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Die gute alte Holzeisenbahn

Weihnachten naht. Die Zeit der Geschenke. Uns gehen die Ideen aus. Was wollen und brauchen die Kinder? Zum Spielen eigentlich nichts Neues. Machen wir uns nichts vor. Es ist viel im Haus, obwohl wir sicher nicht übermäßig viel Spielzeug haben. Nach einigen Jahren Remise haben wir die Holzeisenbahn wieder ausgepackt. In zwei Tagen haben die Kinder rund acht Stunden damit gespielt – gemeinsam. Also, eigentlich braucht es nichts Neues.

Die gute alte Holzeisenbahn ist aus der Remise gefahren und erfreut großer Beliebtheit.

Die gute alte Holzeisenbahn ist aus der Remise gefahren und erfreut sich großer Beliebtheit.

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Ei Pääd bielen

Apple-Kids

Apple-Kids

„Darf ich Ei Pääd bielen?“ – es gibt Zeiten, da höre ich diese Frage zigmal am Tag. Fast genau so oft sage ich dann: „Nein, jetzt nicht!“ Worauf Nora erwidert: „Aber ich liebe Ei Pääd.“ Und damit meint sie auch das iPhone. Die Größe des Spielgerätes ist ihr nämlich egal.

In jedem Papa-Blog muss irgendwann darum gehen, wie schnell und perfekt die lieben Kleinen den Umgang mit technischem Spielzeug lernen. Ich kann mich diesem Mainstream nicht entziehen.

Neulich hat mir meine Mutter erzählt, dass Nora meinem Väter in die Fernbedienung des Fernsehers hinein diktiert hat, dass er Kika einstellen solle, mit der Tastenkombination 262, bitte.

Wenn wir in Museen sind, in denen es multimedial aufbereitete Inhalte auf entsprechenden Geräten gibt, ist sie die erste, die mit gekonnt weil geübten Gesten, Bewegung und Veränderung auf den Bildschirmen schafft. Lustig ist natürlich immer wieder, wenn sie auf einen Bildschirm aus dem vergangenen Jahrtausend trifft, der partout nicht auf Gesten reagieren will.

Ja, es ist erstaunlich, dass Kinder tatsächlich beweisen können, dass eine intuitive Touchsteuerung wirklich intuitiv ist. Das zeigt: Ingenieure und Techniker machen vieles richtig. Bessere Tester als drei- oder vielleicht sogar schon zweijährige Kinder gibt es dafür wohl nicht.

Das technische Verständnis ist ausgeprägt. Doch manchmal kann man die kleine Füchsinnen aber dennoch austricksen. Wenn die drei Männer mal wieder in einer Wii-Session Mario und Luigi durch die Gegend scheuchen, dann möchte sich natürlich auch Nora einbringen. Und noch kann ich ihr einem solchen Fall einen PS3-Controller in die Hand drücken, auf dem sie dann munter die Tasten betätigt, in der Überzeugung, die Macht über eine der Spielfiguren zu haben. Ich befürchte: Auch diesen Trick werde ich nicht mehr sehr lange anwenden können. Dann wird wohl auch noch eine vierte Fernbedinung für die Wii in unser Haus einziehen müssen.

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Ich brauche einen Kinder-Regenschirm

Die Frage, wie viel Spielzeug ein Kind braucht, um glücklich zu sein, stellt sich spätestens in folgender Situation: Wir suchen die Lok von der Duplo-Eisenbahn, die in einer der fünf überkindergroßen Legostein-Kisten sein könnte – aber nicht zwingend dort sein muss. Werkzeugkasten, Holzbau-Flughafen, Musikinstrumente, Puzzle, Knete, Malbuch, Kinder-Fahrzeuge. Die Liste der Spielzeuge ist lang. Was soll man aber tun, wenn sich der Sproß für etwas Neues wirklich begeistert?

Kinderregenschirm, Modell Sau-Bär, bei DM.

Kinderregenschirm, Modell Sau-Bär, bei DM.

Das Bügelbrett, das wir gestern erstanden haben, wird zumindest rege genutzt. Schon wochenlang wurde im Kindergarten immer mit dem „Gügeleisen“ auf dem „Gügelbrett“ erstmal eine Viertelstunde gegügelt, bevor es in die Gruppe ging. Das Fahrrad, das auch Pedale hat und nicht nur wie so ein blödes Laufrad ausschaut, ist längst bei Oma und Opa für Xmas eingebrieft. Für den Spielplatz gibt es inzwischen eine Maurerausrüstung, bei der sich mancher Bauarbeiter eine Scheibe abschneiden kann. Aber manchmal fragt man sich dann: „Warum zum Geier braucht er denn genau das jetzt auch noch?“

Ich weiß nicht einmal, wie unser Zweijähriger drauf gekommen ist, aber ein Künder-Regenschürm musste her. Bei jeder Einkaufsfahrt – bei jeder Frage im Supermarkt: „Was möchtest du einkaufen?“ – hieß es einhellig: „Einen Künder-Regenschürm“. Und dabei können Kinderaugen so dermaßen leuchten, dass Papa sich dann auf die Suche macht. Zu viel Spielzeug hin oder her.

