankreichs, vielleicht sogar von ganz Europa. Das allein hätte uns vielleicht abschrecken sollen. Der Urlaub war gut. Dieses konkrete Ziel werden wir aber nicht mehr ansteuern.

Wir waren auf einem der wenigen Plätze mit direktem Zugang zum Meer. Und der Strand, der für mich ja nicht so wichtig ist, taugte mal wieder nichts. Grober Sand, steiler Abgang ins Meer, Kieselsteine. Ein kindertauglicher Sandstrand sieht anders aus. Einmal haben wir die Gelegenheit genutzt – und schleunigst haben wir uns auf die Suche nach einem besseren Strand gemacht. In St. Cyprien, etwa acht Kilometer nördlich, sind wir fündig geworden. Auch noch nicht optimal, aber deutlich besser.

Der Standard von dem Campingplatz Le Soleil ist hoch, hat aber auch seinen Preis. Ehrlich gesagt halte ich 65 Euro pro Nacht für einen Stellplatz für ein Zelt mit Stromanschluss und fünf Personen für deutlich zu teuer. Wenn auch das Schwimmbad wirklich sehr ordentlich ist. Das sind eben die Marktgesetze. Und so funktioniert Tourismus.

Zelten im Süden - auf dem Campingplatz Le Soleil.

Zelten im Süden - auf dem Campingplatz Le Soleil.

Wir waren 10 Tage vor Ort. Das Wetter war nicht optimal. Immer wieder gab es den einen oder anderen Schauer, die Temperaturen waren mit 28 bis 32 Grad okay und sehr gut erträglich. Das Hinterland hat seine Reize und ist deutlich näher als in Italien (s.o.). Allerdings war ich gut eine Woche körperlich nicht in der Lage, größere Aktionen zu starten. Irgendwelche Erreger haben sich in meinem Körper aufgehalten, die mich außer Kraft setzten. Klar, so ist das mit Urlaub. Für die Arbeit muss der Körper immer schön funktionieren. Machst Du eine Auszeit, holt der Körper seinen Anteil. Wie ich das hasse.

Das hat natürlich auch Zeit mit den Kindern gekostet, die übrigens in keiner Animation waren. Ich fahre doch nicht in den Urlaub, um meine Kinder loszuwerden. Übrigens war auch die Autofahrt (1150 Kilometer in zwölf Stunden) sehr in Ordnung. Kinder halten das aus, auch wenn die Langeweile einmal zuschlägt. Langeweile gehört zum Leben, sie fördert die Kreativität. Und Hörspiele gibt es ja auch zahlreich. Darüberhinaus gab es keine multimediale Bespaßung während der Fahrt.

Alles zusammen genommen hat alles gut geklappt. Nach den 10 Tagen in Argélès-sur-mer, haben wir noch vier weitere Nächte auf zwei anderen Campingplätzen im Landesinneren verbracht. Dazu aber später vielleicht mehr.

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2 Comments

  1. Liest sich sehr interessant! Und in einer Woche kommt es einem schon wieder wie eine Ewigkeit vor, dass man Urlaub hatte!

  2. Es scheint, Sie verbrachten eine tolle Zeit. Gute Wahl!

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