MonthApril 2014

Marathon in Düsseldorf: Bloggerlauf für’s Kinderhospiz und #roflcopter

Ein Kinderhospiz. Puh, das ist wirklich harter Tobak. Als ich vor einigen Wochen den Vortrag von Melanie van Dijk hörte, waren es nicht nur die beeindruckenden Worte der Geschäftsführerin des Kinderhospiz Regenbogenland, die mir in Erinnerung blieben, sondern auch Zahlen. 33 feste Mitarbeiter arbeiten in Düsseldorf-Gerresheim und betreuen totkranke Kinder und deren Familien. Dazu kommen rund 80 ehrenamtliche Mitarbeiter. Die Düsseldorfer kümmern sich um circa 180 Kinder im Jahr. Die Löhne der 33 Festangestellten werden zu 75 Prozent aus Spenden finanziert.

Das Kinderhospiz – für die, die dies nicht wissen – ist ein Ort, an dem das Leben und die Lebensfreude im Mittelpunkt stehen sollen – auch wenn den Kindern nur noch eine begrenzte Zahl von Tagen im Leben verbleibt. Die Mitarbeiter helfen Familien dabei, die ihnen noch geschenkte Zeit gemeinsam mit ihrem Kind möglichst erfüllt und positiv zu gestalten. Hier soll jeden Tag gelacht werden können. Lachen. Befreit lachen können. Das ist wohl mit das Erfüllendste im Leben. „Wenn Lachen erwiesenermaßen gesund ist, dann ist es nur logisch, dass in ungesunden Zeiten, in denen es eigentlich nichts zu lachen gibt, erst recht gelacht wird“, formulierte einst WirtschaftsWoche-Autor Christian Deysson. Was dieser Autor so philosophisch beschreibt, würden Jugendliche heute mit einem LOL abkürzen und mit einem ROFL quittieren. So wie das, was jetzt visualisiert kommt…

rolfcopter - Die Bloggerstaffel beim Marathon in Düsseldorf 2014

#roflcopter – Die Bloggerstaffel beim Marathon in Düsseldorf

Szenenwechsel.

Vor einiger Zeit habe ich gegen einen ehemaligen Arbeitskollegen in einer Laune eine Wette verloren. Mein Wetteinsatz: Ich laufe in der Staffel beim Düsseldorfer Marathon mit. Zwei weitere Mitläufer waren schnell gefunden – ebenfalls geschätzte ehemalige Kollegen.

Nun haben wir uns gemeinsam im Team dazu entschlossen, am Sonntag für einen guten Zweck zu laufen: Und es freut mich besonders, dass unsere „Wette“ nun ein bisschen in die Arbeit im Kinderhospiz Regenbogenland in Düsseldorf einzahlt. Ich möchte euch heute bitten, euch mit einem auch noch so geringen Betrag zu beteiligen. Ob ich selbst mit meiner mittelmäßigen Kondition eine akzeptable Zeit rauslaufen werde, das ist nebensächlich. Ich hoffe persönlich natürlich, dass ich gesund und ohne Blessuren im Ziel eintrudeln werde. Aber ein ganz großes Ziel haben wir jetzt schon erreicht: Wir können das ein oder andere Lachen schenken – mit unserem #roflcopter-Team und mit eurer Unterstützung.

Wer sind „wir“? Das sind die Staffelläufer:

Stephan Doerner: onlinejournalismusblog
Christian Kirchner: Menschen, Zahlen, Sensationen
Thomas Knüwer: Indiskretion Ehrensache & Go to Rio
Roland Schweins: styleranking – your fashion crew & Passionpapa

Drei davon können gut laufen – einer nicht – ratet wer.

Getwittert wird unter anderem mit dem Account @Ornaldo15 und alle Tweets findet ihr unter #roflcopter

Drückt uns die Daumen! Wenn ihr helfen wollt: Spendet – oder teilt bitte einfach den Aufruf und helft damit mit, dass noch mehr Kinder in ihrer schwersten Phase ein bisschen mehr lachen können. Danke. 🙂

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Liebe für Schlafmangel

Mond

Schlaflos – na und?

Heute Nacht lag ich wieder mehrere Stunden wach. Das Licht der Straßenlaterne bahnte sich den Weg durch unseren alten und ein wenig heruntergekommenen Holzrolladen im Schlafzimmer. Wach liegen, an die Decke starren und sich nebenbei um das kranke Kind kümmern, das neben einem liegt.

Auch banale Krankheiten werfen das Leben einigermaßen durcheinander. Dieses Mal ist es ein ordentlicher Schnupfen mit einem noch ordentlicheren Husten, der die Kleine quält. In dieser Nacht habe ich mich schwerpunktmäßig um das Wohlbefinden von Nora gekümmert. Das heißt nicht, dass meine Frau nichts mitbekommen hat. Aber sie verlässt sich darauf, dass ich mich um die Grundversorgung kümmere: Wasserflasche reichen, Nase putzen, Stirn fühlen, Platz im Bett machen, in den Arm nehmen, trösten – alles nach Bedarf.

Stunde um Stunde vergeht. Der Schatten bewegt sich nicht, starr steht die Laterne. Für Abwechslung sorgt der eine oder andere Lichtschein, der sich über die Decke bewegt. Schon wieder ist ein Auto um die Ecke gebogen. Im Laufe der Nacht lassen sich dann doch einige Autos zahlen.

Und wieder Husten und Schniefen. Taschentuch raus, Nora aufrichten, Nase putzen. Eine ganz normale Nacht, wie es sie jetzt schon seit fast zehn Jahren regelmäßig gibt in unserem Leben.

Klar, es gibt viele grenzwertige Situationen, in denen du irgendwann nicht mehr willst. Es ist auch gerne einmal quälend, wenn sich mehrere Nächte dieser Art aneinanderreihen. Oder, wenn du weißt, dass am nächsten Tag irgendetwas ansteht, das deinen kompletten ausgeruhten Geist braucht.
Und dann kommt der Moment in der Nacht, der Körper will sich gerade sein Recht zurückholen. Die Umstände sind günstig. Seit 20 Minuten musst du nicht aktiv werden, deine Augen fallen zu. Das kleine Wesen neben dir dreht sich in deine Richtung und der kleine, leichte Arm legt sich auf deine Brust oder um deinen Hals. Wahr gewordene Zärtlichkeit. Spätestens dann ist klar: Dafür lohnt sich jede Nacht, die du schlaflos verbringst, an die Decke starrst und Autos zählst.

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