Auf geht’s also in die Stadt. Die Billigläden wie Woolworth – wo ich so ein Ding vermutet hätte – lassen einen buchstäblich im Regen stehen. Der Kleine fragt die Verkäuferin erwartungsvoll selbst: „Ich brauche eine Künder-Regenschürm!“ – „Einen Kinderriegel?“ – antwortet die irritiert. Die Enttäuschung ist riesig. Auch Rossmann ist keine Hilfe. Hier gibt es zwar jede Menge Kinderkrempel und auch die wohl günstigsten Windeln in Sondergröße 5-Plus, aber das Objekt der Begierde fehlt im Sortiment. Immerhin weist die freundliche Kassiererin den Weg zu DM. Und dort steht gleich im Eingangsbereich ein großer Aufsteller mit Schirmen – und auch mit bunten kleinen Schirmchen mit rosafarbenem oder orangenem Griff von Sau-Bär. Er strahlt (gemeint ist nicht der Schirm).

Auf dem Weg heim ist der Regenschirm aufgespannt. Natürlich regnet es nicht. Zuhause angelangt schützt der Regenschirm vor möglichem plötzlichen Wassereindringen auch auf der Wickelkommode. Nur ins Bett ist er nicht geschlüpft.

Morgen erstehen wir einen Kaufladen mit viel Zubehör.

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Kuscheltiere zum Liebhaben und für die Kuscheltiertonne

Ich selbst hatte in meiner Kindheit ein Lieblingskuscheltier. Es war ein kleiner Hase und ich kann mich leider nicht mehr an seinen Namen erinnern – so angestrengt ich auch darüber nachdenke. Unserem Sohn haben wir irgendwann ein Krokodil geschenkt – und er hat seinen „Kroko“ als Liebling angenommen. Jeden Abend, wenn er ins Bett soll, fragen wir ihn: Wo ist denn der Kroko? Und er antwortet: „In der Heia“ – und wird dann zu ebendiesem gelegt.

Kuscheltiere: Zum Liebhaben und für die Kuscheltiertonne

Kuscheltiere: Zum Liebhaben und für die Kuscheltiertonne

 

Es gibt noch eine Reihe weiterer Favoriten. Ernie und Bert zum Beispiel, die es auch ins Kinderbettchen geschafft haben – ein Schaf, ein Elefant, der auch gern gemeinsam mit Sohnemann und einem Plastikrasenmäher in der Wohnung den Rasen stutzt. Doch so viele Kuscheltiere wie hier auch gern Verwendung finden – es ist nur ein Bruchteil dessen, die wir besitzen.

Die Qualität wiederum fällt höchst unterschiedlich aus. Nur wenige Kuscheltiere haben wir selbst gekauft, viele wurden geschenkt, manche gab es sogar als Werbegeschenk. Sicherlich setzen viele auf Kuscheltiere von Steiff, wir haben eine Reihe weiterer hochwertiger Tierchen, was sich erst im Laufe der Zeit bemerkbar macht. Zum Beispiel bei der dritten Waschung in der Waschmaschine. Es gibt Exemplare, die verlieren schon vor der ersten Dusche ihr Fell, was natürlich gerade für Babys höchst nachteilig ist. Die wandern nicht in die Kuscheltier- sondern direkt in die Mülltonne.

Überhaupt gibt es einige Nachteile von Kuscheltieren: Man kann kaum etwas mit ihnen anfangen. Mit Legos, da lässt sich in immer neuen Varianten spielen. Auch mit Autos kann man sich immer gut beschäftigen. Ein neuer Favorit ist auch bunte Knete. Nur die Kuscheltiere, die wandern entweder ins Bettchen oder auf den großen Haufen. Und so gibt es bei uns den einen Berg oben auf dem Schrank, auf dem sich die Tierlein tummeln, die in keine Tonne passen. Dann gibt’s die große Tonne, in der all die Exemplare ihren Aufenthalt fristen, die einfach nicht zum Einsatz kommen. Und schließlich diejenigen, die zwar zu schade zum Wegwerfen sind, aber irgendwie doch überflüssig. Sie ziehen in eine Plastiktüte in den Keller.

Das mag erneut sehr undankbar klingen, aber im Laufe eines Kinderlebens kommt so einger Rummel zusammen.

