Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter unserer Familie. Zudem ein sehr gelungenes. Antreiber war ein gewisser Herr Nilsson.

Herr Nilsson ist das Klassenkuscheltier von Tom. Am Freitag kam er schon jubelnd und über beide Backen grinsend auf mich zugestürmt, weil er für dieses Wochenende das große Los gezogen hatte, Herrn Nilsson heim nehmen zu dürfen. Die Aufgabe: Herr Nilsson soll in einem Buch über die Ereignisse des Wochenendes berichten, mit Fotos, als Beweis angereichert, versteht sich.

Einige Ereignisse waren vom Terminkalender vorgegeben, andere wurden geschaffen. Der Freitag startete mit dem Hortfest. Da war ich nicht dabei, im Gegensatz zu Herrn Nilsson. Das muss aber eine sehr gelungene Veranstaltung gewesen sein. Tom ist seit wenigen Wochen im Hort. Und er ist total begeistert, wie auch immer noch von der Schule. Das darf ruhig so bleiben. Der Abschluss des Festes war nicht ganz so erfreulich. Einige Kinder haben ein Wespennest aus einem Baum entfernt und die Insekten dadurch nicht gerade milde gestimmt. Es gab einige Stich, aber insgesamt ging es noch glimpflich aus. Einen gewissen Lerneffekt wird diese Aktion dann auch gehabt haben. Das ist zumindest zu hoffen.

Herr Nilsson im Kino

Herr Nilsson im Kino.

Am Samstag gab es einen Bücherflohmarkt im Bickenbacher Weltladen, auch hier war Herr Nilsson dabei. Am Nachmittag ging es dann ins Kino. Tom hat am Vormittag gefragt, ob wir ins Kino gehen könnten. Er kam nur darauf, weil Herr Nilsson da war. Das glaube ich zumindest. Tatsache ist, dass das Wochenende wegen des Fußballs immer ziemlich auf Marc zentriert ist. Da ist es auch wichtig, den Wünschen und Bedürfnissen der anderen beiden gerecht zu werden, und so habe ich mich überzeugen lassen. Die Wahl fiel auf „Planes“. Mein Fazit, und auch das der Kinder: Mittelmaß. Ein Film, den man nicht gesehen haben muss. Die Grundbotschaft ist in Ordnung und auch kindgerecht. Die Witzigkeit hält sich in Grenzen. Typisch amerikanische Elemente wie der Kriegsveteran Skipper, inklusive Rückgriff auf den Zweiten Weltkrieg, fehlen auch nicht, stören dafür aber. Das Popcorn war okay.

Am Sonntag haben dann meine Frau und ich vorgegeben, wohin es Herrn Nilsson verschlagen sollte. Es ging in den Hessenpark nach Neu-Anspach. Da stieg ein Käsefest mit Kinderbespaßung und anderen Attraktionen. Wir sind dennoch auch in die Ausstellung gegangen, haben uns aber vor allem in der Baugruppe Mittelhessen aufgehalten. Dort gab es schon ausreichend zu entdecken. Es wurde gebuttert, es würden Körbe geflochten, Marc entzifferte Sprüche, die in Sütterlin verfasst waren. Tom und Nora dürften im Bollerwagen fahren. Wenn es jedoch in den alten Häusern etwas zu entdecken gab, sprangen sie aus dem Wagen und enterten die Häuser. An einer Knotenstation machte dann etwas älterer Herr eine kleine Knotenschulung mit Marc. Das ist toll, wenn über mehrere Generationen hinweg Interesse aneinander und an dem besteht, was der andere kann und was ihn ausmacht.

Am frühen Nachmittag haben wir dann den Rückzug angetreten, mit Herrn Nilsson versteht sich. Bilder auswählen, Bilder bearbeiten und Bilder einkleben. Tom hat dann noch einige Abort der Erläuterung hinzugefügt. Na, Herr Nilsson, wie hat es Dir in unserer Familie gefallen

Flattr this!