Eine Herausforderung stellt sich für uns dennoch: Der erstgeborene hat ein Krokodil auf seiner Kuscheldecke, Kroko als Lieblingstierchen und irgendwie zieht sich das Krokodil auch als Lieblingstier durch sein junges Kleinkindleben. Dazu gesellt sich das Schaf, an dessen Schwanz man ziehen kann, um eine Einschlafmelodie zu hören. Aber der Zweite – der hat noch kein Lieblingstier. Seine Krabbeldecke zeigt einen Elmo. Auf seinem Shirt prangt Kermit und im Laufstall gibt’s den klassischen Teddybär. Dies zu Vereinheitlichen wird das Projekt der kommenden Wochen sein…

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Yoga oder: Die Maus im Haus

Solo habe ich das Bild schon auf Facebook gepostet. Aber ich finde, man kann noch mehr draus machen. Nämlich einen hübschen, kleinen Beitrag auf Passionpapa.de.

Nora ist bekanntlich vor Kurzem 3 Jahre alt geworden. Es wird Zeit, etwas über ihre Geschenke zu sagen. Wir haben von Nachbarn, deren Kinder aus dem Puppenhausalter herausgewachsen sind, ein wunderbares Puppenhaus vererbt bekommen. Das Puppenhaus stand schon länger bei uns im Keller. Es war klar, wenn Nora drei wird, bekommt sie das Haus.

Alles, was fehlte, waren die Möbel und Figuren. Allerdings haben wir da eine hervorragende Versorgungsstation gefunden. Schlafzimmer, Küche und Figuren haben wir dort schon früher besorgt und Nora einfach so zum Spielen gegeben. Mit Wohnzimmer, Esszimmer und Bad ist jetzt alles komplett – und das Haus gab es eben auch noch obendrauf als Geschenk.

Respekt vor der Maus im Haus.

Respekt vor der Maus im Haus.

Tom ist auch ein Puppenhausbespieler. So hat er sich in Zusammenarbeit mit Nora vor allem um die Einrichtung gekümmert. Die Versorgung der Menschen ist die Sache von Nora – und auch deren Unterbringung. Wenn nun also das Haus unbespielt in unserem Haus ruht, nehmen die Figuren eine ganz besondere Position ein. Sie hängen kopfüber an ihren Füßen am Rand des Dachbodenbodens. Als jetzt ein guter Freund zu Gast war, fragte er, von wem denn diese Documenta-Installation sei. Es stimmt, irgendwie hat die Aufhängung etwas mit Kunst zu tun, im Auge des Betrachters.

Noras Begründung ist da viel praktischer. In dem Haus gibt es Mäuse, sagt Nora. Da sollten sich die Menschen lieber in Sicherheit bringen.

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Küchengeräte = Spielzeug = Fun!

Warum ersteigere ich eigentlich die schönsten Legos auf eBay, bereite diese liebevoll in der Waschmaschine auf, trockne und poliere sie anschließend, sortiere die Steinchen nach Farben und führe diese liebevoll in Spielboxen mit dem aktuellen Stand zusammen? Manchmal ist dieses Gebaren, dass dem Spaß des Kindes dienen soll, gefühlt sinnlos.

Schnullersuppe.

Schnullersuppe - köstlich.

So sind doch Küchengeräte viel interessanter. Gleich, ob man sich an den Küchenschubladen die Finger klemmen kann oder der Dosenöffner auch scharfe Kanten hat – am besten ist es doch, wenn man wie Mama oder Papa einen Topf aus dem Schrank holt, eine Zwiebel reinpellt, die Schale sorgfältig auf dem kompletten Küchenboden verteilt, einige Knoblauchzehen mit dem Pfannenwender bis hinten unter dem Schrank platziert, die Nudeln („Ludl“, Anm. d. Red.) aus dem Apothekerschrank dann gleichmäßig zerhackt und sowohl im Topf als auch daneben platziert.

Einige Highlights: Wenn man schon die Steckdosen nicht nutzen darf, so kann man wenigstens die Stecker von Rührgerät und Kaffee-Röster in die Schranktür-Ritzen einpflanzen. Dass es dabei zu Kratzern kommt, ist ja eher witzig als hinderlich.

Angesagt ist auch Schnullersuppe. Schmeckt vorzüglich.

Wusstet ihr, dass man mit Kartoffeln an der Wand malen kann?

Recht schwierig zu ergattern und zu hüten wie ein Schatz, den man gefunden hat: Ein Messer. Das kommentiert man mit „Messer spitz“, aber natürlich auch mit einem „Messer lieb“.

Es wird schon deswegen niemals langweilig, eine komplette Schublade auszuräumen, weil die Dinge dann anschließend wieder in neuer Konstellation darin weilen. Und das passiert ganz automatisch. Irre.

Interessant: Hochwertiges Porzellan trashen. Das ist sinnvolle Vorbereitung auf den Polterabend, der ja alsbald anstehen könnte, schließlich fehlt noch jedes Gefühl für Zeit – für heute, gestern und morgen. Doof ist nur, wenn Papa den Teller nicht wieder heile machen kann, selbst wenn er es grad‘ soll. Dann heißt es auch schonmal: „Bäääää“.

Wir müssen uns im Ernst fragen: Wozu also um Himmels Willen Spielzeug? Wir haben doch Küchengeräte…

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